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Sie kam um Schluss zu machen - wie bewältigen?

Lukas22


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Hey Leute,meine ehemalige Freundin hat letzte Woche Schluss gemacht. Wir waren 3,5 Jahre zusammen. Sie war meine erste richtige Beziehung und ich war sehr glücklich mit ihr. Freunde & Bekannte haben uns immer als Lilly & Marshall von himym gesehen und mir kam es so vor als wären wir ein richtiges Team, indem der eine immer über den "Status" des anderen Bescheid wüsste und gegebenfalls unterstützte. Nun kam es letztes Jahr im Sommer dazu, dass sie nach dem Abi ein Auslandsjahr absolvieren wollte. Ich wusste natürlich sowas stellt eine Herausforderung für eine Beziehung da. Allerdings gönnte ich es hier auch vom ganzen Herzen und dachte mir, das könnte die Beziehung auch weiterentwickeln. Wir schrieben jeden Tag & skypeten mindestens 1 mal pro Woche. Leider erwischte sie zunächst eine ziemlich doofe Familie und hätte daher ziemliche Probleme am Anfang. Doch am Status unserer Beziehung änderte dies nichts. Ich versuchte ihr so gut es ging zur Seite zu stehen. Im Dezember verließ sie ihre Familie dann vorzeitig und kam vorzeitig zurück. Alles war normal so wie vorher.

Zum Januar hin suchte sie sich dann eine andere Familie, die Gott sei dank wirklich cool war und die sie wie ein Teil der Familie aufnahm. Ab Februar, März merkte ich jedoch wie sie sich veränderte. Sie schrieb anders, redete anders. Nicht mehr so liebevoll & sie ging auf vieles von mir nicht mehr richtig ein. Sie begründete es zunächst mit wenig Zeit und viel Stress. Ich machte mir Sorgen und bezog ihre Veränderung auf mich und unsere Beziehung. Machte mich verantwortlich. Schließlich offenbarte sie, dass Sie ziemlich depressive Gedanken hat. Sie hatte Angst was ihre Zukunft angeht, wie es für sie nach dem Auslandsjahr weitergehen würde in Sachen Beruf. Außerdem gefiel ihr, ihr Körper nicht mehr. Sie fühlte sich zu dick. Fing an zu joggen, fast jeden Tag, wenn sie Zeit fand und stellte ihre Ernährung um.
Ich versuchte natürlich ihr zuzusprechen und sie aufzumuntern. Aber ich wusste bis dahin nicht, dass es gar nichts bringt sowas Leuten mit einer Depression zu sagen. Ich wusste generell nicht wie man mit einer Depression umzugehen hat. Ich bezog ihr verhalten teilweise immer noch auf mich und die Beziehung. Ich besuchte sie 2mal und traf dort auf eine ziemlich ambivalente Person. Einerseits unternahmen wir viel zusammen und hätten schöne Zeiten, andererseits hätte sie auch totale Tiefs mit grundlosen plötzlicher Lustlosigkeit an allem.
Mir ging es in der Zeit ziemlich schlecht, ich fühlte mich machtlos ihr zu helfen.

Nun irgendwie ging die Zeit rum, ich versuchte es nicht zu nah an mich ran zu lassen und suchte selber weniger Kontakt. Dann kam sie dieses Jahr im Sommer wieder. Und zu Anfang war es echt schwer. Wir sprachen viel miteinander, weinten zusammen. Sie wollte sich langsam wieder auf die Beziehung einlassen. Wir versuchten es. Aber zuerst scheiterte es. Ab und zu stritten wir auch (was wir vorher nie gemacht habe). So kam es dazu, dass wir zusammen beschlossen, eine Pause einzulegen. Eine Woche lang, danach trafen und den weiteren Verlauf besprechen wollten. Weil ich Gewissheit hatte, was Sache war und relativ große Hoffnungen hatte, dass es weitergehen würde, ging es mir sogar relativ gutnin der Zeit. Sie jedoch meinte im Gespräch danach, dass es für sie sehr schwer gewesen wäre, mir nicht zu schreiben, mit mir nicht ihre Erlebnisse des Alltags zu teilen usw. Also einigten wir uns darauf die Beziehung weiterzuführen und entwickelten Strategien wieder besser Zugang zueinander zu bekommen. Und das klappte. Mit der Zeit verstand ich auch besser mit ihrer depressiven Stimmung umzugehen und Freunde und Bekannte meinten auch zu mir, dass sie beobachtet hätten, dass wir wieder viel besser miteinander umgehen könnten bei gemeinsamen Veranstaltungen.
Ab und zu gab es zwar kleine Rückschläge, aber uns gegenseitig unsere Bedürfnisse klar zu machen und immer wieder zu sprechen, half. Ich empfand uns sogar schon annähernd wieder als Team. Zwar nicht wie früher, denn sie hatte sie natürlich auch in ihre Persönlichkeit entwickelt, aber ich sah uns auf einem sehr gutem Weg.

