Zitat von Madame_Chene:Er hat Anfang des Jahres bereits nach einer Therapie gesucht, aber bisher nur Absagen bekommen. Ist derzeit nicht so leicht, nen Platz zu kriegen. Er ...
Naja, Ängste kann man schon auch allein aufdröseln, glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche.

Aber gut, für manche ist es besser im Austausch mit anderen.
Man muss halt mal die Ur-Angst erkennen, oft aus der Kindheit, und sich dann mal realistisch die Frage stellen, ist es überhaupt noch zeitgemäß, dass ich mich als erwachsener Mensch vor dem selben fürchte wie damals als kleines Kind? Dann verpufft sie auch, Angst beruht ja auf Illusionen.
Aber gut, helfen kannst du ihm nicht. Und im Normalfall reißt man sich so jemand auf und müht sich vor allem mit ihm ab, weil man selber Ängste hat. Ist ja zB ganz praktisch, wenn man selber (grad) Angst vor Nähe hat, wenn der andere diese auch hat. Dann kann man ihm sehr leicht die Schuld in die Schuhe schieben, aber muss selber nicht an sich arbeiten.
Auch da sollte man mal auf sich selber schauen.
Bei dir ist wichtig, dass du jetzt mal in deine Ruhe und wieder in deine Mitte kommst.
Angst ist auch ansteckend. Da spiegelt und triggert man ewig die eigenen Ängste mit dem anderen - und wird immer zerzauster. Gilt für beide.
Also hats überhaupt keinen Sinn, mit jemanden eine Beziehung führen zu wollen, der voller Ängste ist. Nehmen kannst du sie ihm nicht, im Gegenteil, die werden immer stärker, je mehr Gefühle im Spiel sind. Und deine eigenen kriegen auch Dauernahrung. Und die toxische Angst-Spirale ist fertig.
Also durchatmen, loslassen, in die eigene Mitte finden. Das ist alles, was du für dich und ihn tun kannst. Und das ist ja net nix
