Zitat von La_Li_Lu: Wir konnten über alles reden, wir teilten die gleich Werte und Anschauungen, hatten ähnliche Interessen und auch optisch war alles super. Er war aufmerksam, zuverlässig und ich hatte das Gefühl bei ihm kann ich ganz ich sein. Wir verliebten uns und wurden ein Paar.
Ab wann hat es sich denn verändert?
War es das Valentinstagding?
Zitat von La_Li_Lu: Ich war davor lange Single und meine letzte Beziehung endete wegen Betrug und Lügen. Dementsprechend viel es mir schwer zu vertrauen. Ich war 6 Jahre mehr oder weniger Single. Ich datet zwar viel aber konnte mich doch nie ganz einlassen
Wie lange war er Single, bevor ihr euch kennengelernt habt?
Zitat von La_Li_Lu: Er kam auch aus einer schlimmen Beziehung in der er betrogen wurde.
Jeder geht anders mit solchen Erfahrungen um und jeder verarbeitet unterschiedlich schnell.
Zitat von La_Li_Lu: Ich sprach das ganze einige Zeit später an und er erzählte, er halte nichts vom Valentinstag. man sollte sich auch so immer mal kleine Aufmerksamkeiten machen. Das tat er dann auch (brachte Blumen mit und ein gerahmtes Foto von uns beiden usw).
Das ist das was ich meine.
Er hat ne andere Ansicht als du. Das muss keine falsche sein.
Er findet ja Alternativen und versucht es dir auf seine Art zu zeigen. Wenn er aber immer nur gefühlte "Defizite" von dir aufgezeigt bekommt, dann ist es für ihn ja auch unfassbar anstrengend.
Zitat von La_Li_Lu: Dann kam unser erster Urlaub. Ich freute mich wie verrückt. Wir machten einen 2wöchigen Roadtrip.
Als wir losfuhren war er total distanziert. Er schien gestresst. Abends im Bett zog er sich zurück, schlief sofort ein. Kein kuscheln, kein S**. Nach ein paar Tagen kamen wir am Meer an und ich war total runter mit den Nerven. Ich verstand die Welt nicht mehr. Irgendwann brach ich in Tränen aus und teilte ihm meine Gefühllage mit. Er war total geschockt und entschuldigte sich für sein Verhalten. Er meinte, er hätte noch nie einen so großen Urlaub mit einer Frau gemacht und es überfordere ihn. Danach besserte sich sein Verhalten und wir hatten einen schönen Urlaub.
Wie gesagt, ich kann das sehr gut verstehen. Und unterm Strich war es Euer erster gemeinsamer Urlaub und du sagst selbst, ihr hattet am Ende, nachdem ihr gesprochen habt, einen schönen Urlaub.
Wie lange wart ihr zu dem Zeitpunkt bereits zusammen? War sein Sohn mit im Urlaub?
Ich bin ehrlich, dieses in Tränen ausbrechen ist auch nicht ohne und hätte bei mir an seiner Stelle ein schlechtes Gefühl hinterlassen.
Du hattest ne andere Erwartungshaltung von diesem Urlaub und wenn nix mehr geht, wird halt geheult. Unfair irgendwie. Jetzt mal überspitzt gesagt.
Zitat von La_Li_Lu: Er stellte seinen Sohn über mich. Ich sollte mich anpassen
Ehm, ja klar
🤷🏼♀Zitat von La_Li_Lu: Ich kann das Gefühl schlecht in Worte fassen. Es war als würde ich gegen eine Mauer rennen. Ich rufe und rufe aber niemand hört mich.
Aber immer wieder und wieder etwas "besprechen" wollen, wenn der andere in dem Moment nicht kann/möchte hilft einfach null und ist anstrengend.
Zitat von La_Li_Lu: Zwischendruch hatten wir natürlich auch gute Zeiten. Wir unternahmen viel zusammen, auch gemeinsam mit seinem Kind. Es war immer schön. Er war dann auch liebevoll, wir hatten schönen S**, kuschelten und waren ein richtig tolles Team aber dann gab es halt auch die andere Seite. Vorallem Urlaube waren schwierig weil er die ersten Tage immer super gestresst und distanziert war. Lies ich ihm dann seine Zeit wurde es besser aber an mir hinterließ das Spuren. Es fühlte sich nie richtig sicher an.
Aber ist es nicht das, worauf es ankommt?
Zitat von La_Li_Lu: Es war furchtbar aber ich hielt es einfach nicht mehr aus immer hinten anstehen zu müssen.
Das ist aber rein deine Wahrnehmung.
Alleine was du hier in deinen Beiträgen schreibst ist doch nicht alles negativ. Er lässt dich doch auch nicht links liegen (mal abgesehen von der kh-nummer, das geht halt einfach gar nicht, wenns so abgesprochen ist)
Zitat von La_Li_Lu: Er hat es aber nie ganz geschafft bzw. hat er lange nicht verstanden was ich meinte. Er spricht nicht viel über seine Kindheit bzw kann er sich an vieles nicht erinnern. Ich denke das war wirklich traumatisch. Von seiner Schwester weiß ich einiges darüber und ich war schockiert, wie sch. manche Eltern sind. Ich habe ihn jetzt zum ersten mal weinen sehen.
Du bist ja auch nicht seine Therapeutin?
Ist er sich seiner Themen denn auch so richtig bewusst? Also im Sinne von, dass er an seinen vermeidenden Anteilen arbeiten darf? Allein wird er es nicht hinbekommen. Ist er in Therapeutischer Behandlung oder offen dafür?