Dann vor 2 Wochen sprachen wir noch einmal über die Beziehung und hatten dann ein sehr schönes Wochenende. Auch wenn wir nicht viel unternahmen, weil sie stark erkältet war. So fuhr ich mit einem super Gefühl wieder in meine Studienstadt und dachte, was für eine tolle Freundin ich doch habe.
Das nächste Wochenende kam es dann so, dass wir beide ziemlich viel geplant hatten und anderen Kram zu erledigen hatten und wussten, dass wir uns relativ wenig bis gar nicht sehen würden. So kam es auch dazu, dass wir uns gar nicht sahen. Aber ich merkte auch, dass sie auf einmal wieder anders schrieb. Bis kurz vor dem Wochenende hätte sie noch sehr liebevoll geschrieben, erzählt was sie gemacht hat und ist auf meine Nachrichten eingegangen. Ab dem Wochenende dann gar nicht mehr, das komplette Gegenteil.
Aber ich kannte sowas ja mittlerweile schon von ihr, bzw. Ihren depressiven Phasen. Ich hatte gelernt damit umzugehen und bezog es dieses mal nicht auf mich. Da wir uns aber am Wochenende gar nicht gesehen hatten, fragte ich sie ob sie evtl. noch mit mir telefonieren wollte. Mit der Begründung, dass sie gerade wieder in einer emotionalen Phase steckt, lehnte sie dies ab. Ich wusste Bescheid, bot ihr nur an für sie da zu sein, falls sie mich braucht, aber dachte mir sonst auch nichts weiter dabei.
Dann fragte sie letzten Dienstag, ob sie nicht donnerstags vorbeischauen könnte. Ich freute mich und stimmte natürlich sofort zu.

Leider stellte sich heraus, dass sie sich (wie ihr euch sicher schon denken könnt) dieses mal nicht mit mir treffen wollte um gemeinsam Zeit zu verbringen, sondern um Schluss zu machen.
Sie kam in mein Zimmer sagte nichts, setzte sich auf die Bettkante und brach in Tränen aus.
In dem Moment wusste ich was mir blühte. Trotzdem nahm ich sie in den Arm. Versuchte sie zu trösten und fragte was denn los wäre. Sie bekam kein Wort raus. Erst als ich fragte, ob sie Schluss machen wolle, rückte sie raus mit der Sprache. Sie habe nochmal nachgedacht. Eigentlich würde sie das auch irgendwie gar nicht wollen, dass es vorbei ist. Aber sie könne mir einfach nicht das geben, was ich brauche bzw. verdiene. Mich traf es wie ein Schlag ins Gesicht. Trotzdem würde ich nicht irgendwie wütend oder so. Ich sagte, dass ich es akzeptieren müsste und niemanden in einer Beziehung zwingen kann. Trotzdem fände ich es sehr schade. Trotzdem wäre sie der tollste Mensch, der mir bis jetzt in meinem Leben begegnet ist und ich bedankte mich für die tolle gemeinsame Zeit. Sie sagte, dass ich der beste Freund wäre, den man sich eigentlich nur wünschen kann, aber ich etwas besseres verdient habe und sie es einfach nicht schaffen würde. Dann sprachen wir noch darüber wie es weitergehen würde, besonders was unseren gemeinsamen Freundeskreis angeht. Wir sagten beide, dass wir uns da erstmal zurückziehen wollen. Außerdem machte sie klar, dass sie gerne eine Freundschaft zu mir erhalten wolle. Darauf entgegnete ich aber, dass ich nicht weiß, ob ich das könnte und wahrscheinlich erstmal Abstand brauchen würde und sie mir das nicht übel nehmen solle. Sie ging da nicht wirklich drauf ein und schlug vor sich diesen Mittwoch auf einen Kaffee zu treffen, weil wir uns da sowieso aufgrund eines Gerichtstermins sehen würde. Auch das wollten ich mir erst einmal überlegen. Schließlich begleitete ich sie zur Tür, wir umarmten uns noch ein paar mal und verabschiedeten uns. Sie sagte noch das wir schreiben könnten, wohl auch um das mit dem Kaffee abzusprechen.
Als sie jedoch weg war, löschte ich sie direkt bei allen sozialen Medien und blockierte sie bei Whatsapp.

So nun sitze ich hier seit 6 Tagen und bekomme sie einfach nicht aus dem Kopf. Ablenkung hilft zwar aber auch nur zeitweise. Ich denke KS war eine gute Idee, obwohl ich zugeben muss, dass ich sie heute zumindest bei whatsapp wieder deblockiert habe. Ich bin aber nicht in versuchung gekommen ihr zu schreiben. Will es jedoch offen halten für sie, mir zu schreiben. Ihr geht es bestimmt auch nicht so gut, wenn sie merkt, dass ich sie blockiert habe und ein gemeinsamer Freund mit dem ich gesprochen habe, meint auch, dass blockieren nicht unbedingt nötig ist.

Jetzt geht's irgendwie den morgigen Tag, bei dem ich sie ja zwangsweise sehen werde, zu überstehen.

Mir würde es wirklich helfen, die Meinungen von anderen zu meiner Situation zu hören & evtl. Tipps und Tricks zur Bewältigung zu hören. Also wenn ihr dazu was loswerden wollt, seid frei und schreibt es.
Danke

19.12.2017 10:52 • #1


unbel Leberwurs.


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Zitat von Lukas22:
Aber sie könne mir einfach nicht das geben, was ich brauche bzw. verdiene.
...
besonders was unseren gemeinsamen Freundeskreis angeht. Wir sagten beide, dass wir uns da erstmal zurückziehen wollen.


