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Positive-K
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Hallo zusammen,
ein weiterer, der Rat und Trost braucht, und so fange ich gleich einmal an.
Meine Ex-Partnerin hat mich am 18. Januar – aus meiner Sicht völlig überraschend – von mir getrennt, nach mehr als 14 Jahren. Ich lebte 11 Jahre mit ihr zusammen und seit 2 1/4 Jahren auf ihren Wunsch hin von ihr getrennt.
=== Burnout? Burnout. ===
Um meine „These“ voranzustellen: Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Schritt weitgehend aus folgender Problematik resultiert:
Sie ist von Geburt an schwerbehindert, sie leidet an der Glasknochenkrankheit, geht an Krücken und ist somit in ihrer Lebensführung und ihrem Alltag massiv eingeschränkt. Das zog bis zum heutigen Tag nach sich (was mit den Jahren immer ausgeprägter wurde), dass sie weit schneller körperlich erschöpft ist und sich weit mehr ausruhen muss als ein Nicht-Behinderter. Seit zwei bis drei Jahren schrammt sie, wie sie selbst erkannt hat, am Burnout entlang, unternimmt aber bis heute nichts dagegen, à la Spezialklinik oder Kur und danach ein paar Monate Krankenstand. Ein paar Wochen hat sie zwar darüber nachgedacht, entschied sich aber dann dafür, dringend auf ein Auto zu sparen, dass sie dringend braucht, um ihren Alltag abzuwickeln.
Das äußerte sich in den vergangenen drei, vier Jahren immer mehr in exzessivem Fernsehen, Kettenrauchen, deutlicher Gewichtszunahme, keinerlei Bewegung und jeden Abend (in Maßen) Alk. und Schokoladenkonsum. Bei mir stieg nur noch die Besorgnis, da sich ein solches Verhalten auf Grund ihrer Glasknochenkrankheit bei ihr um ein Vielfaches schlimmer auswirkt als bei einem Gesunden, Stichwort Ermüdungsbrüche, aber nicht zu knapp.
=== Meine zwei heftige Krisen ===
Hier ein Einschub: Im Jahr 2008 und 2009 hatte ich – aus mehreren Gründen – zwei enorme Lebenskrisen, die ich mit Alk. bekämpfte, bevor ich mir nach jeweils 4 Monaten therapeuthische Hilfe suchte. Anfang Septemer 09 war es dann soweit: Sie verlangte, dass ich für ca. vier Monate ausziehen sollte, damit sie sich von diesen beiden Trinkphasen erholen könne – zudem sollten wir uns dadurch wieder „neuentdecken“, da sich in den 2, 3 Jahren zuvor unsere Beziehung immer mehr in Richtung WG und „Geschwisterliebe“ abdriftete.
Kurz nach Weihnachten 09 teilte sie mir allerdings mit, dass sie nicht wolle, dass ich wieder zurückkehre.
=== So sehr selten, finde ich ===
Im Februar 2010 zog ich dann in eine neue, weit bessere Wohnung, in der ich nun seit zwei Jahren lebe. Bis zum heutigen Tag sind die Abende immer wieder von großer Sehnsucht nach ihr und Heimweh nach meiner alten „Heimat“ und wie ich ohne Übertreibung sagen kann, der großen Liebe meines Lebens.
In jenen 2 ½ Jahren hat sich folgende Besuchsfrequenz herauskristallisiert: Ich bin jedes zweite Wochenende von Samstag Nachmittag bis Montag früh bei ihr, wenn sie es nicht auf Grund ihrer mittlerweile enormen Erschöpfung verschiebt, zudem sehen wir uns (meist) 1 x pro Woche für 1 – 2 h.
Sie begründet diese Frequenz damit, dass sie einfach nicht zu mehr in der Lage sei, da sie immer so erschöpft sei, sich ausruhen müsse und einfach nicht mehr könne. Für mich war diese Frequenz allerdings viel zu gering und ich litt sehr unter dieser Situation.
=== Ihr unlösbares Dilemma & Panik ===
Andererseits fielen von ihr Sätze wie es tue ihr so leid und sie schäme sich so, wenn sie mir auf Grund ihrer Erschöpfung absagen müsse, wo es doch wieder so hervorragend laufe wie in den ersten vielen Jahren.
