HenryG666
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Bin seit 13 Jahren verheiratet: haben 2 Kinder.
Nun hat meine Frau Anfang des Jahres ihre Trennungsabsicht verkündet: sie will ausziehen nachdem sie eine neue Arbeit gefunden hat.
Zuerst sah ich das als Hilferuf wegen der fast 2 jährigen Arbeitslosigkeit, aber es wird seit Wochen schlimmer bis hin zur Verkündung einer unwiderruflich fixen Trennung plus Scheidung sowie sehr provokanten Aussagen wie als Partner bist Du Inzwischen vollkommen uninteressant.
Paartherapie lehnt sie ab.
Als ich eine Paartherapie alleine begonnen habe, und traurig wirkte, wurde das für die bisher heftigste Trennungsverkündung von ihr quasi schamlos ausgenutzt.
Ihr Selbstwertgefühl ist sicherlich nicht sehr groß: aktuell kompensiert sie das mit einer Diät und hat sich tätowieren lassen.
Ihre beste Begründung war vor allem, dass ich sie vor vielen Jahren da ich beruflich bedingt einige Tage/Woche weg bin, alleingelassen habe. Oder es kommen lächerliche Anschuldigungen auf Trash Tv Niveau. Die Schuld liegt nach ihrer Sicht vollständig bei mir. Jegliche Einwände (ohne Schuldzuweisungen) werden mit meist schwer zu verstehenden Argumenten quasi gekillt.
Wir sind sehr verschieden: ich habe einen großen Freundeskreis, meine Frau hat oder kann Freundschaften nicht pflegen. Sie hat keinen Ansprechpartner an den sie sich wenden kann.
Über all die Jahre war unsere Partnerschaft schwierig, da meine Frau eher eigenbrödlerisch ist, ich mich aber gerne auch mit Freunden treffen wollte.
Da habe ich mit häufig einfach Freiräume genommen, oft erst weggegangen, wenn meine Frau ins Bett gegangen war.
Ich glaube meine Frau wird von ihren psychischen Problemen zu der Trennung getrieben: ich vermute eine Persönlichkeitsstörung, da sie eben keine Freunde hat, und auch zu niemanden außerhalb der Familie Empathie zeigt: alle Menschen mit denen sie zu tun hat, werden tendenziell sehr, sehr negativ beschrieben. Bei Gesprächen zu unserer Beziehung komme ich überhaupt nicht an sie an.
Meine Frage ist: wenn noch was zu retten ist, was leider sehr unwahrscheinlich ist, wie kann ich an jemanden rankommen, der aus meiner Sicht von seiner Persönlichkeitsstörung getrieben wird?
Ich meine, dass wir vielleicht eine Chance hätten, wenn sie einsehen würde, dass sie professionelle Hilfe annehmen müsste.
Dass sie die Kinder einfach so bei mir lassen möchte, und dass ihr das kaum was auszumachen scheint, finde ich sehr schwierig.
Meine Unfähigkeit, an sie ranzukommen und auch eine Angst, überhaupt mit ihr über uns zu reden, macht mich fast wahnsinnig. So sitzen wir hier jetzt in einer für alle unbefriedigten Situation fest.
Hat jemand da Erfahrungen, an jemanden mit Persönlichkeitsstörungen ranzukommen? Ich will auch nichts noch schlimmer machen, wenn ich an Scheidung und die Kinder denke.