Ich will nichts unterstellen, aber bei dem Satz, dass Du etwas besseres verdienen würdest, gehen bei mir immer die Alarmglocken, weil das gerne eine Umschreibung dafür ist, dass sie fremdgegangen sein könnte.

Ich würde Dir ja ansonsten empfhelen, Dich mit Freunden zu treffen, um Dich abzulenken.
Daher weiss ich nicht, warum ihr euch beide aus dem Freundeskreis zurückziehen wollt.

19.12.2017 11:37 • x 1 #2


Lukas22


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Zitat von unbel Leberwurst:
Ich will nichts unterstellen, aber bei dem Satz, dass Du etwas besseres verdienen würdest, gehen bei mir immer die Alarmglocken, weil das gerne eine Umschreibung dafür ist, dass sie fremdgegangen sein könnte.

Ich würde Dir ja ansonsten empfhelen, Dich mit Freunden zu treffen, um Dich abzulenken.
Daher weiss ich nicht, warum ihr euch beide aus dem Freundeskreis zurückziehen wollt.


Zunächst einmal danke für deine Antwort (:

Sie hat mir nie einen Grund gegeben so zu denken. Wenn wir eins auch immer waren, dann ist es erlich miteinander. Zudem habe ich sie auch gefragt, ob irgendwas vorgefallen wäre, dass sie so plötzlich anders denkt und zu dem Entschluss gekommen ist sich zu trennen. Das war aber nicht der Fall. Und hätte sie hier gelogen, wäre einem das aufgefallen. Das hätte sie nicht verbergen können, so emotional durch den Wind wie sie eh schon war.
Ich denke eher, dass sie mit nicht verdient meint, dass sie mich vernachlässigt hat. Und öfters ihre Launen an mir auslässt wenn sie eine emotionale Krise hätte, was relativ häufig vorkam.

Und ohne dir an den Kopf hauen zu wollen, ist es auch nicht gerade förderlich, einem auf diese Weise trauernden Menschen so einen Gedanken in den Kopf zu pflanzen. (Nur für die Zukunft)
Man will ja nicht noch drüber nachdenken, sondern drüber hinwegkommen ...

Ja das mache ich auch. Nur nicht im gemeinsamen Freundeskreis. Da würde man sich ja zwangsläufig begegnen. Bzw. Da werden wir uns irgendwann auch zwangsläufig mal begegnen. Was mir auch ein wenig Angst bereitet.

19.12.2017 13:43 • #3


Butterkrümel

Butterkrümel


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Hallo @lukas22,

zunächst einmal finde ich es toll, wie erwachsen und souverän du mit dieser für dich sicherlich nicht einfachen Situation umgehst. Viele Menschen hätten sicherlich schon viel früher einen Schlussstrich gezogen.

Ich denke, der Grund für ihr Verhalten und diese Trennung liegt wo ganz anders. Ob sie nun wirklich eine klinische Depression hat oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich bin auch sehr vorsichtig mit Selbstdiagnosen. Wenn sie also nicht von einem Fachmann als depressiv diagnostiziert wurde und sich in Behandlung befindet, dann würde ich es erst einmal nicht so nennen wollen. Oder ist das der Fall? Dann empfehle ich, eine Therapie zu machen, denn du als Laie kannst das niemals auffangen.

Ich glaube, der Grund für ihre Veränderung und die letztendliche Trennung, liegt woanders. Um ehrlich zu sein ist das eine Entwicklung, die ich bis auf ganz wenige Ausnahmen so von allen Beziehungen, die in der Schule begonnen haben und dann mit größeren beruflichen und räumlichen Veränderungen zu kämpfen hatten, kenne. Das Abitur ist ein Lebenseinschnitt und der Beginn für einen neuen Lebensabschnitt. Die Schulzeit ist zu Ende, die Kindheit damit auch, man muss sich mit der Zukunft beschäftigen, die Entscheidungen eines Erwachsenen treffen, überlegen, wo und ob man studieren möchte, wohin der berufliche Weg führen soll, ja selbst, in welche Stadt man ziehen möchte. Viele Schulfreunde, sieht man im Leben vielleicht nie mehr wieder, die Wege trennen sich, jeder macht neue und andere Erfahrungen, es gibt immer weniger Gemeinsamkeiten und keinen gemeinsamen Alltag mehr. Man lernt neue Menschen kennen, macht ganz neue Erfahrungen und hat mit ganz anderen Themen zu tun, als man es in der Schule hatte. Wirklich befreundet bliebn aus meinem Abiturjahrgang nur die Mitschüler, die nicht weggezogen sind und die auch beruflich vor Ort blieben.

Auch wenn du vielleicht nicht weit weg gezogen bist (weiß ich natürlich nich ) und vielleicht jetzt auch noch Kontakt zu deinen Freunden in der Heimatstadt hast, dürften sich diese Beziehungen inzwischen auch verändert haben. Ich denke daher, dass diese natürliche Zäsur zwischen Abitur und weiterer Zukunft, noch dazu in Verbindung mit einem Auslandsjahr, wo man noch einmal ganz andere Erfahrungen macht und im Großen und Ganzen auf sich alleine gestellt ist, dazu geführt haben, dass sich deine Exfreundin verändert hat. Auf einmal spielen ganz andere Themen eine Rolle in ihrem Leben und ganz andere Entscheidungen. Sie hat sich von dir weg entwickelt.

