19

Soll ich den Kontakt zur Ex suchen oder Abstand halten?

Swift

53
2
35
Hallo,

Nachdem ich hier viel gelesen habe und mir das Gefühl nicht alleine zu sein geholfen hat,
schreibe ich jetzt doch auch einmal selbst meine Gedanken auf.

Ich (24) wurde am Dienstag von meiner Freundin (22) nach 2 Jahren verlassen. Es hat sich leider über einen etwas längeren Zeitpunkt angebahnt. Das Hauptproblem war die Enge. Wir haben zu viel Zeit miteinander verbracht und keine Freiräume mehr gehabt.
Es ging hauptsächlich von mir aus und hat sie sehr stark belastet.
Kurz zu mir um das besser zu verstehen. Ich habe seit längerer Zeit phasenweise psychische Probleme. Dazu gehören Verlustängste was sich durch Klammern äußert und auch Eifersucht sowie generelle Unsicherheit.
Als wir zueinander gefunden haben war ich einer stabilen Verfassung. Ich kam aus einer toxischen Beziehung die zu dem Zeitpunkt 5 Monate her war. Danach war ich in Behandlung und konnte mich selber sehr gut finden und wusste wer ich bin und was ich will.
Ich ließ mir sehr viel Zeit um mit ihr zusammen zu kommen und es dauerte dann nochmal 9 Monate bis wir offiziell ein Paar waren. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir sehr gut. Ich machte viel mit Freunden, nahm mir Zeit für mich und auch die Eifersucht und Unsicherheiten hielten sich in einem normalen Rahmen. Damals war sie es die wesentlich mehr Zeit mit mir verbringen wollte und ständig meine Nähe suchte. Auch war sie manchmal eifersüchtig.

Es war alles so wie wir es uns vorgestellt hatten und ich war glücklich endlich eine gesunde Beziehung führen zu können, was ich in der vorigen nicht geschafft habe.
Dann kam Corona. Lockdown. Kontaktbeschränkung. Wir waren beide bei mir Zuhause (studierten von Zuhause). Sie lebte bei mir und verbrachte jeden Tag mit mir. Es war für uns beide schön so nah zu sein. Im letzten Sommer als man sich wieder mit Freunden treffen konnte, tat ich das auch weiterhin. Ich ging abends zu Freunden, blieb auch mal länger weg und war sehr glücklich damit. Meine Freundin unternahm auch hin und wieder Sachen alleine, aber nicht so viel wie ich.

Dann kam der Herbst mit dem nächsten ewigen Lockdown und wir hingen wieder nur aufeinander. Zu Anfang verabredete ich mich noch, aber es wurde immer weniger. Ich zog mich zurück und vernachlässigte meine Freunde. Ich verfiel in alte Muster ohne es sofort zu merken. Dann im Frühjahr äußerte meine Freundin zum ersten Mal, dass es ihr zu viel sei und sie mehr Zeit für sich bräuchte. Sie bat mich mir wieder professionelle Hilfe zu holen und den Kontakt zu meinen Freunden wieder aufzunehmen um auch wieder eigene Interessen zu haben.

Nach anfänglicher Skepsis tat ich das auch und es wurde besser. Allerdings passte es mit der Therapeutin nicht sodass ich wieder mehrere Wochen nach einem neuen Platz suchen musste. Und da fing das Problem richtig an. Ich merkte, dass ich mich wieder komplett in alte Muster begeben hatte und dachte ich könnte es selber schaffen. Das tat ich aber nicht richtig und ließ meiner Freundin weiterhin kaum Freiraum.
Dann kam es, dass wir beide unser Studium abbrachen und einen Ausbildungsplatz suchten. Wir unterstützen uns und es fühlte sich nach einem Neustart an. Es gab eine Perspektive. Wir wollten richtig in einer gemeinsamen Wohnung zusammen ziehen und hatten viele Pläne. Die Probleme blieben trotzdem. Es ging dann eine ganze Weile gut bis zum Sommer. Kurz bevor im August die Ausbildung anfingen, fuhren wir gemeinsam in den Urlaub. Es war richtig schön unbeschwert und perfekt. Jetzt vor vier Wochen offenbarte sie mir, dass sie wirklich mehr Freiraum bräuchte und nicht mehr mit mir zusammen ziehen wollte. Für mich war das eine große Enttäuschung und wir stritten uns. Nach zwei Tagen versöhnten wir uns weil wir beide sehr heftig reagiert hatten und es eigentlich alles noch wollten. Wir wollten einige Dinge ändern zu denen es nicht mehr kam. Meinen neuen Therapieplatz bekam ich erst Anfang August, sodass dort noch keine Resultate kamen.

