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Partner trennt sich nach 6 Jahren wegen Depressionen

Neki85

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Hallo an Alle. Ich bin neu hier. Ich suche einfach einen Weg mit meinen Gefühlen und diesem unerträglichen Liebeskummer klar zu kommen.

Deshalb dachte ich mir vl sollte ich mal auch meine Geschichte niederschreiben.

Ich bin 35 Jahre alt und habe 2 Kinder aus erster Ehe. Ich habe dann vor 7 Jahren einen neuen Mann kennengelernt und nach einiger Zeit auch lieben gelernt. Wir haben uns super verstanden die über, er hat meine Kinder vollkommen ins Herz geschlossen gehabt und wir sind auch zusammen gezogen. Es war einfach wie eine Seelenverwandtschaft. In diesen 6 Jahren Beziehung hatten wir nur ein einiges mal eine Auseinandersetzung. Somit war wirklich alles perfekt.

Dann versetzte ihn seine Chefin in die 3 Schicht die er bereits seit über 1,5 Jahren konstant machen muss, da es niemand anderen mehr gibt der qualifiziert ist diese Arbeit zu machen. Er hatte finanzielle Probleme da er eine Firma hatte die in Konkurs gegangen ist und somit war er auf die Arbeit und die gute Bezahlung angewiesen. Jedoch merkte ich dass er nach etwa 1 Jahr konstant Nachtschicht arbeiten nur noch ausglaugt, lustlos und lieber nur daheim hocken würde. Ich habe ihn öffter darauf angesprochen aber er verschloss sich und meinte nur das wird schon wieder er ist nur erschöpft von der Arbeit.

Nun vor 1 Woche sagte er plötzlich. Er kann das alles nicht mehr im geht es psychisch nicht gut, er ist unglücklich in der Beziehung und könne auch plötzlich nicht mehr akzeptieren dass ich Kinder habe. Er sagte er braucht Zeit für sich um alles aufzuarbeiten und zum Psychlogen zu gehen denn er kann es nicht mehr länger in sich reinfressen.

Für mich war es wie ein Blitzeinschlag, mit dem ich nicht gerechnet habe. Dass es ihm nicht gut ging merkte ich aber dass er plötzlich die Trennung will und nicht gemeinsam versuchen will dafür was zu tun, das traf mich ungemein. Ich fragte in ob er mich liebt und er sagte darauf momentan wisse er es nicht, denn momentan geht es ihm so schlecht psychisch dass er garkeine Gefühle oder Emotionen einordnen kann.

Er holt seine Sachen und zog zu seiner Mutter. Er entschuldigte sich 1000 mal und dass ich absolut keine Schuld hätte, es liegt nur an seinem psychischen Zustand und so wie es ihm jetzt geht kann er es mir und den Kindern nicht zumuten. Ihm geht einfach nur alles auf die Nerven und er will Ruhe und allein sein. Meinte aber wir bleiben ihn Kontakt denn er möchte keinen kompletten Kontaktabbruch.

Ich habe sehr damit zu kämpfen. Meine Trauer ist einfach unbeschreiblich. Ich ich weiss garnicht wie ich damit umgegen soll. Was soll ich tun? In versuchen zu vergessen? Oder braucht er mich jetzt mehr denn je? Ich weiss einfach nicht wie es weiter gehen soll. Kommt er wieder zu Besinnung und will vl doch dass wir gemeinsam durch diese schwere Zeit für ihn gehen? Ich weiss nichts mehr.

Sorry der Text ist jetzt etwas langeworden aber vl hat jemand von euch selbe Erfahrungen gemacht und hat vl paar gute Ratschläge parat wie man in so einer Sitation am besten handelt.

Danke Lg

19.01.2021 11:06 • #1


hojaki


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@ TE

9:45 deine Geschichte und jetzt 10:15 die selbe.

19.01.2021 11:17 • #2



Partner trennt sich nach 6 Jahren wegen Depressionen

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Neki85


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Zitat von hojaki:
@ TE

9:45 deine Geschichte und jetzt 10:15 die selbe.

Ja sorry ich dachte der vorherige Beitrag hat nicht funktioniert mir hat es ihn nämlich nicht angezeigt

19.01.2021 11:20 • #3


Dennisderzweite


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Hallo Neki85,

ziemlich unglückliche Geschichte, die du da zu berichten hast. Das schlimmste an so einer Situation ist, dass man selber absolut machtlos ist und das Gefühl hat, nichts beeinflussen zu können. So wie du berichtet hast, fürchte ich dass es in der Tat keine andere Möglichkeit gibt außer ihm die Ruhe und den Abstand zu geben, die er braucht. Ich befand mich mal vor fast 9 Jahren in einer vergleichbaren Situation. So viel stress aufgrund meines Jobs, dass ich ein emotionales Wrack war. Ich wusste dass das Freunden und Familie negativ aufstieß aber ich konnte einfach nicht anders. Ich war kraftlos. Es hat seine Zeit gedauert bis sich das wieder eingespielt hat und kam in der Form zum glück auch nicht wieder weil ich aus eigener Kraft ein paar Dinge im Leben geändert habe.
Was ich damit sagen will ist: so wie es sich anhört ist das einzige was du tun kannst, wie oben beschrieben, Verständnis für seine Situation aufbringen und ihm nicht das Gefühl geben dass du dir wünschst dass er sich anders verhalten würde. Biete ihm an, für ihn da zu sein wenn er dich braucht, aber fordere nichts. Ich weiß, es ist verflucht schwer und auch unfair weil du nichts dafür kannst. Aber es besteht die reelle Chance, dass das eine vorübergehende Phase ist.