Und ich denke der Grund, warum sie sich von dir getrennt hat und sie sagt, du hättest etwas besseres verdient liegt darin, dass sie gemerkt hat, dass sich ihre Gefühle für dich verändert haben. Vielleicht fühlt sie sich deswegen unglaublich schuldig, denn du warst immer an ihrer Seite, hast sie immer unterstützt. Aber sie ist nicht mehr das Mädchen, mit dem du zusammen warst, als ihr beide 19 Jahre alt und in der Schule wart.

Ich denke, du machst es genau richtig. Konzentriere dich auf dich, und dein Leben. Auch für dich hat eine neue Lebensphase nach dem Abitur begonnen und du machst in deinem Studium ganz andere Erfahrungen. Du wirst sehen, mit der Zeit wird sich dein Fokus vollständig verlagern und irgendwann könnt ihr euch vielleicht noch einmal auf einen Kaffee treffen und gemeinsam über eure gemeinsame Zeit sprechen. Aber das würde ich erst einmal nicht überstürzen.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft!

19.12.2017 14:09 • x 2 #4


gastfrau1812


Guten Tag,
ich denke das Wichtigste für Dich sollten Deine Gefühle und Erwartungen sein.Ob sie nun depressiv oder eine Drama-Queen ist weiß hier niemand. Aber Schluß machen und sich gleichzeitig wieder zum Kaffe verabreden etc......Tür auf / Tür zu.....bringt keinem von euch was.
Möchtest Du so eine Beziehung führen ? Vielleicht wäre es an der Zeit das DU die Regeln festlegst.
Alles Gute Dir.

19.12.2017 14:23 • #5


Lukas22


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Danke für deine Antwort (:

Zitat von Butterkrümel:
Hallo @lukas22,

Ob sie nun wirklich eine klinische Depression hat oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Dann empfehle ich, eine Therapie zu machen, denn du als Laie kannst das niemals auffangen.


Nein bei einem Fachman war sie nicht, obwohl ich ihr das mehrfach geraten habe. Deshalb habe ich auch meistens versucht von einer "depressive Phase" zu sprechen. Ich kann natürlich auch nur durch Beobachtungen und ihren eigenen Aussagen vermuten. Was jedoch noch hinzukommt und sehr auffällig war, ist, dass sie angefangen hat ihr Essen (also die einzelnen Portionen der Zutaten) zu wiegen und extrem auf die Kalorien Anzahl zu achten. Das hat zum Beispiel auch ihre Mutter bemerkt und angesprochen.
Und klar ich weiß, dass ich es nicht auffangen kann und würde es auch nicht versuchen. Habe halt nur immer versucht sie zu unterstützen und nicht zusätzlich mit unserer Beziehung zu belasten.

Zitat von Butterkrümel:
Ich glaube, der Grund für ihre Veränderung und die letztendliche Trennung, liegt woanders. Um ehrlich zu sein ist das eine Entwicklung, die ich bis auf ganz wenige Ausnahmen so von allen Beziehungen, die in der Schule begonnen haben und dann mit größeren beruflichen und räumlichen Veränderungen zu kämpfen hatten, kenne. Das Abitur ist ein Lebenseinschnitt und der Beginn für einen neuen Lebensabschnitt. Die Schulzeit ist zu Ende, die Kindheit damit auch, man muss sich mit der Zukunft beschäftigen, die Entscheidungen eines Erwachsenen treffen, überlegen, wo und ob man studieren möchte, wohin der berufliche Weg führen soll, ja selbst, in welche Stadt man ziehen möchte.


Die Gedanken, die du da ausformuliert hast, sind mir durchaus auch schonmal durch den Kopf gegangen. Zumindest aus Ihrer Perspektive. Denn als ich mit Ihr zusammengekommen bin, habe ich schon mein Bundesfreiwilligendienst absolviert. Also habe mich schon mit dem beruflichen leben auseinandergesetzt. Also ich bin 2,5 Jahre älter als sie. Trotzdem hat sie damals für Ihr Alter schon sehr reif gewirkt.
Nach dem Bufti Jahr habe ich auch schon 1 Jahr studiert, während sie noch ihr Abi gemacht hat. Sie hat nach ihrem Auslandsjahr jetzt ein mehrmonatiges Praktikum bei einem kleinem lokalen Fernsehen- und Mediencenter gemacht, bei dem sie wahrscheinlich auch die Ausbildung zur Mediengestalter für Bild und Ton machen möchte. Danach möchte sie Regie studieren. (Nur zur besseren Einordnung, damit du nicht immer vermuten musst ;P)


Zitat von Butterkrümel:
Auch wenn du vielleicht nicht weit weg gezogen bist (weiß ich natürlich nich ) und vielleicht jetzt auch noch Kontakt zu deinen Freunden in der Heimatstadt hast, dürften sich diese Beziehungen inzwischen auch verändert haben.


Bin nicht so weit von der Heimat weg. Sodass ich auch fast jedes Wochenende nach Hause gekommen bin, was sich jetzt aber ändern könnte. Bei den Beziehungen zu meinen Freunden hast du teilweise recht. Aber bei meinen engsten Freunden, würde ich behaupten, hat sich nichts verändert. Ansonsten hat man natürlich auch Kontakte vernachlässigt, ganz klar.