Sie verließ mich 4 Wochen später weil sie sich freier fühlen möchte und das Gefühl hat dies in einer/dieser Beziehung nicht zu können so wie es ist. Sie meinte es würde sich nichts ändern und sie hätte dafür keine Kraft mehr. Alle Gefühle, Träume, Vorstellungen und Gemeinsamkeiten sah sie bis zum Schluss und während der Trennung. Aber sie sieht keinen Ausweg als die Trennung und den Abstand momentan. Ich war am Boden zerstört, weil ich dachte wir schaffen es jetzt zusammen wenn wir die Ausbildung machen und eh weniger Zeit für einander haben.
Ich akzeptierte ihre Entscheidung aber relativ schnell, weil ich merkte, dass ihr Entschluss in dem Moment fest stand.
Sie übernachtete noch bei mir und fuhr morgens zur Arbeit. Dabei war sie sehr kühl und abweisend um sich selber zu schützen. Zum Abschied küsste sie mich (warum?!) lange und war dann weg. Danach hatten wir keinen Kontakt. Freitag holte sie als ich nicht da war einen Großteil Ihrer Sachen und schrieb mir nur, dass ich mich nicht erschrecken sollte wenn ich nach Hause komme. Ich antwortete nur knapp, "Danke habe ich gesehen ich wusste ja dass du kommst". Seit dem gab es keinen Kontakt. Was auch gut ist glaube ich.

Das Problem ist nun, dass ich mit der Sache noch nicht abschließen kann. Ich weiß, dass mein Verhalten und die Problem durch meine Krankheit entstanden sind. Und ich weiß auch, dass ich es schaffen kann wieder so zu werden wie am Anfang unserer Beziehung. Vor Corona. Und das sie sich bis zum Schluss auch alles mit mir vorstellen konnte, sogar über Zukunft und Träume mit mir sprach zeigt mir, dass sie die Beziehung auch irgendwie möchte aber nicht mehr jetzt kann.
Ich mache mir große Vorwürfe und habe das Gefühl alles kaputt gemacht zu haben.
Ich konzentriere mich auf mich, versuche wieder mehr an mir zu arbeiten. Habe den Kontakt zu meinen Freunden wieder aufgenommen und genieße die Zeit alleine und in Gesellschaft. Trotzdem wünsche ich mir eine Chance für uns weil die Beziehung so harmonisch in allen anderen Bereichen war. Wir haben so viele Gemeinsamkeiten,Gefühle und haben uns immer noch so viel zu sagen gehabt.
Nur der Freiraum war das Problem. Und da es an mir liegt und meiner Krankheit ist es ein Problem was man lösen kann, wenn ich kontinuierlich dabei bleibe und die Therapie weiterhin mache.

Meine Frage ist nun ob ich jetzt erstmal auf Abstand gehen sollte und mich wirklich nur auf mich konzentrieren soll. Oder ob ich ihr signalisieren sollte, dass ich an mir arbeite und meine Probleme angehe. Ich mache mir nicht all zu große Hoffnungen insgesamt aber ich möchte die Chance nicht vergeben und mich dafür auf ewig ärgern es nicht probiert zu haben.
Erst dachte ich an eine Kontaktsperre um mich zu distanzieren, abzuschließen und gestärkt, wenn dann noch gewollt, den Kontakt zu suchen. Oder sollte ich sie um ein Gespräch bitten und wenn ja wann? Oder einfach erstmal Abstand bekommen und dann selbstbewusster versuchen mich anzunähern. vielleicht merke ich in der Zeit auch, dass ich es gar nicht mehr möchte, aber ich glaube ich muss diesen einen Versuch machen um mir sagen zu können, ich habe alles nochmal versucht.