UND: Sie könne sich wieder immer mehr vorstellen, dass wir wieder zusammenzögen, da eben alles so gut laufe. Dazu kommt: Im Herbst gestand sie mir, dass sie schreckliche Panik davor habe, dass, wenn es ihr wieder gut ginge, ihr gesamtes Umfeld weg sei. Die Eltern tot, ich weggegangen und ihre Freunde verschwunden, da sie sie niemals träfe und kontaktiere).
Alles wird immer schlimmer, siehe oben. Sie demontiert nach und nach ihr gesamtes soziales Umfeld. Bzgl. ihrer Eltern ist es schlimm. Diese sieht sie seltener als alle 4 Wochen, obwohl sie in unserem Bezirk wohnen, und ruft tagelang nicht zurück, sodass diese mich anrufen, ob mit ihr alles OK sei. Soziale Kontakte zu unserem Freundeskreis sind mittlerweile ebenso eingestellt, alle paar Monate mal auf eine Party zu gehen, ist das höchste der Gefühle. Und nun bin auch ich weg, wie sie sagt, ihr „Lebensmensch“ und die große Liebe ihres Lebens. Ich empfinde exakt genauso.
=== Neustart mittels Paartherapie ===
Da wir aber während der vergangenen Jahre bis heute immer an einer gemeinsamen Zukunft festhalten wollten, begannen wir eine Paartherapie. Wir begannen im August letzten Jahres damit, und in der Rückschau waren wir uns bis Weihnachten völlig einig, dass diese höchst florierte. Wir unternahmen mehr, gingen in Konzerte, zusammen essen etc., und wenn wir uns sahen, war es so angenehm, harmonisch und voller Glück wie seit Jahren nicht mehr. Im Rahmen der so genannten „Wertschätzungsübung“ fanden wir zig Dinge aus all den 14 Jahren, die wir am anderen toll fanden und fühlten uns tatsächlich wie neu verliebt und gingen aus jeder Stunde gestärkter und zuversichtlicher hinaus, unser restliches Leben miteinander zu verbringen. Auch die Therapeuthin beschied uns „großes Potenzial“. Nur dass mit der Besuchsfrequenz bekamen wir nie geregelt, unser mittlerweile einziges nennenswertes Problem.
=== Das Ende naht ===
Da meine Mutter im März 11 gestorben war, wollte ich – mit höchstem Verständnis von ihr – dieses Weihnachten auf Grund zu erwartender großer Traurigkeit nicht in Wien verbringen, wo wir alle immer so gelungene Feste gefeiert hatten und fuhr zu meinem besten Freund nach München. Als der überraschend am 2. Feiertag wegfahren musste, wollte ich nach Wien zurück, um mit ihr zu feiern, was sie kategorisch ablehnte, der Besuch ihrer Mutter an den vorangegangenen habe sie zu sehr angestrengt und es sei ja auch was anderes ausgemacht gewesen. Das enttäuschte mich über alle Maßen – an solch einem wichtigen Feiertag, der mir viel bedeutet.
Da sie an Silvester nicht auf eine Party unserer Freunde ging (Erschöpfung), kam ich sie da noch vorher besuchen, wo sie mir, obwohl wir uns schon beschenkt hatten, unter großem Strahlen einen Karton voller Küchenutensilien schenkte. Denn ich hatte sie – was ich Depp in 14 Jahren nicht ein einziges Mal geschafft hatte – in den vergangenen Monaten mehrere Male bekocht, mit Candleligt-Dinner, was sie über alle Maßen freute.
Von 1. auf 2. Januar sollte ich wieder bei ihr wohnen. Da mir ihre Mutter tagsüber noch unter Tränen erzählte, wie sehr darunter litte, dass sie sie so selten sehen könne und ich immer noch wegen Weihnachten enttäuscht war, brach ich aus Wut über diese beiden Punkte echt einen Streit vom Zaun. So nach dem Motto, kümmere Dich wenigstens um Deine Eltern, sonst wirst Du es ewig bereuen (sie sind 74 und er 80).
Sie schrie mich nur noch zusammen, sie sei nicht unser aller Pausenclown, sie bekomme einfach nicht mehr Kontakte zusammen und wir sollten nicht alle an ihr rumzerren. Da ging ich wieder heim – und bereute meinen Riesenfehler sogleich drastisch.