Zitat von Butterkrümel:
Sie hat sich von dir weg entwickelt.


Das halte ich durchaus auch für eine Möglichkeit. Hätte es sogar gut gefunden, hätte sie es so formuliert. Ich meine, dass "Ich kann dir nicht das geben was du verdienst" nur eine Floskel ist, um den anderen nicht zu verletzten, ist mir auch bewusst. Normalerweise weiß sie auch, dass ich ein sehr rational denkender Mensch bin und eigentlich einen logischen Grund brauche.
Danke dir auf jeden Fall bei der Suche eines logischen Grundes dafür, dass Schluss ist - das ist mir nämlich sehr wichtig.

Zitat von Butterkrümel:
Ich denke, du machst es genau richtig. Konzentriere dich auf dich, und dein Leben. Auch für dich hat eine neue Lebensphase nach dem Abitur begonnen und du machst in deinem Studium ganz andere Erfahrungen. Du wirst sehen, mit der Zeit wird sich dein Fokus vollständig verlagern und irgendwann könnt ihr euch vielleicht noch einmal auf einen Kaffee treffen und gemeinsam über eure gemeinsame Zeit sprechen. Aber das würde ich erst einmal nicht überstürzen.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft!


Auch wenn für mich jetzt nicht unbedingt ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat, hast du bestimmt recht. Ich hoffe einfach, ich komme schnell über die ganze Sache hinweg. Also meinst du auf jeden Fall nicht auf den Kaffee einlassen? Ich würde nämlich schon nochmal gerne den richtigen Grund in Erfahrung bringen :S
Danke auf jeden Fall für den Zuspruch und die Tipps (:

19.12.2017 18:50 • x 1 #6


Lukas22


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Zitat von gastfrau1812:
Guten Tag,
ich denke das Wichtigste für Dich sollten Deine Gefühle und Erwartungen sein.Ob sie nun depressiv oder eine Drama-Queen ist weiß hier niemand. Aber Schluß machen und sich gleichzeitig wieder zum Kaffe verabreden etc......Tür auf / Tür zu.....bringt keinem von euch was.
Möchtest Du so eine Beziehung führen ? Vielleicht wäre es an der Zeit das DU die Regeln festlegst.
Alles Gute Dir.


Hallo (:
Dass sie keine Dramaqueen ist, kann ich dir zu 100% versichern. Eher das Gegenteil davon
Ob sie depressiv ist, da muss ich dir recht geben, dass weiß ich nicht.

Wahrscheinlich ist der Kaffee keine gute Idee, nur würde ich schon noch gerne den wahren Grund für ihre Trennung kennen. Das lässt mich dazu tendieren, mich darauf einzulassen. Aber ich muss gestehen, dass ich in diesem Fall nicht weiß was richtig ist.
Von festen Regeln in einer Beziehung halte ich generell wenig, aber ich denke ich weiß was du meinst...
Danke (:

19.12.2017 19:01 • #7


Ralf1


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Hallo Lukas!

Erstmal schön, dass du deine Geschichte hier mit uns teilst.

Tut mir echt leid was passiert ist ist echt sch. sowas aber so ist nun mal das Leben.
Tut mir auch Leid für dich, dass du dich für die Beziehung bemüht hast, und dann boom ist plötzlich alles vorbei (ich weiß wie sich das anfühlt, war bei mir auch so).

Kann ich mir gut vorstellen, dass es ein Schlag in dein Gesicht und in dein Hirn war

Auch toll, dass du so angemessen reagiert hast. Nicht jeder reagiert bei so einer Situation gelassen.

Bitte macht nicht den Fehler und bleibt Freunde. Freunde kann man nur bleiben wenn keine Gefühle mehr im Spiel sind und dies kann sehr lange Dauern! Manchmal sogar erst wenn du eine neue Freundin hast. Wenn du Freunde bleibst, dann machst du ihr die Trennung einfacher, und du bist derjenige der immer am meisten leiden wird. Und durchs Freunde bleiben kannst du dich nicht so einfach von deinen Trennungsschmerzen befreien.

Hmmm, vielleicht hättest du mit dem Löschen/Blockieren warten sollen bis nach dem Treffen aber egal.

Das aller WICHTIGSTE ist, um von einer Trennung schneller geheilt zu werden ist sich von der Person 100% zu isolieren! Das machst du richtig mit Facebook und co.! Du darfst aber auf keinen Fall schwach werden sondern Abstand halten von allem was dich an sie erinnern könnte! Auch nicht heimlich wieder auf Facebook&co schauen was sie gerade treibt, dies wird deine Heilung anhalten. Es wird schwierig werden aber du musst durchhalten. Und so wird es dir besser gehen.

Ich würde sie auf WhatsApp auch nicht blockieren sondern löschen, auch Chat Verlauf (kannste vielleicht vorher auf dein PC speichern, und verstecken) und Nummer löschen. Ich habe meine Ex anfangs Archiviert, aber trotzdem manchmal heimlich geschaut wann sie Online ist. Darum am besten voll und ganz aus dem Handy entfernen (schreibe ihre Nummer auf und verstecke es in deinem Haus irgendwo, für Notfälle).

