PaulSafari
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vielleicht könnt ihr mir helfen:
nach 7 schönen Jahren Ehe und mit 2 Jungs (4 und 6), dh. wir sind 'aus dem gröbsten raus', ist unsere Ehe kurz vor dem Ende. Grund sind eigentlich verschiedene finanzielle Sichtweisen und Lebenseinstellungen.
Sie ist sehr vermögend, wir wohnen Tür an Tür mit ihren Eltern, und ich habe vor der Ehe einen Gütertrennungs- und Erbschaftsverziechtsvertrag unterschrieben (weil meine Frau und ihre Eltern das so wollten). Ich habe all die Jahre mein Geld mit in die Beziehung, sprich: ihre Häuser und Wohnungen gesteckt. Und ich habe irgendwie darauf vertraut oder damit gerechnet, dass - sollte es zu einer Trennung kommen - ich schon 'ausreichend' ausbezahlt werde, um dann nicht von vorne anfangen zu müssen.
Das Thema kam durch einen weiteren Hauskauf, an dem nur meine Frau beteiligt werden sollte, auf den Tisch, und seitdem gehts mit der Beziehung bergab. Als ich anfing zu sagen, dass sie doch verstehen müssten, dass ich auch Sicherheiten aufbauen wollte für den Fall, dass wir uns trennen sollten, hat das niemand verstanden - im Gegenteil: mir wurde von der Schwiegermutter gesagt, dass ich auf nichts einen Anspruch hätte. Das hat mir ein Rechtsanwalt nach Durchsicht der Verträge auch bestätigt.
Ich bin aus allen Wolken gefallen. Bis dahin hatte ich mich in der Familie und mit meiner Frau 'aufgehoben' und geliebt gefühlt.
Ich wurde das Jahr über depressiv. Meine 'Familie' hat mir vorgehalten, ich solle mich nicht wie ein Opfer verhalten. Meine Frau sprach schon von ihrem 'Opfer-Freund'.
Ich habe mit einer Therapie angefangen und erstmal erkannt, dass ich mich tatsächlich wie ein Opfer verhalten habe und immer auf sie gezeigt habe. Tatsächlich habe ich diesen Vertrag ja auch unterschrieben.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mich schäbig behandelt fühle, und nur dann zur Familie gehöre, wenn ich den bisherigen Tanz mitspiele. Jetzt, wo ich Ansprüche anmelde oder einen anderen Weg mit 'meiner' Familie gehen will, bekomme ich Gegenwind.
Meine Frau hat natürlich in dieser Phase auch einen anderen Mann kennengelernt, mit dem sie - wenn er mal in München ist - 'flirtet', was auch immer das heißen mag, von unzähligen SMS, Emails und was weiß ich auch immer mal abgesehen. Und ich weiß, wenn ich ihr da einen Terz mache, rennt sie eher weg als wenn ich es gelassen nehme. Denn eigentlich bekennt sie sich zu mir, ist aber total wechselhaft. Einen Tag ist sie mir 'emotional wieder näher', an einem anderen Tag meint sie, dass sie sich innerlich schon getrennt hat.
Mir schwimmen die Felle davon. Ich geh öfters am Tag zum Heulen in den Keller oder fahr Auto, weil ich das nicht mehr ertrage. Ich will meine Jungs nicht verlassen, und ich hoffe immernoch, dass ich das Ruder rumreißen kann. Aber meine Frau in ihrer familiären und finanziell/materiellen Geborgenheit sieht meine Nöte nicht, schlimmer noch, sie sind ihr egal.
Trotzdem - wie kann ich mich in einer solchen Situation verhalten, damit ich nicht vor die Hunde gehe?