20.01.2021 09:05 • x 2 #4


Neki85


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Zitat von Dennisderzweite:
Hallo Neki85, ziemlich unglückliche Geschichte, die du da zu berichten hast. Das schlimmste an so einer Situation ist, dass man selber absolut machtlos ist und das Gefühl hat, nichts beeinflussen zu können. So wie du berichtet hast, fürchte ich dass es in der Tat keine andere Möglichkeit gibt außer ihm die Ruhe und den Abstand zu geben, die er braucht. Ich befand mich mal vor fast 9 Jahren in einer vergleichbaren Situation. So viel stress aufgrund meines Jobs, dass ich ein emotionales Wrack war. Ich wusste dass das Freunden und Familie negativ aufstieß aber ...


Danke dir für deine Worte.

Ich versuche jetzt einfach mal das Ganze zu verarbeiten und melde mich auch nicht mehr bei ihm. Habe ihm beim letzten Gespräch gesagt dass ich für ihn da bin wenn er mich braucht aber ihn nicht bedrängen werde.

Ich versuche mehr Sport zu machen mich abzulenken jedoch trotzdem meinen Gefühlen auch den Platz lassen.

Denke ich nur abwarten und mal sehen wie es sich entwickelt. Ich habe nur Angst wenn es zu lange dauert dass ich damit abschließe und vl auch selbst garnicht mehr zurück möchte.

Lg

20.01.2021 11:31 • #5


Happy-World

Happy-World


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Ich kann dich gut verstehen. Auch wenn es sehr schwer ist würde ich ihm nicht hinterher schreiben oder telefonieren. Freundlich aber mit Abstand, wenn ER sich melden sollte.
Auch wenn du denkst er würde dich vielleicht brauchen in dieser Situation denke ich wäre es falsch deine Hilfe aufzudrängen.
Schade das manche Menschen die Beziehung beenden wenn sie seelische Probleme haben ( abgesehen es hat was mit der Beziehung zu tun natürlich)
So hart es auch ist... kümmer dich um deine Kinder und Versuch stark zu bleiben ! Wir sind für dich da

20.01.2021 20:10 • #6


alleswirdbesser

alleswirdbesser


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Zitat von Neki85:
Hallo an Alle. Ich bin neu hier. Ich suche einfach einen Weg mit meinen Gefühlen und diesem unerträglichen Liebeskummer klar zu kommen. Deshalb dachte ich mir vl sollte ich mal auch meine Geschichte niederschreiben. Ich bin 35 Jahre alt und habe 2 Kinder aus erster Ehe. Ich habe dann vor 7 Jahren einen neuen Mann kennengelernt und nach einiger Zeit auch lieben gelernt. Wir haben uns super verstanden die über, er hat meine Kinder vollkommen ins Herz geschlossen gehabt und wir sind auch zusammen gezogen. Es war einfach wie eine Seelenverwandtschaft. In diesen 6 Jahren Beziehung hatten wir nur ein einiges ...

Hallo Neki, dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, bin also neu hier. Hatte bisher nur nicht die Kraft eigenes Thread zu eröffnen.
Mir ist Anfang Januar was ganz Ähnliches passiert und ich leider sehr darunter.
Mein nun Exfreund hat ebenfalls Depressionen, ist in Behandlung und war in einer psychosomatischen Reha. Es war alles gut bis kurz vor Ende seiner Reha. Als er zurück kam, war es vorbei mit unseren schönen Beziehung, bis zum Schluss hat er mir von Liebe gesprochen und dass unsere Beziehung nichts mit seiner Krankheit zu tun hat. Wir sind allerdings erst seit 2019 zusammen und ein Jahr nach dem kennenlernen bin ich mit Kindern zu ihm gezogen, alles aufgegeben und neu angefangen. Für ein paar Monate wie es sich jetzt herausgestellt hatte. Nun stehe ich da und weiß nicht mehr weiter.
Er hat wohl in der Therapie gemerkt dass meine Kinder und ich eine Belastung für ihn darstellen und eine Veranteortung , die er nicht mehr mittragen möchte. Er muss sich jetzt um sich kümmern und möchte mit leichtem Gepäck sein Leben weiter gehen. Nur noch sein Kind ist ihm jetzt wichtig. Er ist vor knapp zwei Wochen zu seiner Mutter gezogen. Es ist ein Schock für mich. Und seine Entscheidung steht 100%-ig fest. So viel zum Thema Depression, Reha und Therapie. Unsere Beziehung war weder schlecht noch unglücklich, das hat er immer beteuert, er war die treibende Kraft am Anfang, hat super viel Gas gegeben, mir die Sicherheit vermittelt, erklärt wie sehr er das Leben mit mir und meinen Kindern (plus sein Kind) möchte, er hat früh vom zusammenziehen gesprochen und mir zum Geburtstag den Hausschlüssel geschenkt. Das ist meine zweite Trennung und ich weiß nicht mehr, ob ich je wieder vertrauen kann.
Deshalb kann ich so gut nachfühlen wie es dir geht. Ich drücke dich ganz fest!

22.01.2021 16:39 • x 1 #7