=== Aus und vorbei ===
Dann herrschte von beiden Seiten aus Funkstille, am 11. Januar teilte sie mir in der Therapiestunde mit, dass es wohl besser sei, wenn wir uns trennten, da das Nähe-Distanz-Problem wohl niemals zu lösen sei und ich in den vergangenen 14 Jahren auch nie zufrieden war und immer mehr wollte, als sie geben konnte. In der letzten Therapiestunde am 18. sagte sie dann endgültig, dass es aus sei.
=== Und was sagt Ihr? ===
- Ganz prinzipiell gilt für mich, dass sie die große Liebe meines Lebens ist und ich sie gerne „zurückerobern“ möchte, wenngleich ich noch keinen Plan habe, wie. Denn ich will mit ihr glücklich und zufrieden alt werden, und sie ja umgekehrt auch. Dass wir nah an einer neuen, weit besseren Zukunft waren, ist ja wohl unbestritten (und das hat sie auch in der Therapie zigmal gesagt).
- Ich bin mir nicht zuletzt auf Grund der enormen Therapieerfolge sicher, dass sie letztlich nur gegen ihr Burnout ankämpft und sie die letzte Front zumachte, also nach Eltern und Freunden noch jemanden rauszukicken, der etwas fordern könnte – eben sich Treffen.
- Ich bin höchst verzweifelt und auch ratlos, was ich nun machen soll. Ich will nicht einfach kampflos aufgeben. Klar, zuerst einmal für einige Monate völlige Kontaktsperre, schließlich hat sie sich von mir getrennt, das übliche Programm à la betteln, reden wollen, heulen, Geschenke schicken, drohen usw. wäre ohnehin völlig undiskutabel für mich und triebe sie nur noch weiter von mir weg.
- Wie würdet Ihr die Situation beurteilen? Was würdet Ihr tun? Wie lange warten? Ergibt es überhaupt noch Sinn, dranzubleiben – trotz aller Liebe? Ihr Burnout dürfte immer schlimmer werden und ich kehrte ja nur wieder in die alte Situation zurück und könnte ihrem Verfall zusehen, bis sie endgültig zusammenbricht. Denn wie bei Alk. auch: So lange SIE nichts tun will gegen diese Krankheit, kann ich eh nichts machen.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Positive K
ein weiterer, der Rat und Trost braucht, und so fange ich gleich einmal an.
Meine Ex-Partnerin hat mich am 18. Januar – aus meiner Sicht völlig überraschend – von mir getrennt, nach mehr als 14 Jahren. Ich lebte 11 Jahre mit ihr zusammen und seit 2 1/4 Jahren auf ihren Wunsch hin von ihr getrennt.
=== Burnout? Burnout. ===
Um meine „These“ voranzustellen: Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Schritt weitgehend aus folgender Problematik resultiert:
Sie ist von Geburt an schwerbehindert, sie leidet an der Glasknochenkrankheit, geht an Krücken und ist somit in ihrer Lebensführung und ihrem Alltag massiv eingeschränkt. Das zog bis zum heutigen Tag nach sich (was mit den Jahren immer ausgeprägter wurde), dass sie weit schneller körperlich erschöpft ist und sich weit mehr ausruhen muss als ein Nicht-Behinderter. Seit zwei bis drei Jahren schrammt sie, wie sie selbst erkannt hat, am Burnout entlang, unternimmt aber bis heute nichts dagegen, à la Spezialklinik oder Kur und danach ein paar Monate Krankenstand. Ein paar Wochen hat sie zwar darüber nachgedacht, entschied sich aber dann dafür, dringend auf ein Auto zu sparen, dass sie dringend braucht, um ihren Alltag abzuwickeln.
Das äußerte sich in den vergangenen drei, vier Jahren immer mehr in exzessivem Fernsehen, Kettenrauchen, deutlicher Gewichtszunahme, keinerlei Bewegung und jeden Abend (in Maßen) Alk. und Schokoladenkonsum. Bei mir stieg nur noch die Besorgnis, da sich ein solches Verhalten auf Grund ihrer Glasknochenkrankheit bei ihr um ein Vielfaches schlimmer auswirkt als bei einem Gesunden, Stichwort Ermüdungsbrüche, aber nicht zu knapp.