Mache dir auch nicht allzu viele Gedanken über den Grund. Der Hauptgrund sind meistens immer die Gefühle. Und wenn diese nicht mehr da sind, dann ist es meistens das Ende einer Beziehung.

Du bist noch jung und hast noch so vieles vor dir. Gehe raus und Sammle noch mehr Erfahrungen, auch Erfahrungen mit anderen Frauen. Ich will dass du so viele Erfahrungen mit Frauen gesammelt hast, dass wenn du Heiraten willst, du so viele Erfahrungen hattest dass du weißt dass du die richtige Heiraten wirst! Und nicht gleich die erste Liebe. Mein Lieber, du brauchst diese neuen Erfahrungen unbedingt! Und die wirst du jetzt auch noch Sammeln.

Ahh, du willst nicht? Gut dann gehe ich zur nächsten. Du willst auch nicht? Gut die nächste Bitte. Immer so weiter, und du wirst schon bald eine neue Frau finden die zu dir passt und die deine Liebe auch erwidern wird. Deine Ex will nicht mehr mit dir sein? Gut, dann eben eine andere.

Wenn du dich unbedingt für ein Kaffee mit ihr treffen willst und du musst, und du das Gefühl hast du noch Fragen zu haben dann würde ich dorthin gehen!
Ich würde mich erst zu 100% Isolieren wenn alle Dinge für dich geklärt sind! Sodass du in Frieden Abschied nehmen kannst und du in denn nächsten Monaten nicht denkst ,,Oh man, ich hätte doch noch so viele Fragen an sie gehabt.

Zum Abschluss: Trennungen sind sch., Trennungen sind Schmerzhaft. Die ersten paar Wochen werden richtig hart für dich sein. Dein Körper ist auf Liebesentzug. So als wärst du auf D.r.o.g.e.n Entzug. Das wichtigste: Isoliere dich von ihr, und stalke sie nicht Online, alle Erinnerungsstücke wegpacken. Und dann fokussiere dich nur auf dein Leben. Sie ist nicht mehr ein Teil von dir. Was sie jetzt denken und fühlen könnte muss dir sch. egal sein.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft bei dieser schweren Zeit. Ich bin auch auf Liebesentzug wie du. Wir sitzen im selben Boot Freundchen.

19.12.2017 19:36 • x 1 #8


Lukas22


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Danke für deine Worte!
Super zu wissen, dass ich nüchterner einzige in der Situation bin und zu wissen, wie andere, die in der selben Lage sind, damit umgehen (:

Ich hoffe du kommst auch schnell über deine Ex hinweg und findest neues Glück

19.12.2017 22:05 • #9


Traveller

Traveller


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Hallo Lukas

die erste Beziehung zu beenden, das ist erst mal saftig. Aber du bist wirklich sehr souverän mit der Situation umgegangen bisher.

Auf den Kaffee sich zu treffen wäre ziemlich unsinnig. So bleibt das Fenster ja noch offen, und führt wahrscheinlich auch zu nichts.
Wenn du das Gefühl hast die wahren Gründe wollte sie dir nicht sagen, wird sie es wohl auch weiterhin nicht tun.
Und du wirst dich wahrscheinlich nur ärgern.

Dafür kannst du ja hier schreiben. Vermutungen anstellen und so weiter. Auf jedenfall gesund es sich von der Seele zu schreiben und nicht zu unterdrücken falls sich Gefühlsausbrüche und Verzweiflung anbahnt. Es geht auch nicht darum eine Trennung möglichst perfekt zu überstehen. Wollte ich nur erwähnt haben, da viele der Meinung sind sich dazu zwingen zu müssen an die Sache cool ranzugehen. Es aber normal ist, dass man erstmal zu kämpfen hat.

Also praktisch als kleine Ermunterung, dass du auch deine Gefühlswelt hier offenbaren darfst

19.12.2017 22:53 • x 1 #10


Lukas22


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@traveller:

Danke auch dir für dein Nachricht (:
Ich denke, sie würde mir die Gründe schon sagen. Dafür hätten wir echt ein zu gutes Verhältnis. Sie war nur emotional völlig durch den Wind und hätte wahrscheinlich auch ein schlechtes Gewissen ...
Aber irgendwie sollte mir der Grund auch gar nicht so wichtig sein, denke ich.

Ja ich weiß wohl, dass es nicht darum geht die Trennung möglichst perfekt zu überstehen. Allerdings ist es schon ziemlich schwer den Alltag zu bewältigen, wenn man sich immer nur auf die Trauer und den Schmerz einlässt. Als Schutzmechanismus versuche ich das immer so weit wie möglich aus meinen Gedanken fernzuhaltrn. Und ich denke, das ist auch gut für mich. Aber klar ich habe auch meine schwachen Momente, in denen ich an sie und die Erinnerungen denken muss ...