Wir passen so gut zusammen, das sagen wir beide und auch Außenstehende. Deswegen möchte ich einfach schauen ob es nicht doch einen Weg für uns gibt. Es steht sonst nichts zwischen uns, keine Verletzungen oder Beleidigungen.
Ich glaube an mich und dass ich mich ändern kann. Es ist eben keine Veränderung nach einer Trennung um jemandem zu gefallen. Ich mache das für mich, damit ich wieder ich selber bin und eine gesunde Beziehung führen kann wie am Anfang und bis zum Frühjahr unserer gemeinsamen Zeit. Ob mit ihr oder einer anderen Person. Dementsprechend geht es nicht darum, dass ich mich für jemanden verbiegen möchte.

Vielleicht musste ich mir das ganze auch nur mal von der Seele reden, aber ich hoffe eventuell auch die eine oder andere Anregung zu bekommen.

Gruß Swift

19.09.2021 19:50 • #1


BeLateAgain

BeLateAgain


115
3
101
Ich würde dir zu einer Kontaktsperre (vollständig - besonders die Social Media Aktivität meiden) raten. Nicht um irgendetwas zu bewirken, sondern um deinetwillen. Ich kenne das Gefühl, welches du beschreibst. Du möchtest nichts unversucht lassen, denkst ständig, dass deine Bemühungen nicht genug wären und du das Ruder mit irgend einer Aktion, Worten o.Ä. rumreißen kannst. Doch egal was du jetzt tun würdest, meiner Meinung nach würdest du sie damit nur weiter von dir stoßen. Ich habe selbiges erst vor kurzem erlebt, da ich einfach nicht wahrhaben wollte, dass es vorbei ist. Ich habe gekämpft, ohne zu merken, dass es sinnlos ist. Egal was ich getan hätte oder hätte sagen können - es hätte nichts gebracht. Weißt du Swift, der der sich trennt, muss sich melden. Sie muss merken, was ihr fehlt. Wirst du ihr fehlen, wird sie sich melden, da die Sehnsucht plötzlich größer als alles andere sein wird. Meldet sie sich nicht, dann hast du deine Antwort. Handle nicht aus Emotionen heraus, das wird nicht gut ausgehen. Dies ist ein psychologischer Aspekt. Wenn du nichts von dir hören lässt, wird sie im optimal Fall neugierig, wird wissen wollen wie es dir geht. Du darfst nicht bedürftig erscheinen und du gehst aktuell einen guten Weg, indem du auf dich achtest und etwas mit Freunden unternimmst. Da bist du vielen schon einen Schritt voraus.

19.09.2021 20:20 • x 2 #2



Soll ich den Kontakt zur Ex suchen oder Abstand halten?

x 3


Swift


53
2
35
Danke für deine Antwort. Du hast Recht, ich möchte nicht bedürftig erscheinen und ich möchte sie auch nicht umstimmen oder von irgendwas überzeugen. Ich wünsche mir, dass sie sieht, wie sehr ich mich auch verändern kann. Eigentlich weiß sie das, weil ich es schonmal in Ihrer Gegenwart geschafft habe. Und ich dachte, wenn sie merkt, dass es wieder so ist, kommt sie vielleicht an einen Punkt dem ganzen eine Chance zu geben.

Aber die Kontaktsperre auf Social Media durchzuziehen ist sehr hart. Irgendwie habe ich dann das Gefühl etwas zu verpassen und sie zu verlieren. Auch wenn das Blödsinn ist. Ich liebe sie immer noch so sehr und werde verrückt wenn ich daran denke, das alles für immer vorbei sein soll.

Aber ich schaue wirklich nach vorne und mache mein Ding auch wenn es schwer fällt. Ich glaube zwar nicht an Schicksal, aber wenn alles gut werden soll, dann passiert es und sonst passieren andere gute Dinge.

20.09.2021 03:03 • #3


BrokenHeart

BrokenHeart


5819
6322
Zitat von Swift:
Hallo,

Nachdem ich hier viel gelesen habe und mir das Gefühl nicht alleine zu sein geholfen hat,
schreibe ich jetzt doch auch einmal selbst meine Gedanken auf.

