ChrisM
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Ich hoff ich schaffs alles einigermaßen geordnet wiederzugeben und will nun auch meine Geschichte erzählen.
Sie beginnt im Sommer 2012. Ich habe ein Vorpraktikum für mein Studium absolviert und dabei sie kennengelernt. Es war nicht die Liebe auf den ersten Blick, aber nach diesen 6 Wochen haben wir angefangen fast jeden Tag in Facebook zu schreiben. Sie macht übrigens ein duales Studium und war zu der Zeit in dem beruflichen Jahr bevor das Studium los geht.
Anfang November sind wir dann mal zusammen ins Kino gegangen wo wir uns auch zum ersten mal geküsst haben.
Ich war glücklich wie nie zuvor in meinem Leben. Ich werde dieses Jahr 24 und kannte das Gefühl vorher nicht, dass ich für sie empfand bzw. immer noch empfinde.
Sie war dementsprechend meine erste Freundin. Nichtsdestotrotz liebe ich sie mehr als mich selbst, was jetzt natürlich ein riesen Problem ist.
Aber der Reihe nach. Wir leben beide bei unseren Eltern, da wir ja noch studieren. Ich jetzt dann nicht mehr aber dazu erzähl ich später noch was. Ich arbeite 2 Mal die Woche als Werkstudent, die Zeit in der wir uns sehen konnten war deshalb nicht immer sehr groß, vllt 2-3 Mal die Woche und das obwohl wir nicht weit auseinander wohnen. Im Nachhinein war das vielleicht ein Fehler, aber die Bewertung heb ich mir für den Schluss auf.
Unsere Beziehung lief trotzdem immer super, wir sind uns einfach so ähnlich und haben auch kein einziges Mal gestritten. Wenn wir uns öfter gesehen hätten hätte das vielleicht anders ausgesehen, das kann sein. Aber jetzt kann ich nur sagen das wir eigentlich immer glücklich waren.
Wir hatten zwar auch Probleme (über die ich nicht im Detail sprechen werde), die zunächst mich und dann sie ziemlich fertig gemacht haben. Das schlimme ist auch das haben wir kurz vor dem Ende eigentlich gelöst gehabt... :/
Silvester 13/14 haben wir noch glücklich und zufrieden zusammen gefeiert, dann begann die Prüfungszeit (ihre erste) und somit der Anfang vom Ende. Wir haben uns dann erstmal nicht mehr so oft gesehen. 1-2 Mal, in der wirklich intensiven Phase dann auch nur noch 1 Mal die Woche. Aber so ist das halt weil man doch ziemlich viel machen muss. Für mich war das kein Problem, wir haben halt dann geschrieben wenn es ging (also so wie sonst auch immer).
Rückblickend muss ich jetzt sagen das sie 1-2 Wochen vor dem Ende schon anders gewirkt hat, nur war mir das damals nicht klar und ich dachte sie ist einfach unter Druck weil sie sich zB auch ziemlich selbst unter Druck setzt bei Prüfungen.
Tja am 5.2 schrieb ich meine letzte Prüfung (sie war schon eine Woche vorher fertig). Ich war so voller Freude weil wir jetzt wieder mehr Zeit hätten und wieder öfter zusammen sein könnten. Doch es kam alles anders. Einen Tag später kam sie vorbei und ich wusste schon das irgendwas nicht stimmte. Die Tage vorher wirkte sie schon sehr distanziert und sagte auch nicht mehr das sie mich liebt. Ich hab gefragt was los sei, doch sie wurde nur immer abweisender und fragte mich warum ich das jetzt tun würde (das um sie kümmern). Dann schrieb ich weil ich sie mehr liebe als mein Leben und weil sie mir wichtig ist. Da kam natürlich auch schon keine Reaktion mehr.
Naiv hab ich noch gehofft es ist einfach irgendwas anderes los. Aber so war es natürlich nicht.
Wieder zu dem besagten Tag: Sie sagte mir das es einfach nicht mehr so sei wir früher. Punkt. Sie meinte es liegt nicht an mir und das ich eine Frau finden würde die mich so lieben kann wie ich sie. Mit der üblichen eiskalten Distanz.
Ich bin erstmal komplett zusammengebrochen und weiß jetzt gar nicht mehr wie ich den Tag überstehen konnte, da ich erstmal 8 Stunden ganz allein war.
Da mich alles so unvorbereitet traf und ich keine Nacht mehr schlafen konnte habe ich sie gefragt ob wir nochmal reden können. Wir trafen uns also ein paar Tage später nochmal.
Ich fragte was in diesem einen Monat passiert sei. Zu Silvester war wie gesagt noch alles perfekt und das bestätigte sie mir auch.
Ihr wird das aber alles zu viel, mit Studium, Beziehung, etc...
Ich fragte ob sie mich liebt. "Ich weiß es nicht, irgendwie schon..." "Ich will auch nicht sagen das es nie wieder was wird, aber ich will dir auch keine Hoffnungen machen."
Ich bat sie um einen letzten Kuss, den sie mir auch ohne zu Zögern geben hat - wie immer.
Blöd wie ich bin (ich zeige schlechte Emotionen nicht gerne) habe ich noch gesagt das ich nur das Beste für sie will und das ich das akzeptiere auch wenn ich darunter leiden muss. Und so wars auch gemeint.
