Alltagsausbruch
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Zum Hintergrund: Meine Frau und ich haben uns nach 27 wunderschönen Jahren im letzten Jahr endgültig und sehr freundschaftlich getrennt. Wir haben uns auseinander gelebt, nie betrogen, gestritten oder ähnliches. Unsere drei Kids sind bei ihr, ich bin nur 2km weg und kann dort ein- und ausgehen, so dass ich die Kids auch sehr oft sehe. Wir machen auch noch als Familie oft was zusammen und es funktioniert super für alle Seiten - kein Stress.
Jetzt zum Grund meines Beitrags: Nach der Trennung habe eine Frau (43) wiedergetroffen, die ich mit ihrer Familie vor einiger Zeit im Kurs (SUP) hatte. Wir waren uns damals sympathisch. Bei dem Wiedersehen kamen wir im Gespräch darauf, dass ich getrennt sei und sie sich auch gerade mit Trennungsdaten befasst hat. So hatten wir ein fast schönes Jahr, wobei bei ihr Familie (also Kids 9/12) immer im Fokus standen.
Somit war es ein Jahr von mehr oder weniger vielen spontanen Treffen mit Aktivitäten und Intimität. Mal mit Kids, mal alleine. Ihre Kinder kennen mich als Freund. Meine Kids haben sie als meine Freundin kennengelernt. Ihr Mann (kenne ich auch) wußte (oder vermutete eine Beziehung), dass sie was am Laufen hat, hat sich aber nicht geäußert. Sie hatte vor Jahren schon mal eine Affäre, wo es mit dem Mann gleich blieb und er eher gleichgültig rüberkam. SO haben sie , wegen der Kids, weiter zusammen gelebt.
Auch "wir" haben oft über mögliche Zukunftsszenarien gesprochen und uns viel ausgemalt, meine neue Wohnung eingerichtet usw. Wir haben sehr viel kommuniziert in alle Richtungen.
Ende des Jahres wurde sie krank und ich konnte aufgrund der o.a. Situation nicht bei ihr sein. Man merkte langsam eine Änderung in der Kommunikation und als sie wieder gesund war, kam Weihnachten also Familie (war vorher klar, dass diese für die Kids im Vordergrund stehen würde), ich hatte eine spontane LeistenOP.
Nach den Festtagen sagte mir dann im persönlichen Gespräch (unserem ersten Treffen nach 3 Wochen), dass es bei der Liebe nicht dafür reicht, die Familie zu verlassen, da ihr etwas fehlen würde. Sie hat natürlich recht, denn Alltag hatten wir ja nie.
Nun hänge ich natürlich in der Luft, mache mir Gedanken und weiß nicht, ob ich kämpfen soll, ob es Sinn macht oder ob ich es abhaken muss. ich bin Lost.