Eine weitere (voraussichtlich letzte) Abschlussinfo zu diesem ThreadObwohl ich seit einigen Monaten nichts mehr im Forum geschrieben habe, so fühle ich mich diesem und den Menschen, die es ausmacht, verbunden. Mit diesem Beitrag möchte ich berichten, wie meine Geschichte, an deren Anfang die Frage "Should I stay or should I go” stand, ausgegangen ist bzw. in einem offenen Punkt wohl ausgehen wird:
Bei meiner letzten Wortmeldung (31.03.2020) konnte ich davon berichten, dass ich mit meinem Sohn im Haus geblieben bin, das es mir besser geht und die Hoffnung habe, dass sich die Ehe noch retten lässt. Seitdem ist einiges an Zeit vergangen und auch einiges passiert.
Zum Thema Bleiben (dürfen) oder nicht, kann ich sagen, dass es mir gelungen ist das Haus zu übernehmen und meine NF auszuzahlen. Der Weg dorthin war nicht leicht. Aber ich habe es letztendlich geschafft und kann jetzt sagen "Das ist zu 100% mein Haus”. Vorbei sind die Existenzängste, die an meinem Nervenkostüm gezerrt haben. Ich habe es mir aber auch nicht leicht gemacht herauszufinden, ob ich in diesem Haus wirklich bleiben möchte. Ob es mich nicht zu sehr an die schmerzliche Trennung erinnert und mich daran hindert ein neues Leben zu beginnen. Zum Glück hat die Zeit, die mir zur Verfügung stand, ausgereicht um diese Frage zu beantworten. Meine Antwort sieht so aus: Mehr als das Haus ist mein Sohn das Sinnbild für die Ehe, aus der er hervorgegangen ist. Wenn also das Abwenden von der Vergangenheit die Bedingung dafür ist eine neue Lebensphase beginnen zu können, müßte ich mich dann nicht auch von meinem Sohn abwenden?! Letzteres würde mir im Leben nie einfallen, warum sollte also das Haus dann ein Problem sein!?
Es mag sein das ich als "Single Dad mit Haus” auf dem Partnersuch-Markt schlechtere Karten hab. Ob dem wirklich so ist, muss sich allerdings erst noch herausstellen und ist für mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt zweitrangig. Denn viel wichtiger ist für mich die Tatsache, dass wir uns weiterhin gut verstehen (von ein paar generationsbedingten Rangeleien mal abgesehen.

) und das wir gesund sind.
Zu meiner Noch-Ehe kann ich leider nur berichten, das sich die Hoffnungen, die ich bei meinem letzten Beitrag noch hatte, nicht erfüllt haben und meine NF mittlerweile die Scheidung eingereicht hat. Der Gang zum Scheidungsrichter ist, wann immer das auch sein mag, nur noch eine Formsache. Rückblickend kann ich aber sagen, dass mir die Zeit des Hoffens den Übergang in das neue Leben etwas erleichtert hat. Denn man hat Zeit für das neue Leben eine gewisse Routine zu entwickeln und als Normalität wahrzunehmen. Natürlich tut es noch einmal weh, wenn die Hoffnung sich nicht erfüllt. Aber als ich das verarbeiten musste, ging es mir schon um einiges besser als zu Anfang der Trennung.
Zum Abschluss möchte ich allen Mut machen die noch am Anfang ihres schweren Weges stehen. Vielleicht kann meine Geschichte etwas Mut machen. Ich möchte mich aber auch noch einmal bei allen bedanken, die mir am Anfang geholfen haben die richtige Entscheidung zu fällen. In diesem Sinne, achtet auf eure Gesundheit und auf die Menschen die euch was bedeuten!