Cathlyn
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Da hilft es mir immer alles aufzuschreiben.
Könnt ruhig auch eure hier herein schreiben. Hilft echt, die Entwicklung zu veranschaulichen.
"Wenn ich Liebe, dann meistens ohne groß darüber nachzudenken, was es für Folgen mit sich bringt. Ich liebe einfach ohne darauf zu achten, was gut für mich ist oder nicht.
Ich gebe alles, erwarte aber auch mindestens soviel zurück und wenn ich das nicht erhalte, bin ich verletzt und ziehe mich zurück.
So und nun multiplizieren wir das ganze so oft wie es nur geht, irgendwann bin ich allem und jedem gegenüber so misstrauisch gegenüber, dass ich nicht erkenne, wenn es jemand Ernst mit mir meint oder nicht.
Und wenn dieser jemand dann die Gefühle die ich ihm entgegenbringen dann nicht so erwidert wie ich das erwarte bzw. Er sich nicht so ausdrücken kann (worüber aber ich in dem Moment nicht nachdenke) fühle ich mich verunsichert und fange wieder an mich zurück zu ziehen.
Derjenige denkt sich dann, was habe ich falsch gemacht? Nichts. Rein gar nichts hat er gemacht. Aber genau das ist es ja. Ich erwarte von einem Menschen den ich Liebe und mit dem ich in einer Beziehung bin mindestens genauso viel zurück zu bekommen wie ich gebe.
Oft neige ich auch dazu mich in etwas hineinzustürzen. Doch habe ich einmal erkannt was ich an dem Menschen habe, so Liebe ich ihn, wie maan so schön sagt "Bedingungslos".
Doch eine Bedingung gibt es, entweder ganz oder gar nicht.
Oft handle ich auch impulsiv, aber dass mag vielleicht auch an meiner Unerfahrenheit liegen. Trotz dieser "unerfahrenheit" habe ich schon oft gelebt und wurde mindestens genauso oft enttäuscht. Nennen wir es also eher Unsicherheit, statt Unerfahrenheit, Erfahrungen habe ich diesbezüglich schon viele gemacht.
Nun ist die Frage: Bedingungslos Lieben ohne jeglichen Verstand, wohlwissend aber, dass man sich wieder in etwas verennen kann. oder lieben mit Verstand, Rational denkend. Abwiegen, ob es passt oder nicht, sich den Kopf darüber zerbrechen ob es überhaupt klappt.
Ich bin vom Herzen her für Variante 1, vom Verstand her für Variante 2.
Warum nicht eine Mischung aus beidem? Kann mich nicht recht, entscheiden. Wohl auch, weil dieser Schreibfluss gerade nur meine Gedanken ableiten soll, von dem eigentlichen Problem.
Aber nur so kann ich wohl entscheiden, welches Lieben wohl das bessere ist.
Ich werde vielleicht die ganze Nacht hier dran sitzen, ohne überhauot zu wissen, was ich schreibe, geschweige denn zu einem Schluss zu kommen. Nur eines weiß ich jetzt schon, es wird nicht das letzte Mal sein."
Ich glaube tatsächlich, dass habe ich zu Beginn meiner damaligen Beziehung geschrieben.
Mein Herz wusste also schon damals, ich gebe zu viel, Erwarte zu viel und werde am Ende nur enttäuscht.
Hätte ich mal drauf gehört.
