Zitat von Garibaldi:Seit hundert tausenden von Jahren war der Mensch ein soziales Wesen. Wir waren voneinander abhängig, und möchten dies auch sein.
Nur die 68er haben dann versucht, die jahrtausende alten Gene weg zu quatschen. Freie Liebe und so ein Zirkus. ...
Es ist eine traurige Welt, in welcher man sich in einer Beziehung nicht mehr fallen lassen kann, sich nicht mehr verwundbar zeigen kann, und sich nicht mehr aufeinander verlassen kann.
Zwei Egos leben nebeneinander her, immer auf dem Absprung. Vorsichtiges Beschnuppern, bloß nicht verletzlich zeigen oder zu sehr voneinander abhängig. .
Ich möchte einen Partner , welchem ich 100 % vertrauen kann. Ein Mann ein Wort. Früher hing das Leben davon ab, heute ist es immer noch ein wertvoller Bestandteil einer Beziehung.
Ich habe bspw. noch eine Großfamilie im ländlichen Raum.
Man ist sich nicht immer einig, aber in der Not steht man zusammen.
Innerhalb des Familienclans brauche ich nur zu pfeifen, wenn ich mal bei irgendwas Hilfe brauche, und umgekehrt. Verschiedene Berufsrichtungen , verschiedene Begabungen.
Leider sterben Familien aus.
Ach das ist doch schade! Da sind so viele Generalisierungen drin, daß es wirklich nicht cool ist.
Zunächst ja, seit Jahrhunderten waren wir (Plural alle, nicht monogame Zweierbeziehungen) auf einander angewiesen.Der Mensch ist ein soziales Wesen und Teil von verschiedenen (!) sozialen Konstrukten zu sein, in Gruppen (immer noch keine monogame Zweierbeziehung) eingebunden zu werden, macht uns glücklich.
Was uns allerdings nicht glücklich macht, ist die Mär, der isolierten Zweierbeziehung verbunden mit dem Konstrukt romantischer Liebe, denn diese kann eben auch extrem isolierend sein. Noch im 13. oder 14. Jahrhundert hatte die Eheschließung überhaupt nichts mit Liebe zu tun, sondern war ein reines vermögensrechtliches Thema. Mal ging es um das reine Überleben, mal darum Gebiete zu vereinen, seinen es Territorien oder eben Bauernhöfe gewesen.
So gesehen wäre es also Deine Aufgabe, wenigstens eine von den beiden Ladies, die du vor ein paar Seiten geschildert hast, zur Frau zu nehmen und zu versorgen. Wer es sich leisten konnte, warf sich zum Zwecke der Liebe oder des persönlichen Vergnügens in fremde Betten.
Das wiederum war aus faktischen Gründen deutlich einfacher für die Herren. Die so sie Anstand hatten, jedenfalls im Nachgang ein wenig für die nicht gewollten Produkte solcher Vergnügungen aufkamen.
Die Idee, daß man von vornherein solcherlei Ausschließen könnte, so genannt Anti-Baby-Pille ist so dann sehr viel später auch von diesen zunächst extrem begrüßt wurden.
Weil es wäret ja nicht so, daß das Prinzip Kond. nicht schon deutlich früher bekannt gewesen wäre, aber wir wissen ohne ist immer schöne, nicht wahr?
Und an dieser Stelle fast forward zu den 68ern, haben sie dann ein bissl die Rechnung ohne die Wirtin gemacht. Wer die 68er einzig als Schlafzimmerrevolution begreifen möchte, scheint gern zu Vernachlässigen, daß eine ganze Generation von StudentInnen auf die Straße ging, weil die, was ein paar Jahre zuvor passierte und an dem natürlich keiner Schuld gewesen sein wollte und über das niemand reden wollte, nicht gepackt haben. Die hatten auch so ihre Meinung darüber, daß nur endlich einen Fernseher, ein auto oder ein Haus zu wollen und Mutti beim Met-Igel basteln zuzuschauen, vielleicht eben auch nur eine Variante und zwar vielleicht nicht unbedingt die eigene wäre.
Die sogenannte traurige Situation, daß man sich heutzutage nicht mehr in einer Beziehung fallen lassen könnte, ist die reine Übernahme von 50er Jahre Rhetorik, in der man Mädchen erzählte, sie müssten auf den richtigen warten. Nur heute erzählen einem so etwas die Jungs, die angst davor haben Männer zu sein. Und super gerne die Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf an andere, bevorzugt Frauen, abschieben möchten.
Und es bleibt nach wie vor, für die, die solche Argumentation brauchbar machen, doch schließich bei einem: nah Du, also ich schlafe schon nach wahlweise 1 bis 25 Treffen mit Dir, aber jetzt so Verantwortung für den Nachwuchs übernehmen, puh ich weiß nicht, ich bin Mitte 20 und so gut kennen wir uns doch nicht.

Ich finde es total selbstverständlich, daß wir jetzt verhüten, 3 Wochen später der gleiche Typ, früher wollten Frauen geheiratet werden, da war die Welt noch in Ordnung.
Finde ich ja völlig fair, nur daß dann das Geschrei so groß ist, wenn man, also manche Ladies, daneben steht(en) und lächelnd sagt(en), ähm weißt schon, daß ist jetzt, hm also ja, ich verstehe Deine Gefühle, aber so als Gesellschaftskritik ist das nicht durchdacht, ist halt albern.
@Garibaldi wie wäre es mit folgendem, ich besinne mich wieder auf meine Lieblichkeit und meine Pflichten als Frau, wenn Du in Kauf nimmst, daß Du jede, mit der Du geschlafen hast, eigentlich nach etwas 6-7 Monaten hättest heiraten müssen und Beischlaf nur heimlich, ausnahmsweise und ab und zu nicht konsequenzlos stattfand.
Deal?
Ach nee, doch nicht?
