Zibbla
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nachdem ich den ersten harten Schmerz irgendwie überwunden habe (auch mit Hilfe dieses Forums) ging es mir wieder einigermaßen gut. Ich konnte einen relativ normalen Alltag entwickeln, mich irgendwie mit allem arrangieren und auch irgendwie wieder halbwegs konzentriert arbeiten. An den Gedanken, dass dieses Gefühl der Leere und das Gefühl innerlich tot zu sein noch eine ganze Weile bestehen würde konnte ich mich auch gewöhnen. Trotz aller Wiederstände in mir selbst habe ich von Tag 1 an eine strikte KS eingehalten. Nummer gelöscht, Verläufe gelöscht, Bilder, Gegenstände, Fotos (ob digital oder ausgedruckt) weggeschlossen, neue Wohnung, neuer Job, neue Umgebung und sie auch bei Facebook weit, weit weggeschoben (mit einer mir selbst auferlegten Prämisse, dass ich sie lösche sobald ich nochmal auf ihr Profil gehe). Die Zeit habe ich mir irgendwie vertrieben. Das was halt "Gestrandete" machen.... viel Arbeit.... viel Sport.... Viel Feierei.... viele Exzesse (Wovon ich mir einige hätte sparen können/sollen aber naja).
Das ganze ist jetzt schon zweieinhalb Monate her. Was heißt ich bin jetzt schon eine ganze Weile auf "Gefühls- und Seelenreha". Bin mittlerweile auch vermeintlich gut vertraut mit den Up`s und Down`s... dachte ich jedenfalls.
Doch vor gut zwei Wochen fing alles wieder an schlimmer und schlimmer zu werden. Ich habe zurzeit das Gefühl das ich alle Schritte die ich nach vorne gemacht habe nun wieder zurück gelaufen bin. Ich bin mittlerweile quasi wieder am Ausgangspunkt. Ich schlafe schlecht, esse relativ wenig, kann mich auf Arbeit nicht mehr konzentrieren und bin seelisch wieder das Wrack das ich seid dem Tag unserer Trennung war. Sie war tagsüber schon fast aus meinen Gedanken verschwunden und jetzt terrorisieren mich nicht nur wieder die ewigen Gedanken an sie sondern in den sowieso nur kurzen Nächten auch die bösartigsten Alpträume mit ihr in der Hauptrolle. Nachdem ich nun schon an dem Punkt war wo ich mir sagen konnte, dass das Leben schon irgendwie weiter geht bin ich jetzt wieder an dem Punkt wo mir alles einfach sinnlos erscheint. Warum überhaupt aufstehen? Welchen Sinn hat meine Arbeit? Kann es das Ziel sein so stumpf vor sich her zu Leben? Teils kommt mir das alles noch intensiver vor als direkt nach der Trennung. Ich war auf vieles gefasst aber das es wieder derart bergab geht hätte ich nicht gedacht. Ich gehe wieder und wieder das Trennungsgespräch inklusiver aller von mir selbstgedrehten Alternativenden in meinem Kopf durch und erwische mich auch ständig wieder einfach nur am hoffen und betteln das sie irgendwie wieder zurück kommt (was ausgeschlossen ist, was ich auch zu 100% weiß). Das man nach der Zeit jetzt nicht über jemanden hinweg ist den man tief und innig geliebt hat ist mir klar aber sollte ein derartiger Rückfall nicht langsam mal ausbleiben? So extrem hatte ich das nicht mal in den ersten Wochen. Nachdem ich auch halbwegs distanziert oder rational auf die Beziehung schauen konnte bin ich nun wieder an dem Punkt wo ich mir die Schuld auflade und mir selbst das Gefühl gebe sie vergrault zu haben. Soweit halt das mir stilles mitlesen nicht reicht und ich wieder meine innere Trauer und Enttäuschung hier festhalten muss.
Ich weiß es geht irgendwann weiter aber kann ich mir den nie sicher sein das ich seelisch wieder einigermaßen fest im Sattel sitze? Gefühle zur Bewältigung zulassen...alles schön und gut... aber doch nicht so oder? In meinen alten Threads steht neben den Infos zu meiner Trennung auch das man sich vllt in Therapie begeben sollt um wenigstens alles mal aufzuarbeiten... doch bis jetzt hatte ich bei der Suche um einen Platz noch keinen Erfolg. Das muss doch alles auch so zu bewältigen sein. Wie jeder Mensch habe ich auch schlimme Sachen erlebt.. ich schätze mich selbst auch nicht als labil ein.. umso erschrockener bin ich über meine Wesensänderung. Ist meine alte Person jetzt quasi "gestorben"?
Ich weiß nicht weiter....
Trotzdem liebe Grüße
)

