tsf24091969
Gast
ich bin hier auf das Forum gestoßen und hoffe den einen oder anderen Tipp zu erhalten, der unserer Ehe mehr Innigkeit und Liebe zurückbringt.
Zuerstmal: Wer sind WIR?
Ich bin 42 Jahre alt - meine Frau ist 44 - wird kenn uns seit 15 Jahren und sind 14 Jahre verheiratet. Haben keine Kinder. Sind beide religiös überzeugt und engagiert. Unsere Ehe ist nicht unglücklich oder steht vor dem "Aus", sondern ich habe das Gefühl, dass es mehr ein "Nebeneinander" statt ein "Miteinander" ist.
Ursachen:
Ich habe durch viele Überlegungen in den vergangenen Jahren herausgefunden, dass es auf der Ebene der Kommunikation bei uns krieselt. Ich würde sogar sagen, dass da gar nichts zu richtig läuft. Da hat dann natürlich auch auf andere Gebiete des Ehelebens seine Auswirkungen. Als Hauptursache sehe ich darin, dass ich ein sehr "kopflastiger" Mensch bin (was durch meine Arbeit - in der IT-Branche als Anwendungsentwickler - noch stark gefördert wird). Ich bin analytisch und lösungsorientiert. Hinzu kommen eine direkte Vorgehensweise bei Gesprächen ("Guten Tag. Es geht heute um den Punkt .... Was machen wir dagegen?").
Im direkten (Problem)-Gespräch mit meiner Frau fällt es mir sehr schwer, die "passenden" Worte zu finden. So kommen auf der einen Seite die "Befürchtungen was passieren und wie sie es auffassen könnte" (Analyse halt) und auf der anderen Seite, das die Worte die ich dann sage unter Umständend auch falls verstanden werden könnten.
Bei Personen, die nicht meiner Frau sind, habe ich weniger das Problem mit den passenden Worten. Mit diesen Menschen lebe ich ja nicht 24 Std. zusammen und liebe sie nicht - d.h. ich will meiner Frau nicht wehtun (ich bin da sehr harmoniebedürfig).
Ziel:
In einer Ausarbeitung zu dem Thema "Glückliche Ehen" wurde folgender Satz gesagt: "... Glückliche Ehe entstehen, dass beide sich körperlich und emotional einbringen. ..."
Wie schon geschrieben, wir fühlen uns glücklich - wir lieben uns. Selten mal Unstimmigkeiten oder Streit. Sind gern und häufig zusammen. Reden auch miteinander (wie war der Tag - wie war deine Arbeit/Hobby). Also was das "körperliche" betrifft läuft schon einiges. Nur was das "emotionale" betrifft, gibt es Defizite - gewaltige.
Ich möchte das kurz an einem Beispiel festmachen: Es gibt seit Jahren ein Thema, daß mich "belastet" - meine Frau aber irgentwie nicht. Sämtliche Gespräche in die Richtung werden von mir initiiert und enden meist in dem Ergebniss einer "peinlichen Stille" (Ihre Antworten: "Ist halt so" oder "Weiß auch nicht" oder "Ja, mal sehen" oder ähnliches). Auch sämtliche Versuche sie zu Aktionen anzuregen schlugen fehl (Vorschlag: "Denk bitte mal drüber nach. Wenn du es getan hast, dann sprech mich an")
Frage:
Welche Methoden, Hilfsmittel, Literatur, Foren und/oder Links geben weiteren Aufschluss darüber, wie ich mich als Mann mehr emotional einbringen kann. Mir ist schon klar, dass es da kein Patentrezept geben wird. Aber ich denke, dass durch die Art der Gesprächsführung, so wie ich es tue, sehr häufig total falsche Signale gesendet werden, ohne dass ich dass überhaupt mitbekomme. (Ich spreche das Problem an, was mir auffällt. Ich will die Ursache, die ja total wo anders liegt, herausfinden. Meine Frau meint aber, es geht NUR um DAS PROBLEM.)
Und noch etwas: Seit circa 6-8 Wochen hat sich meine Frau in einer Hinsicht verändert. Ist liegt mit dem Zeitpunkt zusammen, dass sie eine total stressige Verpflichtung, dir ihr viel Zeit, Geld und Nerven gekostet hat, aufgegeben hat.
Kurz danach begann sie mir immer ausführlich und detailreich zu berichten, was ihr passiert ist (Entweder auf Arbeit oder bei ihrem Hobby). Sogar gestern, als wir zusammen eine DVD geschaut haben und wir wegen einem Bedürfnisses kurz angehalten haben, hat sie, statt dass wir weiter geschaut haben, bestimmt 20 Minuten erzählt und berichtet.
Ich höre ihr immer zu. Stimme zu, was sie sagt. Äußere auch hin und wieder meine Meinung.
Es war wieder nichts tiefgehendes wie über Gefühle oder so, sondern nur, was ihr an der Arbeit passiert ist und sie die nächsten Wochen als Urlaubsvertretung erwarten mag.
Frage: Was passiert grad - was wäre richtig zu tun? Was sollte mein nächster Schritt sein?
Es ist mir wichtiger denn je - und die Antworten hier haben mir den Mut gegeben, dass wir es doch schaffen könnten. Was fehlt ist nur noch, dass sie es auch will und mitmacht.
Ich habe erhlich gesagt große Angst um meine Ehe - nicht nur seit heute - schon ein geraume Zeit. Manche Ehe zerbrechen so "plötzlich" - ich möchte nicht, dass dies meiner Frau und mir passiert
Vielen Dank für die Beiträge. Ich werde zeitnah drauf antworten wenn noch Fragen offen sind. Sollte es sich um privatere Details handeln, würde ich per PN antworten.
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