Hallo mick,
ich finde das Thema, dass du angeschnitten hast, überhaupt nicht belanglos. Nachdem ich mich vor etwas mehr als 4 Wochen vom ersten Schock erholt hatte und mir zugestand über meine Gefühle nachzudenken, spürte ich unter anderem auch eine gewisse Rachelust in mir. Das was mein Mann und 'sie' mir angetan hatten sollten sie büßen. Ich hatte keine Ahnung wie, ich hatte nur dieses Gefühl in mir mich rächen zu müssen. Dieses Bedürfnis war nur von kurzer Dauer, es entspricht nicht meinem Wesen. Entstanden ist es vermutlich nur weil ich mich vor eine Situation gestellt sah, mit der ich für den Moment überfordert war. Und auf dem Weg, einen Umgang damit zu finden spürte ich neben anderen Gefühlen eben auch das der Rache in mir.
Eine 'Freundin' gab mir in einem kurz darauf folgenden Gespräch dann ungefragt Tips wie so eine solche Rache aussehen könnte, auch sie konnte nicht verstehen warum das für mich nicht in Frage kommt. Sie war im übrigen nicht die einzige die Ideen dieser Art hatte.
Ich sehe keinen Sinn darin mich an meinem Partner zu rächen. Es wird nichts ändern an dem was geschehen ist und wie es geschehen ist, ich muss für mein weiteres Leben einen anderen Weg finden damit umzugehen, etwas zu dem ich vor mir und dem was ich bin weiterhin bestehen kann.
Das Gefühl der Rache ist eine Art Agressionen abzubauen. Vielleicht hilft es jemand ein solches Szenario in allen Nuancen geistig durchspielen

, umsetzen sollte man es nicht. Aggressionen kann man auch anders abbauen, ich denke jeder weiß am Besten selbst was ihm da guttut.
Trotzdem geb ich jetzt noch nen Filmtip zum Thema ab

... passend dazu kommt nämlich heute Abend der FILM 'Die Teufelin' (20.15h - Kabel) im Fernsehen. Ich habe ihn schon mehrmals gesehen und bin mal gespannt wie er heute, 4 Wochen nachdem meine Welt mal so eben zusammengebrochen ist, auf mich wirkt. Aber ich bin zuversichtlich dass ich noch immer herzhaft über die Rachegelüste von 'Ruth' lachen kann!
lilac