Pusteblume77
Gast
Zitat von finita:Es hört sich blöd an, aber bislang bin ich noch an jedem Schmerz gereift und daran gewachsen.
Die Affäre war ja nicht nur negativ. Auch wenn nur mit dem Schutz der Distanz, so hab ich doch jemanden an mich herangelassen, näher als je zuvor. Auch wenn ich damit auf die Nase gefallen bin, so hab ich die Erfahrung gemacht, dass ich das kann. Jetzt muss ich nur noch lernen, das auch dann zu tun, wenn kein Sicherheitsabstand da ist.
Das ist mein Ziel.Dafür möchte ich mich aber erst wieder "heil" fühlen. Sonst geht man aus einer Bedürftigkeit eine Beziehung ein und scheitert wieder.
Mit einem frisch gebrochenen Bein macht man ja auch nicht gleich wieder Marathonläufe...
Darüber habe ich oft nachgedacht. Der Schutz der Distanz war die Tür zur Affäre. Es wäre nie eine geworden wenn es diese Distanz nicht gegeben hätte. Nur so konnte er sich immer ein Stück mehr nähern ohne dass ich den Schritt zurück ging.
Ich spürte auch meine große Angst, wenn die Distanz gebrochen wäre. Ich wäre meinen Ängsten hoffnungsvoll ausgeliefert gewesen und hätte aushalten müssen.
Ich glaube, dass er unbewusst meine Ängste spürte. Später dann auch bewusst. Ich kann mich an eine andere Beziejung erinnern. Ich inszenierte mal einen Streit, damit ich Luft bekomme. Das war gemein, aber ich sah das damals nicht.
Das meine ich mit, sich selbst kennenlernen. Nach und nach wird mehr vieles bewusster. Wenn ich weiß wer ich bin, warum das passiert, kann ich in Zukunft besser und gelassener damit umgehen.