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Umgang mit ADHS beim erwachsenen Partner

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SteffEff
Mitglied

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Hallo, mich würde interessieren, wie ihr mit euren erwachsenen PartnerInnen umgeht, die ADHS haben ?

Meine Partnerin hat in ihren vierzigern (endlich!) offiziell die Diagnose ADHS erhalten und nimmt auch entsprechende Medikamente.

Als Partner finde ich es einerseits sehr anrengend mit ihr und oft aber auch gaaanz anstrengend. 🤪

Denn ein Mensch mit einer ADHS-Persönlichkeitsstruktur hat ja ganz eigene Schwerpunkte und Tendenzen.

Gerade am Wochenende (da nimmt sie wenig oder keine Med.) ist sie voller Ideen, redet sehr viel/schnell, ist hektischer.

Schwierig sind auch Gespräche. Sie kann sich oft auf das Gegenüber schlecht konzentrieren. Das merke ich an ihrer Aufmerksmakeit, die schnell nachlässt.

Zudem werden Dinge, Zeiten, Vereinbarungen etc. vergessen – was es nicht leicht macht.

#1


Usambara
ADHS ist keine Entschuldigung für schlechtes oder rücksichtsloses Verhalten.

Der eine Partner und seine Befindlichkeiten sind jetzt nicht automatisch durch die Diagnose wichtiger als der andere.

Beide sind gleichwertig.

Ich glaube die Dame hat ein paar Baustellen zu viel.

Du isst nachts Schokolade. Mir scheint sie beansprucht einfach zu viel deiner Energie/ Aufmerksamkeit dass es dir selbst schon an die Substanz geht.

Pass auf dich auf und löse erst mal deine Probleme bevor du dich zu sehr mit den Problemen deiner Partnerin beschäftigst und dich verausgabst.

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A


Umgang mit ADHS beim erwachsenen Partner

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S
Zitat von Usambara:
ADHS ist keine Entschuldigung für schlechtes oder rücksichtsloses Verhalten. Der eine Partner und seine Befindlichkeiten sind jetzt nicht automatisch durch die Diagnose wichtiger als der andere. Beide sind gleichwertig. Ich glaube die Dame hat ein paar Baustellen zu viel. Du isst nachts Schokolade. Mir scheint sie ...

das eine hat gar nix mit dem anderen zu tun
Das mit dem nächtlichen Naschen hab ich seit ca. 15 Jahren.

Meine Partnerin und ich kennen uns seit gut 1 Jahr.
Ich möchte gerne heraus finden, wie ein guter Umgang mit einem ADHS-Partner möglich ist. Dazu gehören sicher beide Parteien, das ist klar 👍

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E
@SteffEff
Hallo, ich bin nach 17 Jahren frisch getrennt von einem spät diagnostizierten ADHSler. In den letzen 2 Jahren kam noch Depression hinzu.Teilweise war es eine aufregende Zeit, da er immer neue Ideen hatte, und verrückte Sachen gemacht hat, teilweise war es aber auch anstrengend, da wir ein Kind (ebenfalls ADHS) haben, und das einige Herausforderungen mit sich bringt. Ich denke, es kommt drauf an, wie der oder diejenige sich Hilfe holt, um im Leben klar zu kommen, oder ob die Lebensumstände einfach ADHS-freundlich sind. Bei uns war das nicht so, und ich habe ständig gemeckert, weil es mich einfach nervt, wenn man Teller mit Essensresten in die Spülmaschine packt, man ständig zu spät kommt, alles mögliche vergessen wird (auch die Gassirunde mit dem Hund), der Tisch zwar abgewischt, aber nicht sauber ist, er seine steuerlichen Angelegenheiten nicht erledigt, seine Krankheit zwar diagnostizieren lässt, aber dann nix macht, um Abhilfe zu schaffen ... unsere Kommunikation war dürftig, die Antworten habe ich oft nicht verstanden. Es gab keinen Spielraum zwischen seiner Emotion und Reaktion, was auch wirklich anstrengend ist. Aber jeder ADHSler ist anders, ich wünsche dir alles Gute!

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