Carla85
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Ich habe mich in diesem Forum gerade angemeldet, weil ich normalerweise zu wenig mit meinen Gefühlen und Problemen nach außen gehe. Selbst bei meinen Freunden oder meiner Familie fällt mir das oft sehr schwer. Ich versuche immer die Starke zu sein, die alles schafft und regelt. Jetzt, habe ich aber gerade einfach nur Angst. Da ich seit gestern aber befürchte, dass mich die Trennung viel Kraft kosten wird, möchte ich nicht nur ein Tagebuch für mich allein schreiben und wieder alles nur mit mir selbst ausmachen. Zusätzlich können meine Freunde und meine Familie meinen Noch-Partner nicht besonders gut leiden, natürlich würden sie mir eher gratulieren, wenn ich mich trenne, doch wir wissen ja alle, dass Beziehungsprobleme nie nur an einem liegen.
Ja, ich sage Noch-Patner, weil ich die Trennung noch nicht durchgezogen habe. Nach einer langen langen Zeit des Zweifelns und einer nicht enden wollenden Krise, kam es aber zu einer Situation in der letzten Woche, die mir klar gemacht hat, dass ich keine Hoffnung mehr habe, jemals wieder mit meinem Patner glücklich zu sein. Da nach 7 Jahren natürlich Konsequenzen mit der Trennung einhergehen, die sicherlich sehr stürmisch werden, versuche ich mich zunächst zu sortieren, um nicht ins totale Chaos zu fallen.
Wir wohnen zusammen, haben keine Kinder aber zwei Tiere. Die Wohnung ist seine und es ist auch seine Heimat. Ich arbeite in dieser Stadt Vollzeit, bin aber zusätzlich noch teilselbstständig in meiner Heimat. Ich habe mich dazu entschieden, zurück in meine Heimat zu gehen, da ich auch in beruflicher Beziehung keine Kraft mehr für die Zerissenheit habe. Außerdem ist dort auch meine Familie und meine Freunde. Hier habe ich zwar nette Arbeitskollegen aber ich glaube, es macht keinen Sinn hierzubleiben. Ich habe natürlich schon Angst, dass ich evtl. aus irgendwelchen Gründen weniger Aufträge bekomme und vielleicht schlecht über die Runden komme. Ich glaube, dass ist aktuell ein sehr großes Thema für mich, dass ich Angst habe irgendwie ins bodenlose zu fallen. Wisst ihr, was ich meine? Leider hat mein Selbstwertgefühl in dieser Beziehung ziemlich gelitten, dass ist auch der Hauptgrund, warum ich mich trennen möchte. Er ist davon überzeugt, dass ich ohne ihn nicht klar komme und ich scheine das ja auch irgendwie zu denken. In meinem Kopf ist im Moment ein riesiges Durcheinander. Ich versuche alles so gut wie möglich zu planen und da ist auch alles ganz klar und rational betrachtet eindeutig und dann kommen plötzlich überwältigende Gefühle, die mich verwirren und mir Angst machen. Ich versuche auch grade mal ohne eigene Wertung zu schreiben was ich empfinde. Ich fühle mich schuldig, schlecht, habe Angst und weiß aber dass ich hier raus muss, weil ich sonst kaputt gehe. Ich bin traurig und wütend auf mich, dass es so ist wie es ist und ich habe auch Angst allein zu sein, was für mich völlig neu ist. Was natürlich auch ganz normal ist, plötzlich sehe ich wieder die vielen guten Seiten an ihm und fühle mich wie ein Verräter, dass ich die Trennung plane. Wobei ich das schon in unserem letzten Urlaub schon gesagt habe. Das muss sich jetzt alles wahnsinnig egozentrisch anhören, aber ich glaube ich muss seine Perspektive gerade ausblenden, damit ich keinen Rückzieher mache, sonst wird das hier eine Endlosschleife.
Ich habe mir vorgenommen regelmäßig zu schreiben, weil es hoffentlich auch helfen wird, die Trennungszeit zu bewältigen und natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr auch eure Gedanken dazu mit mir teilt.