Ich (24) wurde am Dienstag von meiner Freundin (22) nach 2 Jahren verlassen. Es hat sich leider über einen etwas längeren Zeitpunkt angebahnt. Das Hauptproblem war die Enge. Wir haben zu viel Zeit miteinander verbracht und keine Freiräume mehr gehabt.
Es ging hauptsächlich von mir aus und hat sie sehr stark belastet.
Kurz zu mir um das besser zu verstehen. Ich habe seit längerer Zeit phasenweise psychische Probleme. Dazu gehören Verlustängste was sich durch Klammern äußert und auch Eifersucht sowie generelle Unsicherheit.
Als wir zueinander gefunden haben war ich einer stabilen Verfassung. Ich kam aus einer toxischen Beziehung die zu dem Zeitpunkt 5 Monate her war. Danach war ich in Behandlung und konnte mich selber sehr gut finden und wusste wer ich bin und was ich will.

weiter will ich gar nicht lesen ......

es gibt Menschen, die leben sich irgendwann auseinander gelebt haben, weil jeder eine andere Lebensvorstellung hat ...

20.09.2021 03:16 • x 1 #4


Swift


53
2
35
Danke für deine Antwort. Aber tatsächlich ist es so wie es auch unten weiter steht, dass wir eben keine komplett unterschiedlichen Vorstellungen haben. Vielleicht ist sie noch nicht so weit und braucht Zeit für sich um ihr Leben selbstbestimmt zu leben, ja. Aber wir haben uns definitiv nicht auseinander gelebt. Trotzdem danke für deine Einschätzung, ich glaube einfach, es ist mehr ein "Ich muss mich selber wieder finden und in der Beziehung funktioniert es durch den fehlenden Freiraum nicht momentan" bei Ihr. Das hat sie so auch ganz deutlich gesagt.

20.09.2021 04:27 • #5


Heffalump

Heffalump


19245
27283
Zitat von Swift:
Dementsprechend geht es nicht darum, dass ich mich für jemanden verbiegen möchte.

Du hast Dich ja nicht für Jemanden verbogen, du hast aktiv dafür gesorgt, das sie sich für Dich verbiegt.
Zitat von Swift:
Wir passen so gut zusammen, das sagen wir beide und auch Außenstehende.

Wo passt es denn? Wenn mein Partner mir nicht vertraut, eifersüchtig alles überwacht und bei Konflikten zum Klammeraffen mutiert?
Zitat von Swift:
Dazu gehören Verlustängste was sich durch Klammern äußert und auch Eifersucht sowie generelle Unsicherheit.

Das ist aber nicht ihr Problem. Sie durfte darunter leiden - und hat nun den Absprung gewagt. Starke Frau!
Zitat von Swift:
Aber wir haben uns definitiv nicht auseinander gelebt.

Deine Sicht. Sehr einseitig. Würde man Sie fragen, würde sie sagen, das sie froh ist, das es beendet ist. Weil zur Liebe gehört Vertrauen - und vertraut hast du ihr nicht.
Zitat von Swift:
ich glaube einfach, es ist mehr ein

Dein Glaube ist kein Wissen. Christen glauben auch ans Paradies und werden es im Leben nicht finden. Erst im Tod.

20.09.2021 04:39 • #6


Swift


53
2
35
Danke für deine klaren Worte. Aber ich denke trotzdem nicht, dass sie sich für mich verbiegen musste. Sie hat es lange mitgetragen und auch gefördert. Ich habe Ihr vertraut nur kamen meine Probleme immer so durch, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte. Sie hatte nicht das Gefühl, ich würde ich ihr nicht vertrauen. Für sie war das Problem, dass ich immer alles wissen wollte was bei ihr los ist. Das hat sie eingeengt. Insofern gebe ich dir Recht. Sie fühlt sich jetzt natürlich befreit. Aber trotzdem weiß ich, dass sie mich so liebt wie ich bin. Auch mit meinen Macken. Aber im Moment hat sie keine Kraft mehr gehabt mich weiter auf meinem Weg zu unterstützen. Was ich auch verstehe und nie erwartet habe.