Update: Heute war die Gerichtsverhandlung

Als ich das Gebäude betrat, war sie noch nicht da. In der Zeit war ich ziemlich nervös und dachte drüber nach wie es werden würde sie wiederzusehen. Wie würde sie sich wohl verhalten? Wie würde es ihr gehen? Nach dem sie dann kam und zuerst falsch abgebogen war, erblickte sie mich und kam auf mich zu. Sie setzte sich neben mich. Wir begrüßten uns. Sie fragte noch einmal, welcher Saal nun genau richtig wäre. Ich antwortete Saal 1. Das war's dann auch mit unserer Kommunikation. Leider waren wir relativ früh dran und die Zeit schien in Zeitlupe zu laufen ...
Zu diesem Zeitpunkt ging es mir echt schlecht und es wirkte so, als ob es ihr echt gut gehen würde.
Naja die Gerichtsverhandlung stellte sich als ziemlich unnötig heraus. Nachdem der Schuldige befragt würde, fällte der Richter direkt ein Urteil. Die Zeugen wurden nicht mehr verhört. Der Richter entschuldigte sich bei uns und wir durften gehen.
Als ich dann noch Fahrtgeld beantragen wollte, folgte mir meine ex komischer Weise. Dann stellte sie selber fest, dass sie gar kein Fahrtgeldausgleich beantragen konnte.
Als wir dann beim Fahrrad waren, wartete sie extra auf mich. Dann fragte sie ob wir noch reden wollen. Dabei sah ich ihr an, dass sie kurz vorm heulen war. Was mir irgendwie leid tat :S
Ich antwortete, dass ich eigentlich keine Zeit habe, aber wenn sie noch unbedingt reden wollte, ich mich darauf einlassen würde.Sie lehnte ab. Wir wünschten uns noch einen schönen Tag und gingen wieder getrennte Wege.

Das ich gemerkt habe, dass sie anscheinend auch nicht so super mit der Situation klar kommt, hat in mir positive und negative Gefühle ausgelöst. Und ich denke, am Ende habe ich sehr souverän gewirkt und mir nichts anmerken lassen, obwohl es natürlich auch für mich nicht einfach war. Aber ich konnte und wollte mein wahres Gesicht (zumindest ihr gegenüber) nicht offenbaren.

20.12.2017 12:30 • #11


Ralf1


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Hallo Lukas,

ich denke, dass über die Beziehung nachzudenken besser ist, als sie zu verdrängen. Wenn ich die Gedanken zum Beispiel verdränge, dann kommen die so oder so stärker wieder hoch. Ich denke dann so oft und viel Daran, wie es mein Hirn möchte. Irgendwann langweilt er sich dann auch, wenn ich zu viel darüber Nachdenke und wird überangestrengt, und dann sind die Gedanken wieder weg.

Lasse deine Gedanken und Erinnerungen einfach zu ist zwar traurig und unschön aber das sind nun mal die Trennungsschmerzen/Entzug. Du wirst zwar häufiger noch an sie denken (sehr sehr sehr oft) aber diese Episoden werden immer weniger. Und du bist ja noch sehr frisch Getrennt. Dein Körper fängt erst an dich mit dem Liebesentzug zu quälen. Kopf hoch und die Schmerzen zulassen und aushalten. Ansonsten kann man nicht viel mehr machen. Oder du rennst bis zum Umfallen und danach wird es dir schon ein bisschen besser gehen.

Eine Trennung ist für beide Personen fast immer schwer, wenn nichts Schlimmes vorgefallen ist. Es ist für sie bestimmt auch nicht einfach, aber glaube mir, an der Situation (Trennung) wird sich momentan deswegen nichts ändern.

Meine Ex war auch traurig und hat geweint als sie die Trennung wollte. Hat es was an der Situation geändert? Nein gar nichts.

Am besten ist, du brichst denn Kontakt ganz und überall ab und versuche dich von deinem Entzug zu heilen, das geht nur wenn ihr keinen Kontakt habt.

Töte die Gedanken der Hoffnung, die gibt es aktuell nicht. Wenn sie es sich jemals anders überlegen sollte, dann wird sie dich schon Kontaktieren, aber hoffe nicht darauf.

Lehne dich zurück, denke nur an dich, und wenn sie zurück kommt ist es gut, und wenn nicht, dann auch gut.

20.12.2017 21:17 • #12


Lukas22


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Moin Ralf,

Die ersten paar Tage habe ich die Emotionen und Gefühle fast durchgehend zugelassen und sehr oft geheult. Aber wenn ich das die ganze Zeit zulassen würde, wäre ich nicht fähig meinen Alltag zu bewältigen und so geht es mir gerade eigentlich ganz gut. Klar habe ich ab und zu ml schwache Phasen, wo die Emotionen wieder rauskommen, aber generell finde ich die Verdrängungstaktik schon ganz hilfreich gerade. Es geht mir definitiv besser.

Zitat von Ralf1:
Eine Trennung ist für beide Personen fast immer schwer, wenn nichts Schlimmes vorgefallen ist. Es ist für sie bestimmt auch nicht einfach, aber glaube mir, an der Situation (Trennung) wird sich momentan deswegen nichts ändern.


Ne das sehe ich genauso. Also habe auch nicht daran geglaubt bzw. gehofft, dass sie wiederkommt. Und sollte sie zurück kommen wollen, werde ich auch nicht wieder eine Beziehung mit ihr eingehen. So eine Entscheidung trifft man nicht aus einer Laune heraus und wenn doch ist man nicht reif genug. Zudem hat es mich ja auch verletzt.