=== Meine zwei heftige Krisen ===
Hier ein Einschub: Im Jahr 2008 und 2009 hatte ich – aus mehreren Gründen – zwei enorme Lebenskrisen, die ich mit Alk. bekämpfte, bevor ich mir nach jeweils 4 Monaten therapeuthische Hilfe suchte. Anfang Septemer 09 war es dann soweit: Sie verlangte, dass ich für ca. vier Monate ausziehen sollte, damit sie sich von diesen beiden Trinkphasen erholen könne – zudem sollten wir uns dadurch wieder „neuentdecken“, da sich in den 2, 3 Jahren zuvor unsere Beziehung immer mehr in Richtung WG und „Geschwisterliebe“ abdriftete.
Kurz nach Weihnachten 09 teilte sie mir allerdings mit, dass sie nicht wolle, dass ich wieder zurückkehre.
=== So sehr selten, finde ich ===
Im Februar 2010 zog ich dann in eine neue, weit bessere Wohnung, in der ich nun seit zwei Jahren lebe. Bis zum heutigen Tag sind die Abende immer wieder von großer Sehnsucht nach ihr und Heimweh nach meiner alten „Heimat“ und wie ich ohne Übertreibung sagen kann, der großen Liebe meines Lebens.
In jenen 2 ½ Jahren hat sich folgende Besuchsfrequenz herauskristallisiert: Ich bin jedes zweite Wochenende von Samstag Nachmittag bis Montag früh bei ihr, wenn sie es nicht auf Grund ihrer mittlerweile enormen Erschöpfung verschiebt, zudem sehen wir uns (meist) 1 x pro Woche für 1 – 2 h.
Sie begründet diese Frequenz damit, dass sie einfach nicht zu mehr in der Lage sei, da sie immer so erschöpft sei, sich ausruhen müsse und einfach nicht mehr könne. Für mich war diese Frequenz allerdings viel zu gering und ich litt sehr unter dieser Situation.
=== Ihr unlösbares Dilemma & Panik ===
Andererseits fielen von ihr Sätze wie es tue ihr so leid und sie schäme sich so, wenn sie mir auf Grund ihrer Erschöpfung absagen müsse, wo es doch wieder so hervorragend laufe wie in den ersten vielen Jahren.
UND: Sie könne sich wieder immer mehr vorstellen, dass wir wieder zusammenzögen, da eben alles so gut laufe. Dazu kommt: Im Herbst gestand sie mir, dass sie schreckliche Panik davor habe, dass, wenn es ihr wieder gut ginge, ihr gesamtes Umfeld weg sei. Die Eltern tot, ich weggegangen und ihre Freunde verschwunden, da sie sie niemals träfe und kontaktiere).
Alles wird immer schlimmer, siehe oben. Sie demontiert nach und nach ihr gesamtes soziales Umfeld. Bzgl. ihrer Eltern ist es schlimm. Diese sieht sie seltener als alle 4 Wochen, obwohl sie in unserem Bezirk wohnen, und ruft tagelang nicht zurück, sodass diese mich anrufen, ob mit ihr alles OK sei. Soziale Kontakte zu unserem Freundeskreis sind mittlerweile ebenso eingestellt, alle paar Monate mal auf eine Party zu gehen, ist das höchste der Gefühle. Und nun bin auch ich weg, wie sie sagt, ihr „Lebensmensch“ und die große Liebe ihres Lebens. Ich empfinde exakt genauso.
=== Neustart mittels Paartherapie ===
Da wir aber während der vergangenen Jahre bis heute immer an einer gemeinsamen Zukunft festhalten wollten, begannen wir eine Paartherapie. Wir begannen im August letzten Jahres damit, und in der Rückschau waren wir uns bis Weihnachten völlig einig, dass diese höchst florierte. Wir unternahmen mehr, gingen in Konzerte, zusammen essen etc., und wenn wir uns sahen, war es so angenehm, harmonisch und voller Glück wie seit Jahren nicht mehr. Im Rahmen der so genannten „Wertschätzungsübung“ fanden wir zig Dinge aus all den 14 Jahren, die wir am anderen toll fanden und fühlten uns tatsächlich wie neu verliebt und gingen aus jeder Stunde gestärkter und zuversichtlicher hinaus, unser restliches Leben miteinander zu verbringen. Auch die Therapeuthin beschied uns „großes Potenzial“. Nur dass mit der Besuchsfrequenz bekamen wir nie geregelt, unser mittlerweile einziges nennenswertes Problem.
