Zitat von NineNinchen: Er sagte er würde sich sonst trennen, weil er unbedingt Familie möchte.
Macht mich das böse!
ERPRESSUNG nicht eine Frage stellen, nenne ich das.
Ich bin mir sicher, dass du schon vorher deine Grundeinstellung kommuniziert hast.
In 8 Jahren kam das Thema sicher mal.
Zitat von NineNinchen: aber die Erkenntnis das heiraten nichts für mich ist, die nehme ich mit.
Zumindest nicht mit einem BWK.
Mit einer gesunden, echten partnerschaftlichen Beziehung würdest du vielleicht nicht so denken. Aber hier warst du schon
unfreiwillig jahrelang Mutter, Pflegerin, Wunscherfüllerin, Versorgerin bevor du körperlich Mutter wurdest.
Zitat von NineNinchen: Bin ja nicht unschuldig. Hätte mal meinen Kopf einschalten können.
Wer rechnet damit?
Deine Vorstellung von Partnerschaft ist gesund, seine gelebte Form günstig für ihn und das war es.
Zitat von NineNinchen: seiner Wortwahl war ("Ich vermisse dich ein bisschen."),
Ist doch alles gesagt.
Er vermisst
nur ein bisschen.
Vermutlich die Pflege und die Sorglosigkeit, weil "Ninchen macht das schon"
Zitat von NineNinchen: Seit September springt er umher, will Nähe aber keine Verpflichtung oder sich festlegen.
Warum soll er sich festlegen? Aus seiner Sicht, ist alles gut.
Du springst, reagierst wie gewünscht, alles läuft prima. Okay, er vermisst das große Lob für seine Leistung. Die große Dankbarkeit und den roten Teppich.
Zitat von NineNinchen: Er sagte mir letztens er habe das Gefühl, es wäre wieder wie kurz vor der Trennung, dass er tut und macht und mir nichts reichen würde.
🤬😤Ja komisch, ne, seine Bemühungen sind ja auch genauso halbherzig.
Und wieder den schwarzen Peter bei dir parken.
Tief in dir drin, weißt du das genau, da sind auch noch die Bilder seine Taten und deine Gefühle bei der Trennung tief vergraben und genau das macht dich in dem Moment sprachlos.
Seine verworrenen Worte verdrehen praktisch deine Erinnerung, Empfindungen aus der Zeit.
Plus, deiner tief verwurzelten Hoffnung, da ist doch Potential, man muss nur Geduld haben und eine Hand reichen.
Nö, muss man nicht, sonst hält man die Hand ewig hin.
Ich glaube nicht, dass er nicht weiß, wie er agiert und die Worte wählt.
Zitat von NineNinchen: er sich doch für mich entschieden hat und im gleichem Atemzug das mit dem Kinderwunsch aussprach und sich ggf. doch zu trennen. Das hat meine Verlustängste enorm gekitzelt.
So eine Aktion zeigt das, finde ich, deutlich.
Zuckerbrot und Guillotine in einem Satz.
Ich hab mich für dich entschieden, aber nur wenn du tust wie ich es will.
Richtig, Verlustängste schüren, mit Absicht.
Und genauso der Satz, er fühlt sich jetzt wie vor der Trennung....
Wieder Ängste entfachen.
Sorry, wenn ich ältere Zitate genutzt habe.
Aber ich sehe die Wiederholung.
Hoffnung bei dir schüren, Nettigkeiten einstreuen, ein bisschen Tränen, ein bisschen Zuwendung und Freundlichkeit, ein bisschen Engagement (aber bloß nicht zu viel), sehen dass du darauf anspringst, und wieder die Guillotine im Hintergrund aufbauen.
Ebenso wie das Geschwafel über Frauen, die ihn toll finden, beim Date mit dir.
Alles nur um dich brav und ruhig auf der Ersatzspielerbank zu halten.
Wenn du lieb genug bist, darfst du auch mal mitspielen. Wenn nicht bist du für die nächsten Spiele gesperrt.
Mein Gefühl, er hat das früh gut erlernt, und du wurdest schon im Elternhaus darauf konditioniert.
Letzteres war ja auch in deiner Therapie Thema.
Ich glaube auch fest, er hat vor 1 Jahr damit gerechnet, dass du brav einknickst und der Eltern WG vor lauter Verlustangst zustimmst.
Das muss ein Sturz aus den Wolken gewesen sein, dass du tatsächlich ausgezogen bist.
Deswegen sah er vermutlich auch keinen Sinn darin, seine Sachen zu packen. Du machst ja eh nicht ernst.
Du wächst gerade, setzt auch deinen Eltern mehr Grenzen.
Setze sie doch bitte auch bei ihm, ohne seine Zustimmung.
Das Ultimatum kannst du besser dir stellen, wie lange du dir das noch bieten lassen willst. Nicht ihm.
Er hatte 1 Jahr Zeit, das Ultimatum an ihn, hast du schon mit Einzug in die neue Wohnung gesetzt. Nur hat er dich nicht ernst genommen.
Auch jetzt nur halbgar.
Zitat: als ich meinen Standpunkt ähnlich klar geäußert habe gemeint ich sei krass, ein echt harter Hund. Und er bewundere wie sicher ich mit allem sei. Er hat verstanden, dass die Zeit abläuft
Das war kein Kompliment. Und auch keine Bewunderung.
Er weiß, dass du kein harter Hund bist.
Und das es dich treffen wird, weil du ein empathischer, liebevoller, emotional gerader Mensch bist.
Zitat: Aber ich bin kein harter Hund. Jedenfalls nicht zu den Menschen die mir etwas bedeuten.
Er liest dich wie ein Buch.
Zitat: Ich müsste meine Schuldgefühle mein Mitleid ihm gegenüber abstellen. (Wenn er weinend....) Anmerkung: Klammertext nicht wörtlich zitiert, ist verloren gegangen.
Und auch das weiß er ganz genau.
Und nutzt es.
Irgendwann, wird dieses angebliche Kompliment mit Bewunderung gegen dich verwendet. Als Argument warum xy nicht funktioniert mit ihm, wenn er liefern müsste und sein fehlendes Engagement kritisiert wird.
Ich hätte noch so viel, aber ich möchte dich nicht weiter in den BWK Verteidigungsmodus bringen.
Grab lieber den Anfang dieses Themas aus, versuche es als ein Thema eines anderen Users zu lesen. Vielleicht helfen Notizen in der 3. Person dabei. Nicht mein Mann und ich, sondern sie und er.
Mir hat es geholfen, alte Nachrichten/WA Verläufe/ Briefe die ich entworfen hatte, Gedanken die ich in der dunkelsten Stunde notiert hatte, mit Abstand zu lesen. Bei sehr vielen Äußerungen, Handlungen fiel der Groschen/Cent erst da, was denn tatsächlich gemeint war/der Zweck war.
Das ich nach Trennung(egal wer sie ausgesprochen ha) dazu neige seichte Filme oder Serien zu sehen (Ja auch die Genannte) sehe ich als Belohnung für die Seele/Körper.
Lieber Serotonin, Endorphine und Co. durch schöne Bücher, Serien, Filme, als durch Schokolade o. ä.
Nicht noch zum Drama, Mord und Totschlag, Krieg und Zerstörung oben drauf.
Manchmal ist kitschig, übertrieben einfach gut für den inneren Frieden, auch wenn völlig klar ist, es ist nicht real.
Schönes We. Und führe das Kleid am We noch einmal aus. Belohnung ist so wichtig.
😉