Carlaa
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Das Schreiben geht sehr oft von ihm aus, aber es gibt oder gab eine neue Frau bei ihm, mit der er jetzt auch an seine speziellen Grenzen stößt (er schreibt sich mir gegenüber in Andeutungen sein Leid von der Seele).
Als wir uns jetzt einmal getroffen haben (es gab auch einen kleinen sachlichen Anlass dafür), behandelte er mich bewusst wie einen Kumpel und achtete darauf, keinen Alk. zu trinken. Wobei er mir auch lang nach dem Ende noch 6uelle Avancen gemacht hatte, auf die ich aber aus Selbstschutz nicht eingegangen war.
Ich muss dazu sagen, dass diese Sache mir den anhaltendsten Liebeskummer meines Lebens beschert hat - weil ich die Trennung selbst herbeigeführt habe. Immer wieder fragte ich mich: Musste das wirklich sein? Dennoch weiß ich: Es war richtig so, von ihm kam wenig, und mit der Zeit wurde es noch weniger. Am Ende sah ich die *beep* Panik in seinen Augen.
Nach dem Schlussstrich sah ich "ihn" ständig auf der Straße, sah ihn, wie er als alter Mann aussehen würde, sah ihn als Kind. Ich liebte und hasste ihn aus der Ferne. Bis heute im Grunde - obwohl ich versuche, mich auf Neues einzulassen. Wir haben keine großen Gemeinsamkeiten im Leben außer einer gewissen Sensibilität, die sich als Bindungs- bzw. Verlustangst äußert. Er bewegt sich in ganz anderen Milieus, das störte mich nie - ich war stolz, als ich in seiner Absturzkneipe Knie an Knie mit ihm dabeisitzen durfte.
Das ist drei (!) Jahre her.
Hab ich sie noch alle?
Jetzt kam die ganze Wut und Trauer wieder hoch und ich bin besessen von Ideen wie "ihm einen langen Brief schreiben, für den Fall, dass er nicht gemerkt haben sollte, dass ich ihn damals liebte und immer noch liebe". Oder: "ihn spontan zeitnah um ein weiteres Treffen bitten" und es darauf anlegen, ihn doch noch ins Bett zu kriegen. DAS war nämlich immer so toll mit uns.
Würde mir bitte jemand den Kopf waschen?
