Bindestrich
Gast
Ich bin mir auch nicht sicher, mit welcher Intention ich hier schreibe. Es muss wahrscheinlich einfach raus und von jemanden gelesen werden.
Hintergrund:
Mein ehemaliger Freund und ich haben uns vor knapp einem Jahr nach 10 Jahren Beziehung einvernehmlich getrennt. Ich bin 29. Es ist quasi meine Jugendliebe gewesen. Grund hierfür war, dass das Sexualleben aufgrund unterschiedlicher Vorlieben immer geringer wurde bis wir schließlich gar kein Sex mehr hatten und dadurch allgemeine Unzufriedenheit sich breit machte. Kontakt wollten wir nach der Trennung weiterhin halten. Ich habe seit der Trennung ein Sexleben, wie es in etwa meinen Vorstellungen entspricht und mache all das was Leute sagen, was helfen soll. Ausgehen, Fokus anders setzen usw. usf.
Jetzt:
Seit ein paar Wochen habe ich düstere Gedanken und komm aus heiterem Himmel nicht mehr aus der Gedankenspirale raus.
Ich weine und weine nachdem ich ihn gesehen habe. Ich fühl mich immer noch so als ob ein Teil von mir fehlt, haltlos und das Gefühl begleitet mich jeden Tag. Ich weiß gedanklich genau warum wir uns getrennt haben aber ich verliere so oft das passende Gefühl dazu.
Es ist klar, dass die Geschichte gegessen ist und wir nie wieder ein Paar sein werden. Er orientiert sich weiter und hat abgeschlossen. Körperlich habe ich ebenfalls abgeschlossen aber es gelingt mir nicht, mich emotional zu lösen. D. h. ich lebe mich zwar sexuell im Rahmen einer Affäre aus aber kann mir derzeit nicht im Leben vorstellen, dann auch noch zu verreisen oder gemeinsam zu kochen, was man eben sonst so eventuell macht weil er mir immer noch der Liebste Mensch der Welt ist und ich das immer noch am liebsten mit ihm gemacht hätte.
Ich verstehe diese Ambivalenz in meinen Gedanken nicht. Wir haben uns einvernehmlich getrennt und jetzt reagiere ich unweigerlich so. Ich mache mir Sorgen, dass diese Schwere nicht aufhört.
Das ist mein erster Liebeskummer Wie lange hält der noch an?