Als wir uns verabschiedet haben meinte sie noch: "Ich freu mich wenn ich was von dir hör, aber das musst du wissen..."
An dem Tag war ich fast erleichtert weil ich ihre Begründung verstehen konnte. Und auch das sie jetzt deutlich mitgenommen war zeigte mir das sie es nicht so leichtfertig weggeworfen hatte wie ich dachte.
Ich hatte dann gehofft das ganze als Pause sehen zu können, also hab ich mich natürlich nicht an die Kontaktsperre gehalten und ihr ab und zu geschrieben.
Und natürlich war das dann einfach nur komisch. Ich weiß nicht was ich mir davon erwartet hab. Ich fragte mal ob sie nicht mehr wollte das ich schreibe. Sie habe nichts dagegen nur sie will mir halt keine Hoffnungen machen.
Irgendwann hab ich ihr dann noch einen längeren Brief geschrieben in dem ich gesagt habe das ich erstmal nicht schreiben würde weil es mich einfach fertig macht und das ich sie liebe.
Von da an ging es mir etwas besser, aber ich seh ja trotzdem noch wann sie zb online ist und denk dann immer wieder an sie. Und auch das schei. Gefühl das immer wieder hochkommt: Hat sie mir die Wahrheit gesagt? Ich will es glauben, weil sie nicht so ist. Aber sicher kann ich es nicht wissen.
Ich habe alle Sachen und Fotos in eine Box getan die ich auch nicht mehr anrühre aber ich will nicht alles löschen. Sie war auch meine beste Freundin und ich hab die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben.
Nachdem ich die ersten 1-2 Wochen komplett in einem tiefen Loch war rappelte ich mich wieder etwas auf.
Ab März hab ich dann angefangen viel Rad zu fahren, mich besser zu ernähren und auch sonst etwas zu trainieren. Mittlerweile hab ich auch schon knapp 4 kg abgenommen und fühle mich zumindest von dem her besser. Ich war jetzt nicht dick oder so aber ein paar alte Hosen haben nicht mehr gepasst.
Außerdem mach ich jetzt wieder viel mehr mit Freunden, die ich schon etwas vernachlässigt habe. Zum Glück haben sie mir das nie übel genommen.
Das lenkt ab, nur geht der Schmerz einfach nicht weg und mir kommen immer noch oft die Tränen und ich kann es nicht verstehen.
Sie hat mir immer so viel Kraft gegeben und ich hätte nie gedacht das ich mal sowas finde wie ich es mit ihr hatte.
Ich muss mein Studium jetzt beenden weil ich es einfach nicht mehr schaffe (nicht wegen ihr, das hat sich vorher schon angekündigt) und muss jetzt schaun wie es weiter geht. Gerade jetzt hätte ich sie so gebraucht.
Das ich dann nicht mehr an der FH bin bricht auch noch das letzte auf was uns noch verbunden hat. Ich hab schon Angebote für eine Ausbildungsstelle, aber ich meinem Alter ist das auch nicht mehr so toll.
Ich mag generell Neuerungen nicht sehr und jetzt muss ich alles alleine irgendwie schaffen. Meine Familie ist für mich da, aber ich hab manchmal das Gefühl da versteht keiner was mir das eigentlich bedeutet hat. Und die Standardsprüche wie Schau nach vorne kann ich einfach nicht mehr hören.
Jetzt hab ich praktisch den ganzen Sommer frei (bis auf meinen Job 2 Tage die Woche) und ich weiß genau es wird eine schreckliche Zeit.
Ich habe Angst das ich nie wieder etwas haben werde wie mit ihr. Ich hab ja schon geschrieben das ich mich nicht leicht verliebe. Und ich will auch nichts anderes.
Die Liebe ist für mich etwas ganz besonderes, was ich nicht jedem hinterherwerfe (ich will damit um Gottes Willen niemanden beleidigen). Leider ist mein Glaube daran zur Zeit aber ziemlich erschüttert.
Neben den einigermaßen guten Tagen an denen ich mich etwas ablenken kann sind leider auch viele schlechte. Obwohl es jetzt schon fast 2 Monate her ist.
Ich hab immer noch so viel Hoffnung in mir aber genau das machts nur noch schlimmer.
Und das Schlimme ist ich kann ihr ja nicht mal böse sein.
Ich will ja das es ihr gut geht auch wenn es heißt das ich leiden muss.
Gestern war ihr Geburtstag und mir gehts dadurch wieder extra schlecht.
Ich bin an die FH gefahren und wollte sie nach einer Stunde sehen. Sie ist allerdings nicht mehr in der selben Semestergruppe wir vorher weshalb das nicht geklappt hat. Ich weiß nicht was ich mir erwartet hab. Ich wollte wohl noch einmal den Menschen hinter dieser Distanz sehen, die da war wenn wir die paar Mal geschrieben haben.
Da sie mich ja nicht ganz aus ihrem Leben haben will hoffe ich das sie mich wirklich nicht angelogen hat.
Ich glaub ich wollt am Ende noch irgendwas schreiben worauf ich oben verwiesen hab aber ich hab jetzt keine Kraft mehr mir nochmal alles durchzulesen.
Ein besonderer Gruß geht raus an Durham2012 für seine ähnliche Situation.
Ich freue mich auf eure Beiträge.