Mit dem gar nicht mehr sehen wird es aufgrund des gemeinsamen Freundeskreis und den Feiertagen relativ schwer werden. Ich will ja auch nicht komplett auf meine Freunde verzichten. Und meistens sind wir an Weihnachten auch noch bei ihr, weil sie am 25 Geburtstag hat. Dazu kommt noch Silvester, Neujahr. Ich bleib an den ganzen Tagen ja nicht alleine zuhause.

20.12.2017 21:38 • #13


Traveller

Traveller


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Zitat:
Die ersten paar Tage habe ich die Emotionen und Gefühle fast durchgehend zugelassen und sehr oft geheult.


denke nur nicht, dass Gefühle sich so leicht "abfertigen" lassen. Wenn wir Gefühle wirklich zulassen würden ohne sie zu bewerten (denn das ist das eigentlich negative an der Sache...wir selber bestimmen was negativ ist und was nicht) wären wir vermutlich schon nach so kurzer Zeit darüber hinweg.
Da du aber selber schreibst du verdrängst sie....je mehr man verdrängt desto schlimmer werden die Gefühle erfahrungsgemäß.
Irgendwann traust du dich dann gar nicht mehr die Büchse der Pandora zu öffnen.
Denn deine Gefühle sind auf jedenfall auf deine Aufmerksamkeit aus und je weniger sie kriegen, desto heftiger wollen sie.
Eigene Erfahrungen.

Seit ich weniger bewerte an Gefühlen, wird es schon etwas besser. Komisches Gefühl so gar nichts dagegen zu tun, aber hilft mehr als dieser Kampf gegen sich selbst. Ich finde eher das macht es schwer den Alltag zu bewältigen.
Räume der Trauer doch zumindest eine bestimmte Zeit am Tag ein.

20.12.2017 23:37 • x 1 #14


Lukas22


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Zitat von Traveller:

denke nur nicht, dass Gefühle sich so leicht "abfertigen" lassen. Wenn wir Gefühle wirklich zulassen würden ohne sie zu bewerten (denn das ist das eigentlich negative an der Sache. wir selber bestimmen was negativ ist und was nicht) wären wir vermutlich schon nach so kurzer Zeit darüber hinweg.
Da du aber selber schreibst du verdrängst sie. je mehr man verdrängt desto schlimmer werden die Gefühle erfahrungsgemäß.
Irgendwann traust du dich dann gar nicht mehr die Büchse der Pandora zu öffnen.
Denn deine Gefühle sind auf jedenfall auf deine Aufmerksamkeit aus und je weniger sie kriegen, desto heftiger wollen sie.
Eigene Erfahrungen.

Seit ich weniger bewerte an Gefühlen, wird es schon etwas besser. Komisches Gefühl so gar nichts dagegen zu tun, aber hilft mehr als dieser Kampf gegen sich selbst. Ich finde eher das macht es schwer den Alltag zu bewältigen.
Räume der Trauer doch zumindest eine bestimmte Zeit am Tag ein.


Deine Theorie am Anfang verstehe ich glaube ich nicht wirklich. Also wo es um die Bewertung von Gefühlen geht. Wenn du damit meinst, dass ich die Gefühle, die ich im Zusammenhang mit der Trennung habe, als "schlechte Gefühle bewerte", dann würde ich sagen liegst du falsch. Ich bewerte sie nicht als schlecht. Es ist okay, wenn man solche Gefühle hat. Sie zeigen einem ja auch, dass man fähig war zu lieben, was ich als sehr gut empfinde.
Nur für die Bewältigung der Trennung finde ich es halt nicht so förderlich, sich durch die Gefühle im Alltag komplett zu lähmen.
Seitdem ich mir hingegen bewusst mache: "Lukas es ist okay, dass sie Schluss gemacht hat. Sie war ein sehr liebenswürdiger Mensch für dich, doch jetzt hat sie die Gefühle verloren und sich getrennt. Es ist hard für dich, aber das leben funktioniert auch ohne Sie." seitdem wird es von Tag zu Tag besser.
Ich denke es ist sehr gut für mich mit rationaler Sichtweise an das Problem ranzugehen. Dadurch habe ich es auch geschafft direkt zu reagieren - direkt, alle Bilder & Erinnerungsstücke abgenommen und auf den Dachboden gepackt, sie bei sozialen Medien gelöscht und ihre Nummer blockiert und damit eben die KS eingeleitet. Ich kann dir versichern, dass ich das nicht hinbekommen hätte, wenn ich mich rein gefühlsmäßig auf die Situation eingelassen hätte.
Und naja sagen wir ich verdränge eher die Erinnerungen an meine Ex.

Ich denke auch, dass der Umgang mit einer Trennung ein sehr subjektiver, individueller Prozess ist. Wie du schon selber sagst, es sind deine eigenen Erfahrungen und dass es dir geholfen hat, deine Trennung zu überwinden indem du gefühle zugelassen hast, will ich dir auch gar nicht absprechen. Aber das es der perfekte weg für jeden ist, würde ich jetzt mal stark anzweifeln.

Und bisher scheint das Verlangen nach Bewältigung der Situation auch größer zu sein, als das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit meiner Gefühle. Falls sich daran aber noch etwas ändern sollte, werde ich es aber auf jeden Fall hier posten.

21.12.2017 13:24 • #15




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