Bei mir bleibt nur der Funken Hoffnung, weil ich weiß, dass ich anders sein kann. Und mich auch wohler fühle wenn ich anders bin und meine Problem im Griff habe. Und sie weiß das auch, denn sie hat mich so kennengelernt und sich in diese Person verliebt. Meine Krankheit hat mich übernommen und wenn ich es schaffe wieder diese Person zu sein, glaube ich fest daran wieder eine gesunde Beziehung führen zu können. Ob mit ihr oder jemand anderem. Die Frage ist nur ob sie dafür dann noch eine Chance sehen würde und sich darauf einlassen könnte. Aber das ist Zukunftsmusik über die ich jetzt glaube ich nicht nachdenken darf.

20.09.2021 05:58 • #7


Heffalump

Heffalump


19245
27283
Zitat von Swift:
und auch gefördert

Sie wird wohl versucht haben, deinen toxischen Ansprüchen zu genügen - und als es ihr nicht mehr möglich war...


Zitat von Swift:
Für sie war das Problem, dass ich immer alles wissen wollte was bei ihr los ist.

Das nennt man aber fehlendes Vertrauen

Zitat von Swift:
Aber im Moment hat sie keine Kraft mehr gehabt mich weiter auf meinem Weg zu unterstützen.

Warum muss man das? Normal hält der Partner sich selbst. Alles Weitere ist die Sahne auf der Torte

Zitat von Swift:
Bei mir bleibt nur der Funken Hoffnung, weil ich weiß, dass ich anders sein kann. Und mich auch wohler fühle wenn ich anders bin und meine Problem im Griff habe.

Die Einstellung ist gut. Dein zukünftiger Partner sollte nicht dein Therapeut werden, das kostet viel Kraft, die dann für das Führen der Beziehung fehlt.
Mir scheint, du hast ihr Energie abgesaugt.

Du hast geschrieben, deine vorherige Beziehung war toxisch - war es da ähnlich?

20.09.2021 06:06 • #8


Pinkstar

Pinkstar


6111
2
8324
Zitat von Swift:
Die Frage ist nur ob sie dafür dann noch eine Chance sehen würde und sich darauf einlassen könnte.

Morgen Swift,

du bist weiterhin noch viel zu sehr bei ihr. Ich kann dich zwar verstehen, aber erstmal solltest du wirklich nochmal mit Therapie ansetzen und an dir arbeiten, nicht für deine Exfreundin sondern für dich ganz allein!

Mit nur einer Therapie ist meist halt nicht geholfen. Also ist es sinnvoll, eine weitere Therapie zu besuchen.
Du bist auf dem richtigen Weg, aber gib dir auch Zeit und stürze dich nicht gleich wieder in eine Beziehung.

Ich wünsch dir alles Gute

L G Pinkstar

20.09.2021 06:08 • #9


Swift


53
2
35
Zitat von Pinkstar:
Morgen Swift, du bist weiterhin noch viel zu sehr bei ihr. Ich kann dich zwar verstehen, aber erstmal solltest du wirklich nochmal mit Therapie ...


Dankeschön für deine lieben Worte.
Ja ich weiß, die Therapie wird mir helfen. Ich muss lernen, dass ich die Therapie durchgehend brauche. Auch wenn es mir gut geht um zu reflektieren wann ich wieder abrutsche. Alleine schaffe ich es nicht. Das habe ich jetzt erneute gemerkt.
Aber es tut weh zu wissen, dass man sich dadurch alles kaputt gemacht hat.

LG Swift

20.09.2021 06:19 • #10


Swift


53
2
35
Zitat von Heffalump:
Sie wird wohl versucht haben, deinen toxischen Ansprüchen zu genügen - und als es ihr nicht mehr möglich war... Das nennt man aber fehlendes ...




Jaa in der vorherigen Beziehung war es ähnlich. Wenn auch mit anderen Voraussetzungen. Damals gab mir meine Freundin auch Gründe das Vertrauen in Frage zu stellen. Ich wollte es aushalten und klären. Rückblickend hätte ich damals eher die Reißleine ziehen sollen. Aber trotzdem sind die beiden Beziehungen auch von der Intensität nicht zu vergleichen.

20.09.2021 06:32 • #11


Heffalump

Heffalump


19245
27283
Zitat von Swift:
Aber trotzdem sind die beiden Beziehungen auch von der Intensität nicht zu vergleichen.

Wohl aber vom Ausgang.

Zitat von Swift:
Damals gab mir meine Freundin auch Gründe das Vertrauen in Frage zu stellen.

