Baerli
Gast
ich brauche mal ein paar Meinungen oder Ratschläge.
Von fast 2 Jahren haben meine Frau und ich uns nach 27 Jahren Beziehung und 15 Jahren Ehe mit einem gemeinsamen Sohn getrennt. In Kürze: Viel geredet, Haus verkauft, getrennte Wege gegangen.
Seit dem lebe ich alleine und meine Frau auch.
Schon des öfteren wollte ich nun die endgültige Scheidung einreichen. Habe es aber bisher nie geschafft. Momentan – so denke ich – ist da irgendwie immer noch ein Fünktchen Hoffnung das es doch irgendwie weitergehen kann – gleichzeitig blockiert mich das und macht mich am Ende einsam, da ich mich nicht auf was neues einlassen kann (und auch nicht will).
Vor kurzem habe ich meiner Frau gesagt, dass ich das nun endlich mal einen Schlussstrich ziehen will und die Scheidung einreiche.
Seit dem bemüht sie sich wieder um mich: ruft häufig an, fragt wie es mir geht, lädt mich zum gemeinsamen Essen ein und auch zu Ausflügen usw.
Ich habe das auch gerne mitgemacht, alleine um meinen Sohn zu treffen und mit Ihm zusammen zu sein – das Familienleben zu leben - und auch um zu versuchen mich drauf einzulassen.
Insgesamt ist das auch immer ein schönes, vertrautes Gefühl mit beiden zusammen zu sein.
Mittlerweile habe auch ich das Bedürfniss Sie anzurufen und tue das auch.
Allerdings stelle ich fest, dass ich meiner Frau einfach keine Nähe geben kann.
Sie berührt mich immer nebenläufig – aber ich kann das irgendwie nicht, gehe ihr aus dem Weg – so sehr ich aber sonst ihre Nähe geniesse.
Die Vorstellung mit Ihr Sex zu haben, geht gar nicht. Die Vorstellung mit Ihr alltägliche Dinge zu machen geht absolut und ist auch sehr angenehm..
Kurz: Ich weiß nicht mehr weiter, weil ich nicht mehr weiß was ich will.
Nochmal irgendwie Versuchen oder doch die endgültige Scheidung?
Womit geht es mir besser?
Einerseits möchte ich gerne wieder das Familienleben leben, weil es einfach schön ist.
Andererseits habe ich das Gefühl das geht einfach nicht mehr.
Habt Ihr einen Rat? Evtl. ähnliches erlebt?