Zitat von Lina1992: War es die richtige Entscheidung mit der Trennung? ...
Hallo
Lina,deine Zweifel kenne ich auch von mir.
Ich hatte mich von meinem Mann nach über zwei Jahrzehnten Ehe getrennt, mit guten Gründen und mit (zugegebenermaßen) langen Ankündigungen und zweifelte trotzdem, ob die Entscheidung richtig war.
Wie bei deinem Mann spielte auch bei meinem der Alk eine Rolle und ich hasste es.
Zwischendurch versprach er, sich zu ändern, machte auch eine Therapie, aber wahrscheinlich nur, um mich zu beruhigen und mir keinen Anlass mehr zu bieten, die Trennung zu verlangen.
Therapien sind aber nur Erfolg versprechend, wenn der zu Therapierende es auch wirklich will und von der Notwendigkeit überzeugt ist. Na ja, dem war nicht so.
So wie du dachte ich auch, dass ich meinen Kindern zuliebe alles tun müsste, um die Familie zusammen zu halten.
So ein Quatsch! Meine Kinder hatten schon längst darauf gewartet, dass ich endlich die Reißleine ziehe. (Allerdings waren meine Kinder auch schon älter als deine Kleine.) Kinder bekommen ganz genau mit, wenn es zwischen den Erwachsenen Probleme gibt. Sie spüren es, weil sie sehr feine "Antennen" dafür besitzen.
Eine Paartherapie würde nur Sinn machen, wenn beide Seiten auch etwas für die Beziehung tun wollen.
Wenn eine Seite nur einwilligt, damit die andere Seite Ruhe gibt, dann bringt das nichts.
Du hast das wohl genauso gesehen und deshalb für dich beschlossen, keine Mühe und keine Zeit mehr in etwas zu investieren, dass schon tot ist.
Meine Zweifel habe ich recht schnell abgelegt. Schließlich wollte ich auch noch leben

und nicht den Rest meines Lebens damit zubringen, mich schützend vor jemanden zu stellen, der diesen Schutz nur missbrauchte. Ich wollte leben und nicht lügen, Ausreden erfinden, auf Treffen verzichten usw.
Vielleicht konnte ich dir ein klein wenig mit meiner "Zweifelgeschichte" helfen.
Ich drück dich.