Vertrauen ist auch eine Vorschuss Sache. Gerade wenn man sich frisch aufeinander einlässt. Sie hatte ja vor dir auch ein Leben, das muss sie nicht wegen dir aufgeben.

20.09.2021 06:35 • #12


Heffalump

Heffalump


19245
27283
Eifersucht und mangelndes Vertrauen sind nicht beziehungsfördernd. Wirkt dann mehr als Gegenteil. Du bist nicht der Nabel dieser kleinen Welt, die du dir schaffst, wenn du Beziehungen eingehst.

20.09.2021 06:38 • #13


BeLateAgain

BeLateAgain


115
3
101
@Swift

Wir alle haben Ecken und Kanten, die wir beim Eingehen einer Beziehung mit einer Person akzeptieren. Den jeweils anderen dann aber plötzlich "mit dem Schleifgerät überraschen", führt zu Konflikten. Sie weiß ja von deinen Problemen. Sie wollte dich als Person, mit deinen Schwächen, dafür hat sie sich entschieden. Zum Thema Eifersucht kann ich dir sagen, dass es meiner Meinung nach dazugehört. Allerdings in schwacher Form, ohne den anderen zu verurteilen oder zu manipulieren. Und so ein bisschen "Drama" gehört auch irgendwie dazu. Jede Beziehung ist individuell. Doch gerade am Anfang hat man die Rosa-Rote-Brille auf. Man akzeptiert so viel, steckt ggf. auch oft zurück, nur um den anderen nicht zu verlieren. Dabei kann es passieren, dass man eine Tatsache völlig aus den Augen verliert. Nämlich die, dass man einfach nicht zusammenpasst, man unterschiedliche Vorstellungen vom Leben hat. Ich denke deine Ex Freundin hat für sich begriffen, dass die Sache zwischen euch, nicht das ist, was sie sich für die Zukunft vorstellt. Denn sonst hätte sie sich nicht getrennt. Es kann sein, dass der Kummer euch irgendwann wieder zusammenbringt. Doch auch da kannst du dir sicher sein, dass eine reparierte Schale, die zuvor zerbrochen ist, nie mehr die gleiche sein wird.

LG

20.09.2021 09:45 • x 2 #14


Swift


53
2
35
@BeLateAgain

Danke für diese Worte, auch wenn es weh tut das zu hören.
Du hast Recht. Manchmal denkt man man schafft es und es passt und merkt das es doch nicht so ist wie man dachte.

Das Problem was ich damit nur habe ist, dass ich mich wie zwei Menschen fühle. Einmal ist da meine Krankheit, die mich zu jemanden werden lässt hin und wieder der total anders ist. Und dann ist da mein Ich, dass genau diese Sachen nicht macht. Ich weiß dass die Probleme auch zu mir gehören und Teil davon sind. Und ich werde an mir arbeiten, dass sie mich in Zukunft nicht mehr so beeinflussen indem ich Therapien weiterführe auch wenn es mir gefühlt gut geht.

Nur wir hatten keine unterschiedlichen Vorstellungen fürs Leben. Wir haben gleiche Wünsche Ziele und Träume.
Nur, dass sie diesen Teil von mir nicht mehr auffangen konnte und wollte, weil sie bei mir nicht die Bereitschaft sah, meine Probleme einzugestehen und daran ernsthaft zu arbeiten.

Ich glaube ihr wenn sie sagt, dass sie sich immer noch alles vorstellen kann. Aber nicht mehr dieses Gefühl haben möchte nicht sie selber zu sein. Das kann ich auch gut verstehen und respektiere ihre Entscheidung.

Manchmal muss man aber auch sagen, dass eine reparierte Schale auch funktionieren kann glaube ich.
Vor allem wenn es keine Dinge gibt die zwischen einem stehen, da sie weiß, dass das was ich mache und sage nicht das ist was ich eigentlich denke.

Naja lange Rede kurzer Sinn. Die Situation ist jetzt so und ich kann daran nichts ändern bis auf mich zu ändern. Und das werde ich jetzt machen. Für mich um mir zu beweisen, dass ich wieder der sein kann der ich eigentlich bin und so sein kann wie ich mich mag.

LG und vielen Dank
Swift

20.09.2021 09:59 • x 1 #15



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag