St_Jappi
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Wir waren die ganzen zwei Wochen zusammen unterwegs. Haben viel geredet, gelacht und manchmal auch einfach über irgendwelchen Blödsinn geredet. Und manchmal hat er vor sich hin gepfiffen, weil ihm irgendein Lied im Kopf rumging.
Eigentlich nichts besonderes. Aber genau das fehlt mir jetzt schon.
Ich habe noch bis Sonntag und stehe mit meinem Wohnmobil auf einem Stellplatz. Es ist ziemlich ruhig hier. Ein bisschen Wind, die Blätter rauschen und sonst hört man nicht viel.
Und irgendwie macht mich das gerade traurig.
Vielleicht sogar mehr als ich gedacht habe.
Ich kann alleine sein. Das ist nicht das Problem. Ich mag meine Freiheit und ich mag es auch, mit dem Wohnmobil irgendwo zu stehen und einfach meine Ruhe zu haben.
Aber ich merke gerade, dass alleine sein und sich nach jemandem sehnen zwei verschiedene Dinge sind.
Ich hätte einfach gerne jemanden neben mir.
Es müsste gar nichts Besonderes sein. Kein großes Gespräch, kein Programm.
Einfach jemand, der da ist. Vielleicht einen Kaffee trinkt und irgendwann vor sich hin pfeift, weil ihm irgendein Lied durch den Kopf geht.
Mehr bräuchte es manchmal gar nicht.
Gestern habe ich auf YouTube ein Video gesehen, in dem es darum ging, wie schön es doch sein kann, alleine und ungebunden zu sein.
Ich habe mir das angeschaut und irgendwie konnte ich den Gedanken nicht so richtig nachvollziehen.
Ja, Freiheit ist schön. Das weiß ich selber.
Aber ich glaube, ich möchte meine Freiheit gerne mit jemandem teilen.
Jetzt sitze ich hier und merke diese Einsamkeit ziemlich deutlich.
Und natürlich weiß ich, dass der Gedanke „es interessiert sich niemand für mich“ nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun hat. Aber Gefühle sind manchmal eben stärker als der Kopf.
Vor ein paar Stunden war mein Sohn noch neben mir und jetzt ist es plötzlich wieder ganz still.
Vielleicht ist es auch einfach dieser Unterschied, der gerade so weh tut.
Ich wollte das einfach mal aufschreiben.
Vielleicht kennt das ja jemand.
Man kann alleine zurechtkommen und trotzdem jemanden vermissen.