thom2607
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ich bin aus gegebenem Anlass diesem Forum beigetreten. Vor ca. 4 Wochen hat mir meine Frau nach 15 Jahren Ehe und 30 Jahren Partnerschaft gestanden, dass Sie keine Umarmung von mir mehr "braucht".
Wir sind beide 52/50 und haben 2 Kinder. Die Beziehung hatte Hochs und Tiefs in den letzten Jahren, wobei der Sommer 2023 aus meiner Sicht noch eher ein hoch war.
Zärtlichkeiten oder Berührungen gingen eigentlich immer von mir aus. Diese wurden mehr oder weniger erwidert, aber auch in Zeiten wo eher ein "Tief" war ging eigentlich eine innige Umarmung immer. Und ich brauche diese Zärtlichkeit ab und an. Das war gefühlt mein Rückhalt der mich immer wieder mal gestärkt hat.
Seit ein paar Monaten spürte ich, dass diese Umarmungen gar keine Reaktion mehr auslösten, ich spürte innerlich die Ablehnung. Habe es lange verdrängt und immer mal wieder versucht.
Vor ca. 4 Wochen habe ich mir ein Herz gefasst und Sie direkt angesprochen (eigentlich mit der Vermutung, dass ein "Anderer" im Spiel ist). Dabei hat Sie mir gestanden, dass Sie mich nicht mehr umarmen kann - nichts mehr für mich empfindet. Ein anderer ist nicht im Spiel (ich glaube ihr das, nach mehrfacher Nachfrage). Sie hat mir glaubhaft versichert, dass es keinen anderen gibt für den Sie was empfindet.
Als Grund nennt Sie, dass Sie "nur noch funktioniert" überlastet ist mit Kinder, Job (40%), Haushalt usw.
Ebenso dass Sie vom mir keinerlei Wertschätzung erfahren habe und noch ein paar andere Dinge.
An den Vorwürfen ist sicherlich was dran. Ich habe aber die Arbeit meiner Frau immer wert geschätzt, das aber nie offen gezeigt.
Wie es nun weiter gehen soll wissen wir nicht. Ich liebe Sie noch sehr und sehne mich so nach einer Umarmung. Ein weiteres Zusammenleben in diesem Zustand auf Dauer werde ich aber nicht durchstehen.
Ich bin selbständig mit sicherlich mehr als 70 Stunden die Woche und für mich war "mein Zu Hause", "meine Familie" das was mich das Ganze hat ertragen lassen. Das war mein "Rückrat" und hat mich vor dem Burnout bewahrt.
Nun hat mir die aktuelle Situation den Boden unter den Füßen weggezogen und ich frage mich warum ich das Ganze (Beruf) überhaupt mache.
Natürlich mache ich mir auch Vorwürfe warum ich das Ganze nicht kommen sehen habe. Warum ich nicht mir mehr Zeit für meine Frau genommen habe. .
Wir reden im Moment offen miteinander und alles läuft weiter. Niemand im Umkreis weiß Bescheid.
Wir versuchen derzeit einen Termin bei einer Ehe/Paarberatung zu bekommen um vielleicht mit professioneller Hilfe die Ehe bzw. Beziehung zu retten (bzw. zu sehen ob Sie noch zu retten ist).
Die ersten 14 Tage nach diesem Gespräch waren schlimm für mich. Ich konnte nichts essen, schlecht schlafen, keine Musik hören, etc. (so wie in vielen Geschichten hier geschildert).
Im Moment geht das etwas besser und ich "funktioniere". Ich bemühe mich auch mehr im Haushalt zu helfen und bin auch bereit meine Frau weiter zu entlasten.
Aber fast täglich schweifen auch meine Gedanken wieder an eine drohende Trennung und wie es dann weiter gehen soll, das zieht mich dann immer wieder runter.
So genug von der Seele geschrieben, vielleicht hat ja einer einen Tipp wie ich das Herz meiner Frau wieder zurück gewinnen kann.
Bitte seht von Kommentaren "die hat bestimmt einen Anderen" etc. ab. Ich habe aufgrund mancher Kommentare auf die Geschichten hier lange überlegt ob ich überhaupt was schreiben soll.
P.S. Ich würde mich auch freuen, das im Privaten ausführlicher zu diskutieren, da kann ich sicherlich auch mehr Details Preis geben. Gerade die Sicht einer Frau dazu würde mich sehr interessieren.
Gruß Thom