=== Das Ende naht ===
Da meine Mutter im März 11 gestorben war, wollte ich – mit höchstem Verständnis von ihr – dieses Weihnachten auf Grund zu erwartender großer Traurigkeit nicht in Wien verbringen, wo wir alle immer so gelungene Feste gefeiert hatten und fuhr zu meinem besten Freund nach München. Als der überraschend am 2. Feiertag wegfahren musste, wollte ich nach Wien zurück, um mit ihr zu feiern, was sie kategorisch ablehnte, der Besuch ihrer Mutter an den vorangegangenen habe sie zu sehr angestrengt und es sei ja auch was anderes ausgemacht gewesen. Das enttäuschte mich über alle Maßen – an solch einem wichtigen Feiertag, der mir viel bedeutet.
Da sie an Silvester nicht auf eine Party unserer Freunde ging (Erschöpfung), kam ich sie da noch vorher besuchen, wo sie mir, obwohl wir uns schon beschenkt hatten, unter großem Strahlen einen Karton voller Küchenutensilien schenkte. Denn ich hatte sie – was ich Depp in 14 Jahren nicht ein einziges Mal geschafft hatte – in den vergangenen Monaten mehrere Male bekocht, mit Candleligt-Dinner, was sie über alle Maßen freute.
Von 1. auf 2. Januar sollte ich wieder bei ihr wohnen. Da mir ihre Mutter tagsüber noch unter Tränen erzählte, wie sehr darunter litte, dass sie sie so selten sehen könne und ich immer noch wegen Weihnachten enttäuscht war, brach ich aus Wut über diese beiden Punkte echt einen Streit vom Zaun. So nach dem Motto, kümmere Dich wenigstens um Deine Eltern, sonst wirst Du es ewig bereuen (sie sind 74 und er 80).
Sie schrie mich nur noch zusammen, sie sei nicht unser aller Pausenclown, sie bekomme einfach nicht mehr Kontakte zusammen und wir sollten nicht alle an ihr rumzerren. Da ging ich wieder heim – und bereute meinen Riesenfehler sogleich drastisch.
=== Aus und vorbei ===
Dann herrschte von beiden Seiten aus Funkstille, am 11. Januar teilte sie mir in der Therapiestunde mit, dass es wohl besser sei, wenn wir uns trennten, da das Nähe-Distanz-Problem wohl niemals zu lösen sei und ich in den vergangenen 14 Jahren auch nie zufrieden war und immer mehr wollte, als sie geben konnte. In der letzten Therapiestunde am 18. sagte sie dann endgültig, dass es aus sei.
=== Und was sagt Ihr? ===
- Ganz prinzipiell gilt für mich, dass sie die große Liebe meines Lebens ist und ich sie gerne „zurückerobern“ möchte, wenngleich ich noch keinen Plan habe, wie. Denn ich will mit ihr glücklich und zufrieden alt werden, und sie ja umgekehrt auch. Dass wir nah an einer neuen, weit besseren Zukunft waren, ist ja wohl unbestritten (und das hat sie auch in der Therapie zigmal gesagt).
- Ich bin mir nicht zuletzt auf Grund der enormen Therapieerfolge sicher, dass sie letztlich nur gegen ihr Burnout ankämpft und sie die letzte Front zumachte, also nach Eltern und Freunden noch jemanden rauszukicken, der etwas fordern könnte – eben sich Treffen.
- Ich bin höchst verzweifelt und auch ratlos, was ich nun machen soll. Ich will nicht einfach kampflos aufgeben. Klar, zuerst einmal für einige Monate völlige Kontaktsperre, schließlich hat sie sich von mir getrennt, das übliche Programm à la betteln, reden wollen, heulen, Geschenke schicken, drohen usw. wäre ohnehin völlig undiskutabel für mich und triebe sie nur noch weiter von mir weg.
- Wie würdet Ihr die Situation beurteilen? Was würdet Ihr tun? Wie lange warten? Ergibt es überhaupt noch Sinn, dranzubleiben – trotz aller Liebe? Ihr Burnout dürfte immer schlimmer werden und ich kehrte ja nur wieder in die alte Situation zurück und könnte ihrem Verfall zusehen, bis sie endgültig zusammenbricht. Denn wie bei Alk. auch: So lange SIE nichts tun will gegen diese Krankheit, kann ich eh nichts machen.
Vielen Dank für Eure Hilfe
Positive K