Woolka
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Wir hatten also beide während der Kennenlernzeit Nov 22 - April 23 herausforderende Zeiten. Vor einem Jahr habe ich ihn dann über Facebook angeschrieben, nachdem wir uns im Club schon gut verstanden haben und die Anziehung spürbar war. Ich war verknallt, weil er der erste Mann ist, der mich seit Jahren wirklich auf jeder Ebene anspricht. er zeigte auch auf jeden Fall Interesse und war manchmal auch etwas "zurückhaltend". ich hab dann immer als erste geschrieben und er ist auch positiv darauf eingegangen, er schrieb immer und zeitnah zurück. Insgesamt reagierte er also sehr positiv auf meine Annäherungen, allerdings spürte ich dass ihn etwas "hemmte". ich merkte, einerseits war es toll, andererseits ist da noch was. ich fragte ihn also über den chat, eher zwanglos, ob er nicht gerne schreiben würde oder woran es läge, dass er sich nie von sich aus meldete. daraufhin gab er mir quasi einen korb "er möge mich wirklich sehr, er hätte aber den eindruck ich hätte gerade zu große erwartungen, im moment könnte er sich nicht vorstellen, dass mehr als Freunschaft daraus werden würde. ". ich war natürlich enttäuscht und traurig, akzeptierte aber seine Entscheidung weil ich ihn wirklich als Mensch mag und dann froh war wenigstens zu wissen woran ich war. ich wechselte also vom "potentiellen Beziehungsmodus" in den Freundschaftsmodus. das war letztes Jahr im Juni. Seitdem bin ich wenn wir uns im Club sehen bzw. sahen immer offen und herzlich im Kontakt zu ihm habe aber nichts mehr in Richtung Beziehung forciert. Wir sahen uns dann nur noch im Club so ca. 2-3 mal im Monat. Seitdem war er es dann der aber den Kontakt aufrechterhielt, im Club immer die Inititative ergreift und nach und nach wurden wir immmer vertrauter im Umgang miteinander. die Art wie (Körpersprache, Blicke) und was wir sprachen ging von mal zu mal, zwar sehr langsam aber eindeutig, über das normal freundschaftliche Kommunizieren hinaus. Er öffnete sich nach und nach immer mehr. und dann kam raus was los war: Nach einer 16 jährigen Beziehung die freundschaftlich auseinanderging lernte er mit 40 eine 20jährige kennen, wie sich herausstellte war sie Borderline-erkrankt, ritzte sich und hatte eine Essstörung. Er meinte er hätte noch nie mit einer Frau so eine intensive Beziehung gehabt. Aber es war sehr anstrengend diese Achterbahnfahrt der Emotionen und Stimmungsschwankungen. Sie waren 5 Jahre zusammen, was ja eher lang war. dann stellte sich heraus, dass sie ihn am Ende belogen und betrogen hat. er hat den Kontakt mit ihr abgebrochen. ich fragte ihn ob er die Beziehung verarbeitet habe. er meinte, dass er seit einem Jahr (das 4. Jahr nach Ende der Bez.) nun kaum noch an sie denkt. danach kam Corona. er ist ein sehr geselliger Typ, daher war Corona in Kombination mit der traumatischen Erfahrung die Hölle für ihn. das ist nun 5 Jahre her. dann kommt noch letzte heftige Jahr dazu und er meinte er konnte nicht mehr. er steuerte auf ein Burnout zu. deshalb holte er sich Hilfe. Nun wird seine Arbeitszeit auf 50% für ein Jahr reduzieren. Er hat das alles nicht aus einer Opferhaltung heraus erzählt sondern wirklich in sehr reflektierter Form. ich halte es also nicht für wahrscheinlich, dass er mich nur als "Seelenmülleimer" benutzt. dafür hat er sehr lange gebraucht bis er das alles nach und nach erzählt hat.
Vor diesem Hintergrund + dass wir 200km auseinander wohnen + ich habe zudem noch einen 8jährigen Sohn. scheint es als ob wir nicht die besten Voraussetzungen haben. Aber irgendwie vertieft sich der Kontakt immer mehr und ich habe eine Verbindung zu ihm die mir wirklich wichtig ist und ich merke dass die Gefühle bei mir immer tiefer werden und bei ihm auf jeden Fall etwas ist, wenn auch hin und hergerissen. immer wenn wir uns wieder etwas näher kommen, dann folgt darauf immer wieder eine kleinere distanzierungsphase. aber insgesamt vertieft es sich definitiv.
und nun zu meiner eigentlichen Frage: Wer kann mir mit derselben Situation (Traumatische Beziehung zu Borderlinerin) seine Erfahrungen schildern in Bezug wie lange es gedauert hat, bis er sich wieder einlassen konnte auf eine neue Frau? Und gibt es etwas, wie ich ihn unterstützen kan? Was braucht er, damit er sich trotz Fast-Burnout auf eine Beziehung einlassen kann. Mir geht es nicht darum dass ich möglichst schnell in eine Beziehung komme. Und nein, ich bin emotional stabil und ich habe kein Helfersyndrom. ich habe mir selbst auch klare Grenzen gesetzt, schließlich habe ich einen 8 jährigen Sohn und damit Verantwortung. Ich brauche keine Beziehung, ich komme sehr gut alleine klar. ich bin schon seit 4 Jahren Single, mit meinem Ex habe ich nur noch wegen dem Kind zusammengewohnt, einvernehmlich und mit bewusster Entscheidung.
Mich interessiert, da ich wie gesagt schon Gefühle für ihn entwickelt habe, ob es wirklich auch Happy Ends mit Männern gibt die irgendwann ihre "Borderline Traumfrau Illusion" überwunden haben und sich wieder auf eine ganz "normale" Beziehung eingelassen haben. was ist passiert, dass das wieder möglich war und wie lange hat es gedauert. oder ist man dann für immer emotional "beeinträchtigt"? Ich habe zu diesem Thema leider nichts hilfreiches und nur sehr wenig gefunden, deshalb bin ich für alle konstruktiven Beiträge sehr dankbar! Vielen Dank Woolka