Zitat von Garibaldi:Im Übrigen könnte ich mir auch garnicht vorstellen, mit einer Frau in die Kiste zu springen, bei welcher ich wüsste, dass sie auch parallel durch andere Betten hüpft.
Bei diesem Konstrukt hüpft niemand nebenbei durch andere Betten. Das wird im Vorfelde ja deutlich kommuniziert und darum ist da ein Fremdeln nicht erforderlich. Wenns einer Seite nicht passt, geht man auseinander bzw. landet nicht mehr im Bett. Bisher hat das immer funktioniert und ein funktionierendes System bedarf keiner Änderung. Ich kann damit gut leben, die bisherigen betreffenden Damen auch und niemand verspürt Herzschmerz - weil das Herz ja gar nicht involviert ist. Sagte ich aber bereits schon.
Eine empathische Gefühlswelt - darauf lege ich keinen Wert mehr, den hat man mit Füßen getreten und wenn ich hier so die Geschichten lese, passiert das ja unentwegt, gerade in "Standardbeziehungen". Wir sind in unserer Zeit schon mehrere Schritte weiter, als wie Du befürchtest. Diese Erkenntnis habe ich im Laufe der vergangenen Zeit gemacht und mich angepasst. Die Umstellung war nicht leicht, aber hey - jeder Mensch ist doch lernfähig. Ich habe es gelernt und lebe es 100%ig konsequent aus.
Einsamkeitsministerium - tja, wer meint, das hilft. Mit einem hast Du recht: Wir haben bereits eine EGO-Gesellschaft. DA müsste, wenn überhaupt der Hebel angesetzt werden. Schau, es gibt Psychologen, Foren wie dieses, Kuren, Seminare, sog. Experten im Dating- und Beziehungsbereich usw usw. Was haben alle gemein? Sie verdienen fast alle damit Geld. Führt es zu Lösungen bei Herz- und Trennungsschmerz? Wenn man es realistisch sieht, kaum. Wie viele Menschen jammern noch jahrelang nach einer Trennung, Scheidung etc. herum - ich war selbst einer. Für Trauer, Wut und Enttäuschung, die Dir dann noch negativ beim Kennenlernen ausgelegt werden (hier haben ja einige geschrieben, ein No Go beim Dating ist, sich nicht über die Ex zu beschweren - klar, die verdient eine Medaille für ihren Betrug, nicht wahr? - Ironie off), ist kein Platz. Es muss ja immer weitergehen, mit dem gleichen Ergebnis- wenn man bei den Standardbeziehungen bleibt. Ich hatte irgendwann keine Lust mehr darauf - aber immer noch Lust auf Lust. Die hole ich mir zeitweise, wann, wo, mit wem und wie ich möchte.
Zitat von willan:Naja, wenn er das so für sich möchte, es auch genauso kommuniziert und Frau(en) findet, die mitmachen, ist das doch in Ordnung.
Wie schon gesagt, diese Form von Beziehung, die ich führe, wird sich über kurz oder lang in dieser Zeitepoche, dieser Gesellschaft und den damit verbundenen Ansprüchen, Wünschen und Forderungen mehr als durchsetzen. Und ja, es gibt nicht wenige Frauen, insbesondere auch solche, die wich ich mal megamäßig enttäuscht worden sind, die dann wenigstens ihren Frust nicht auf ihre Lust auswirken lassen und sich, wie ich, hin und wieder mal etwas Spaß gönnen. Ohne Stress, ohne Bindung, ohne Schmerzen. Gibt es was Besseres? Ich denke nein. Früher war das vielleicht anders. Aber heute ist eben auch alles anders.