Yonda
Gast
ich habe zwei Kinder von 8 und 12 Jahren. Mein Ex hat vor knapp zwei Jahren warm gewechselt und ist sogleich mit der neuen Partnerin zusammengezogen. Unsere Scheidung läuft und wir haben eine Mediation am Laufen.
Mein Ex hat seinen Lebensstil sehr umgekrempelt, weil seine Neue einen ganz anderen Fokus hat: Sie ist sehr ökologisch orientiert, Vegetarierin, verachtet Fernsehen, Computerspiele und zuviel Handybenutzung. Das war während der Ehe bei ihm nicht so, jetzt lebt er das auch so. Für die Kinder war das oft irritierend. Für mich sowieso.
Mein Ex möchte, dass ich seine Partnerin als sog. "Bonusmutter" der Kinder akzeptiere, sie auch bei Fahrdiensten für die Kinder mit einbeziehe, wenn ich mal nicht fahren kann, und mit ihr deswegen Kontakt aufnehme. Ehrlich gesagt, ging mir dabei der Hut hoch innerlich. Wenn die Kinder sie als "Bonusmutter" akzeptieren und annehmen, ist das etwas, was ich ihnen belasse, aber ich muss das nicht. Sie ist in meinen Augen keine Bonusmutter. Ich akzeptiere sie als die neue Partnerin meines Ex, aber Kontakt will ich nicht mit ihr. Auch keine Terminplanung mit ihr machen. Dazu ist mir der Trennungsschmerz auch noch zu nah. Da bin ich empfindlich: mein Gefühl ist, dass sie nun meinen Platz als EF/Partnerin eingenommen hat, jetzt will sie auch noch als "Mutter" Anerkennung erfahren? Da platzt bei mir die Krawatte!
Ich würde gern mal erfahren, wie ihr, die in einer ähnlichen Situation seid, damit umgeht. Bezieht ihr die neuen Partner mit ein? Gibt es wegen der Kinder Kontakt zu neuen Partnern? Wie gestaltet sich das aus? Ich muss sagen, ich bin überfordert.
Reicht es denn nicht, dass ich akzeptiere, dass es sie gibt, und ich nicht gegen sie rede? Jetzt soll ich auch noch mit ihr die Kindererziehung managen? So kommt es mir vor.