Ex-Mitglied
Gast
kurze Einleitung, für einen besseren Kontext. Ich (bin Anfang 20) war mit meiner Freundin knapp 4 Jahre zusammen und haben uns davon 2 Jahre eine Wohnung geteilt. Hatten uns damals am Ende der Schulzeit kennen gelernt und sind dann gemeinsam in eine neue Stadt zum studieren gezogen. Die Beziehung lief eigentlich immer sehr harmonisch, es gab fast nie/sehr selten Streit. Im Sommer 2020, wollte ich die Beziehung beenden bzw. waren wir in einer Krise, weil ich der Ansicht war, dass wir zu wenig Gemeinsamkeiten hatten und zu wenig gemacht haben. Damals hat es sich aber unendlich falsch/viel zu schmerzhaft angefühlt die Beziehung zu beenden und wir haben es noch einmal versucht.
Es wurde dann besser und ich war eigentlich happy mit meinem Leben und unserer Beziehung auch. Sie bedeutet(e) mir als Mensch unendlich viel und ich verbringe so unendlich gerne gemeinsame Zeit. Vor ein paar Tageb hatte sie mir geschrieben, dass sich die Beziehung für sie nicht mehr so richtig gut anfühlt bzw. sie gerade sehr unzufrieden mit ihrem Leben ist (Uni online Lehre etc, Corona halt), aber sich eine Trennung auch soo unfassbar falsch anfühlt und sie am liebsten zu mir kommen würde und mir sagen, wie sehr sie mich liebt und in den Arm nehmen.
2 Tage später haben wir uns dann getroffen, weil sie noch im Urlaub war und es war schrecklich. Ich konnte es kaum aussprechen, dass es besser sei, dass wir uns trennen, weil wir ja schon mal an dem Punkt waren und eine Pause keinen Sinn macht. Das hat sich für uns beide so unendlich falsch angefühlt und sich herzzerreißend angefühlt.
Wir haben uns danach (30 Stunden ca) aber immer noch so verhalten, als ob wir eigentlich noch ein Paar sind. Also uns später auch in den Arm genommen etc. in der Nacht dann sogar im gleichen Bett geschlafen und am nächsten Tag mehrmals miteinander geschlafen. Dabei haben wir beide gesagt, dass es sich anfühlt wie ein schrecklicher Fehler zu gehen, weil wir uns beide so viel bedeuten und wir körperlich und auch psychisch schon einfach so gut passen wir haben noch sehr viel gekuschelt, geredet und vor allem immer wieder extreme Weinkrämpfe bekommen, wenn wir uns angeschaut haben und nichts verdrängt haben, weil alles so weh tat und sich die Trennung/Verlassen falsch angefühlt hat.
Am nächsten Abend als sie weg gegangen ist, fühlte es sich an, als ob eine Welt zusammen kracht und ein Riesen Fehler begangen wurde. Wir wollten nicht mal voneinander Abschied nehmen, so schwer war es. wir standen nur da im Arm und haben geweint.
Ja und jetzt bin ich einfach am Ende. Körperlich und mental. Von Weinkrampf zu Weinkrampf, mit dem Gefühl einen Fehler gemacht zu haben, dem Bedürfnis meine Ex-Freundin zu trösten, für sie da zu sein und irgendwie keine Ahnung. Alles ist einfach nur
Und dabei weiß ich nicht, ob es sich immer so anfühlt, weil es meine erste wirkliche Trennung nach so langer Zeit & Erinnerungen etc mit Wohnung Kann es einfach nur die Angst vor dem Alleinsein sein? Die Ungewissheit? Die Gewohnheit? Irgendwas stimmt ja scheinbar auch nicht, aber trotzdem "lieben"/bedeuten wir uns so unendlich viel, dass wir noch miteinander schlafen wollten, für uns da sein und es sich so unfassbar falsch anfühlt. Ich sitze einfach nur vor einem großen Scherbenhaufen und weiß nicht mehr was ich tun soll. Mental viel zu aufgewühlt, verwirrt und am Boden.
Danke an jeden, der sich meine Gedanken durchgelesen hat.
Liebe Grüße