Sonya1993
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ich bin hier frisch angemeldet und würde gern kurz meine Geschichte erzählen: ich war 4 Jahre lang mit meinem Exfreund zusammen, der sich vor circa 6 Monaten von mir trennte. Trennungsgrund war nicht die fehlende Liebe, sondern rationale Gründe. Wir kommen beide aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen und uns ist es offiziell nicht erlaubt zusammen zu sein.
Mir war diese Tatsache von Anfang bewusst und auch gleichgültig. Ich wäre bereit gewesen mich dem zu widersetzen. Er war es die gesamten 4 Jahre auch, immerhin haben wir unsere Zukunft geplant (wir beide studierten, sodass wir noch nicht finanziell abgesicherte waren). In seiner Familie kam es zu einem Schicksalsschlag, danach trennte er sich von mir.
Er beteuerte, dass es nicht an seiner fehlenden Liebe zu mir lag und er es wohl immer tief bereuen wird, er aber sich für seine Familie entschied und mich nicht mehr glücklich machen kann. Ich sei wohl perfekt, so wie ich bin, aber er könne den Schmerz seiner Familie nicht zufügen.
Das hat mir den Boden unter den Füßen gerissen und ich bin in ein extrem tiefes Loch gefallen. Zu Beginn wollte ich die Trennung nicht wahrhaben, habe mich bei ihm gemeldet, wollte Gespräche, wollte ihn zurück, was natürlich ein Riesenfehler war. Danach hatte ich eine lange depressive Phase, zog mich komplett zurück und konnte menschliche Begegnungen nicht ertragen. Ich habe mir auch professionelle Hilfe gesucht, weil ich mit dem Vertrauensverlust nicht zurecht kam.
Noch immer denke ich täglich an ihn, mal schwingt starke Wut mit, dann einfach nur tiefe Trauer. Ich fühle mich total ungenügend, weil der Grund der Trennung ein rationaler war, den ich hätte niemals beeinflussen können. Zudem fällt es mir schwer ihn gedanklich loszulassen.
Ich habe mich in den 6 Monaten wirklich gebessert. Gehe mit meiner Freundin raus, versuche meinen Alltag nachzugehen. Aber ich denke noch täglich an ihn und habe die schlechte Gewohnheit ihn auf den sozialen Medien heimlich zu verfolgen. Ich habe ihn überall gelöscht, kann es aber nicht sein lassen seine Profile aufzusuchen.
Gehe ich mit mir zu streng um? Ist es für den Zeitraum von 6 Monaten normal? Wie kann ich das mit den sozialen Medien unterlassen? Hatte wer auch eine Trennung aus ähnlichen Gründen? Freue mich auf den Austausch!
