@thom2607 Vielen Dank für deine Antwort. Auch wenn meine Fragen triggernd für dich sind, mache ich mal einfach weiter. Es geht mir dabei null um Schuldzuschreibungen. So ein gut laufendes Unternehmen baut sich ja nicht einfach so über Nacht auf. Das heißt für mich, dass ihr beide da über einen langen Zeitraum hereingerutscht seid.
Ich finde die Denkanstöße von @Caecilia sehr gut. Es gibt verschiedene Möglichkeiten schnelle und praktische Entlastung für deine Frau zu finden.
Vielleicht sollte man auch in die Richtung denken, ob deine Frau durch die Wechseljahre oder Überforderung eine depressive Episode hat. Gerade deine Aussage, dass sie dir eigentlich nicht sagen kann, was sie glücklich machen würde, lässt mich in solch eine Richtung denken.
Vielleicht sollte sie eine eigene Therapie anstreben, um für sich herauszufinden, was sie will. Vielleicht sollte sie mit ihrem Frauenarzt mal sprechen.
Die andere Ebene, die ich sehe, ist die der Kommunikation. Wenn das schon seit Monaten so geht, warum konnte deine Frau nicht mit dir sprechen? Bist du vielleicht doch nicht so präsent, wie du es dir denkst? Hat sie vielleicht viel mit dir gesprochen und du hast es nicht gehört? Wollte sie gar nicht mit dir sprechen?
Warum konntest du ihr die Wertschätzung nicht zeigen?
Hat sie dir Wertschätzung für deine Arbeit gezeigt?
Zitat von thom2607: Spätestens 55 will ich ganz aufhören. Da war auch kommuniziert, dass Sie dann (wenn Sie will) wieder 100% arbeiten kann und ich mich um alles kümmere.
Natürlich kann eine Frau mit mitte 50 beruflich noch einmal voll durchstarten, aber das ist so ein enormer Aufwand. Hat deine Frau Bereiche im Kopf, wofür sie brennt, was sie dann wirklich will?
War es von dir kommuniziert oder eine gemeinsame Entscheidung von euch beiden?
Zitat von thom2607: Mir ist eigentlich klar was ich will. Meine Familie. Und meine Frau und deutlich mehr Zeit das Leben zu genießen....
Ich würde sagen, dass ist die Bauchantwort. Und jetzt muss der Kopf dazukommen. Wenn deine Familie dir so wichtig ist, warum hast du dann die letzten Jahre deiner Arbeit so viel Zeit gewidmet?
Wie geht es deinen Kindern mit dir? Wie viel Pubertätskämpfe hast du ausgetragen und von wie vielen hat dir deine Frau erzählt? Bist du eher der Spaßpapa oder ein Erziehungspartner?
Das sind Themen, die du auch mit deinen Kindern mal besprechen kannst. Natürlich ohne auf eure Eheprobleme einzugehen, aber du kannst sie mal fragen, wie sie dich und deine Arbeit sehen.
Du kannst übrigens sehr dezent um deine Frau werben. Aber mit Kleinigkeiten, die sie nicht unter Druck setzen. Bei euch steht jetzt wahrscheinlich kein Liebeswochenende zu zweit an. Du kannst ihr aber den Kaffee machen, oder von der Tanke mal ihr Lieblingseis mitbringen. Lauf ab und an mal *beep* vor ihr rum, gib dezente Komplimente für Sachen bei denen sie denkt, dass sie nicht gut darin ist. Frag sie häufiger nach ihrer Meinung oder sprich mit ihr über ihre Interessen und Freunde.