ItsMeJosie
Mitglied
- Beiträge:
- 10
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 18
- Mitglied seit:
Ich habe mich gestern von meinem Freund getrennt. Wir sind beide 26 und waren 2,5 Jahre zusammen. Ich konnte einfach nicht mehr. Wir beide haben Borderline und auch wenn wir beide in Therapie sind, hatten wir viele Probleme die unsere Beziehung schwer gemacht haben. Ich hatte Probleme mit dem allein sein und wollte viel Zuneigung. Er hatte Probleme mit Nähe und hat oft Distanz gebraucht. Damit war die Dynamik oft schwierig. Eifersucht hat uns auch oft die Beziehung schwer gemacht. Aber wir haben versucht an uns zu arbeiten und viel durchgestanden. Doch seine Sucht hielt ich nicht mehr aus. Es ist als führte er ein Parallelleben in dem er feiert und konsumiert. Wo er zelebriert wie er sich kaputt macht und ich kann nur zu sehen. Es war alles so schnerzhaft. Ich habe versucht für ihn da zu sein, aber er muss seinen Weg da raus alleine finden. Doch er wollte nicht aufhören. Ich musste also damit leben oder gehen. Doch ich konnte das nicht mehr und bin gegangen. Unsere Liebe hat nicht gereicht um das auszuhalten. Seine Sucht ist stärker als die Liebe zu mir und ich gefühlt zu schwach um das alles auszuhalten. Es ist in letzter Zeit schlimmer geworden. Sein Umfeld hat sich erweitert auf noch mehr suchtkranke Menschen die seine Sucht fördern. Ich habe mir viele Sorgen gemacht. Hab gesehen wie er immer tiefer reinrutscht aber nichts tun kann. Auch war ich so oft wütenend und enttäuscht wenn die Sucht ihn egoistischer werden ließ. Gegen Ende war ich nur noch traurig und taub. Ich bin psychisch fast daran kaputt gegangen.
Ich hoffe jedenfalls dass er auf sich aufpasst, weil er oft gesagt hat, dass er bei einer Trennung erst recht mehr konsumiert, auch wenn es nicht meine Verantwortung ist. Ich bin so traurig darüber, dass ich diesen Schritt gehen musste, wobei es das letzte ist was ich je wollte. Ich liebe ihn noch, aber ich kann nicht mehr. Ich denke es ist das beste für uns beide. Ich wünschte das unsere Beziehung nicht daran gescheitert wäre. Es macht jedoch keinen Sinn darauf zu hoffen und zu warten, dass er sich aufeinmal ändert und alles besser wird. Ich konnte nichts mehr tun außer zu gehen und mich selbst zu schützen, aber der Verlust schmerzt sehr. Ich werde ihn sehr vermissen. Vielleicht habt ihr ein paar liebe Worte für mich. Danke!