ByMyselfeAgain
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Erster Punkt,
Ich bin Verlustängstler.
Passt perfekt zu meiner Kindheit und hat sich eigentlich durch mein ganzes Leben gezogen. Ich kann es endlich benennen und auch herleiten.
Es klingt zwar hart, aber ich denke unsere ganze 12 Jährige Beziehung über war meine Ex nur eine Person die einfach da war und in der ich mein ganzes selbst verloren habe.
Ich mache ihr keinen Vorwurf dafür, dass sie sich weiterentwickelt hat. Ich bin derjenige der auf der Stelle trat.
Was zu Punkt Nummer zwei führt.
Als Kind habe ich gelernt, meine Bedürfnisse nicht äußern zu dürfen bzw. sie wurden nie wahrgenommen.
Keine geäußerten Bedürfnisse= kein Vorankommen. Seelische Monotonie und eine Leere in mir selbst die sich rückblickend betrachtet durch mein ganzes Leben zieht. Letztendlich konnte auch eine Beziehung diesen Mangel in mir selbst nicht füllen. Und ich konnte somit unsere Beziehung nicht sinnvoll füllen. Nach Verliebtheit, zwei Kindern und Haus ist dann die Luft rausgewesen. Ich denke schon vor 3 Jahren fing das ganze an zu bröckeln.
Sie wollte mehr vom Leben, wieder Feiern, Menschen kennen lernen.
Da kommt Punkt 3.
Es fällt mir unglaublich schwer mit neuen Menschen klarzukommen.
Wenn dann jemand kommt, der alle ihre Bedürfnisse erfüllt... *beep* happens.
Mir bleibt jetzt nichts anderes übrig, als wie herauszufinden wie ich meine Muster durchbrechen kann. Wie ich diese verdammte Leere in mir füllen kann.
Mich und wirklich nur mich selbst wieder zu füllen.
Um wieder erfüllt zu sein und als komplettes Selbst durchs Leben zu gehen.
Ich darf mich nicht mehr emotional abhängig machen.
Mein ganzes Lebens hab ich jetzt damit verschwendet nicht ich selbst zu sein.
Mich nicht zu entfalten und zu wachsen.
Ich habe auch das Pöbeln und Meckern über die Ex mitlerweile so satt.
Damit versuche ich mich nur selbst wieder zu erhöhen und mein Leid zu überspielen.
Wenn ich leiden muss, dann leide ich halt. Bis auch die allerletzte Träne rausgequetscht ist.
Ich will nicht mehr in irgendeine Vermeidungsstrategie rutschen um meine Gefühle zu unterdrücken. Auch so ein Muster das sich durch mein Leben zieht.
Auch wenn mein Gehirn ständig auf die nächste emotionale Befriedigung hofft, werde ich alles daran setzen, so lange wie möglich einfach allein zu sein.
Bis ich mit mir selbst zufrieden und im reinen bin.
Kein Mensch darf je wieder das ersetzen was ich erstmal in mir selbst erschaffen muss.