Bei mir hängt es, wenn ich so drüber nachdenke, davon ab, wie stark ich mich schon während der Beziehung distanziert habe. Und auch wie meine allgemeine Situation / Stabilität ist. Ich tue mich insgesamt schwer mit Beziehungen und mit Trennungen. Habe diesbezüglich auch schwierige Hintergründe in der Kindheit. Daher sind Vertrauen und Nähe und dann wieder Ablösung sehr, sehr schwer für mich.
Bei meiner ersten Beziehung und Trennung waren 10 Wochen Klinik (nicht nur wegen der Trennung. Die war eigtl eher Auslöser dafür, Hilfe zu suchen), 3 Monate Ausland und ein zweites Zusammenkommen nötig. Dann kam die zweite Trennung (nach Wohnortwechsel meinerseits). Dann habe ich allerdings glaube ich relativ kurz gelitten und nur Jahre später wieder während einer Reise noch mal richtig geweint und Abschied genommen. Das war ein Beispiel für schwer, komplex und langwierig. Es hat insgesamt auch knapp zwei Jahre gedauert, glaube ich.
Die zweite Trennung nach längerer Beziehung ging verhältnismäßig schmerzlos ab. Wir hatten uns einfach entfernt und irgendwann immer länger nicht gesehen. Ich hab natürlich auch richtig geweint zwischendurch. Aber es hat insgesamt vielleicht 3-4 Monate gedauert.
Dann kam ein kurzes Intermezzo, das mich wegen der Art der Abwendung ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Also im Vergleich zur Länge der Bekanntschaft war da die Verarbeitung fast doppelt so lang. Hatte aber auch mit meiner Situation zu tun, die insgesamt nicht so stabil war.
Wohin sich der Prozess, in dem ich gerade bin, entwickelt und wie lange er dauern wird, weiß ich noch nicht. Wie auch immer hoffe ich, dass nicht wieder Ausland, Umzug und Klinik mit drin sein müssen. Das wäre mir gerade bisschen zu anstrengend

Ach ja: Beziehung 1 kam noch ein mal meinerseits und einmal seinerseits aufs Tablett. Also eine Wiederaufnahme. Vielleicht trennt man sich von manchen Menschen auch ein Leben lang nicht wirklich. Wobei es sich gerade so anfühlt, als wären wir beide wirklich durch damit.