Zitat von DomisBrokenDE:""Ich habe so viel Licht für die Menschen in mir. Aber die Menschen sind lieber für sich und scheuen den Kontakt.""
Naaahain! DU scheust den Kontakt.
""Die Menschen wollen nicht angesprochen werden und über das Licht reden. Sie wollen lieber ihre eigene Suppe kochen.""
Sie wollen nicht missioniert werden. Und: Du ziehst Dich zurück und denkst, die Leute täten das.
""Ich wünschte, ich könnte mich offener mit Menschen lieben und annehmen.
Aber das ist schier unschaffbar. Rein Kommunikativ. ""
TUN! Anstatt denken.
Ich geh durch die Stadt. Mir kommt eine Frau entgegen. Langer brauner Mantel, der sie beim Laufen umwallt. Hut auf. Schaut schön aus. Hab ich ihr gesagt. Auch, wenn's komisch rüberkommt, als Frau das einer Frau zu sagen. Und ich hab das Bild dieses Menschen und die Freude über das Gesehenwerden und Erfreuthaben noch heute vor Augen, 14 Tage später.
""Ich denke oft ich reiche gesellschaftstechnisch nicht und bin unattraktiv. ""
Ahahah... da isses doch ... nicht was ANDERE über Dich denken bestimmt Dein Sein! Was DU über Dich selber denkst bestimmt, wer Du bist.
""Weil ich nicht das große Geld verdiene..... und so mag mich kaum jemand gern haben. Weil ich nicht viel bieten kann.....""
Und noch einer Deiner Glaubenssätze... "keiner mag mich."
Falsch. DU magst Dich nicht. Da kann Dich lieben/ mögen, wer will... es kommt nicht zu Dir durch.
""die Menschen mögen lieber im Dunklen bleiben. Und Angst haben. Ist meine Wahrnehmung. ""
Meine Wahrnehmung ist:
DU hast Angst. Und magst im Dunkeln bleiben.
Tief in unserer Seele sitzt etwas, vor dem wir so unglaubliche Angst haben, dass wir es schier nicht ertragen, es uns anzusehen.
Manchmal blickt es durch unsere Augen in die Welt. Und wer uns in diesem Moment in die Augen schaut erschaudert. Und läuft fort.
Weil genau in diesem Moment sein eigenes Gleiches aus seinen Augen heraus auf uns schaut. Und die beiden scheinbar dunkelsten Teile einander in die Augen schauen. Jedes erkennt sich selbst im anderen.
Keines mag sich selbst gesehen fühlen. Jedes gruselt sich vor sich selbst.
Nach einer solchen Begegnung war ich mal derart mit mir bedient, dass ich mich aufgemacht habe, mir das anzusehen, was ich für das Dunkelste in mir selbst halte.
Ich hab das Nichtwissen nicht mehr ausgehalten und bin buchstäblich hineinmarschiert in meine eigene Seele. Es fühlte sich an wie in ein Burgverlies hinab steigen.
Raue Wände, viele Treppen hinunter, Windung um Windung hinunter, Stufe für Stufe in die Tiefe.
An anderen Dingen vorbei. Hinten in der finstersten Ecke schien etwas zu sein. Ein erstaunlich kleines dunkles zusammengesunkenes Etwas, das sich dort zitternd verbarg. Selbst vor meinem Blick. Ich hab mich umgedreht und wollte fortlaufen.
Da kam aus der Ecke die Stimme eines traurigen Kindes. Sie flehte darum, angeschaut zu werden.
"Nicht einmal Du erträgst meinen Anblick?" fragte sie. Ich hab große Angst gehabt.
Und so viel Mitleid mit dem armen kleinen Ding, das hier so erbärmlich alleine im Dunkeln hockt. Und das sich so sehr sehnt.
Ich hab meine Hand ausgestreckt und sie in die Dunkelheit gehalten. Eine kleine erdige braune Hand ergriff meine.
Kam ein Stück meines Weges mit mir hinauf. Irgendwann hab ich mich getraut, hinzusehen.
Ich hielt an meiner Hand... ein Kind. Erdig. Schmutzig. Fahl. Verhutzelt. Faltig. Berührend in seiner Bedürftigkeit und tiefen Einsamkeit.
DAS, lieber DomisBroken, ist das, was wir vor der Welt verstecken. Und wovor wir uns und sich andere unendlich fürchten: vor einem einsamen Kind.
Das macht uns laufen. Vor Angst und Panik.
Weit von uns selbst fort. Weil wir immer denken, wir hätten ein Monster in der Seele. Das uns verfolgt.
Dabei ist es nur unser eigenes verängstigtes einsames Kind in der Seele, das gesehen und angenommen werden will.
Und zwar von uns allein.