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Was denkst du gerade?

Harry_50
Der Psychiater, bei dem ich war, hat mir geantwortet, er kann mir nicht helfen. Er sei Mediziner. In der Praxis wird aber Psychotherapie angeboten. Er hat mir gesagt, dass es bei der BG nur
Ärger gäbe. Meinen Einwand, dass meine BG mir selbst diese Therapie vorgeschlagen hätte, schenkte er keine Beachtung. Ich werde nächste nächste Woche bei einem Psychologen anrufen, bei dem ich vor 10 Jahren nach dem Tod meines Sohnes in Behandlung war.

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D
@Blindfisch
Diese Gedanken kenne ich auch aus meinen jungen Jahren, habe es zum Glück recht gut in den Griff bekommen durch verschiedene Maßnahmen. Was dauerhaft bei mir hängen geblieben ist, damit das so bleibt:

Viel Bewegung in der Natur
Reduktion von Social Media auf 0
Kein TV
Viel lesen, wenn möglich draußen
Ausreichend Schlaf
Nein sagen

Wenn ich das alles berücksichtige, geht es mir gut, auch in Krisenzeiten oder bei viel Stress. Dann bin ich eben normal traurig, gestresst oder deprimiert, so wie das bei jedem mal ist, aber eben ohne den schwarzen Hund. Das ist natürlich individuell, aber schau mal genau darauf, was du in den Zeiten, wo es gut ist, anders machst als zu denen, wo es dir schlechter geht. Du hast den Willen zur Veränderung und das ist der wichtigste Schritt.

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A


Was denkst du gerade?

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S
@Blindfisch
Ich finde es richtig gut, dass du den Mut hattest, dich hier zu zeigen! Das ist schon der erste Schritt. Schreib noch mehr hier, über das, was deine Mutter erlebt hat, wie du dich als Kind in diesem Zusammenhang gefühlt hast, deine jetzigen Gefühle und Gedanken usw. Mach ruhig einen eigenen Strang auf, z.B. als Tagebuch, deine Gefühle, deine Erinnerungen, alles, was sich so in dir zeigen will. Wichtig ist, dass du es nicht in dir einschließt, sondern es raus aus dir lässt. Fühl dich mal umarmt. Ich selbst stecke zur Zeit in einer Erschöpfungsdepression. Das Gefühl, nicht hier sein zu wollen, trage ich vermutlich schon seit meiner Kindheit mit mir rum. Im Augenblick ist es ruhig. Ich habe akzeptiert, dass ich zur Zeit nicht leistungsfähig bin.
Dann hatte ich noch den Gedanken zu Selbsthilfegruppen. Die habe ich vor langer Zeit besucht. Die gibt es zu allen möglichen Themen, z.B. Emotions anonymos, auch zu Depression oder vielleicht hast du noch ein anderes Thema. Zu Psychologen würde ich nicht gehen, nur zu psychologischen Psychotherapeuten, am besten tiefenpsychologische Therapie. Die Idee mit 116117 finde ich gut. Die müssen dir innerhalb von 4 Wochen eine Adresse geben, falls das noch so ist. Gib nicht auf, du wirst hier noch gewollt! von deiner Frau, deinen Kindern, von uns...melde dich bitte wieder...
Alles Liebe Sinc.

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Hedwig11
@Blindfisch Als Kind eines Vaters, der sich suizidierte, sag ich dir, tue es bitte nicht. Es gibt für alles eine Lösung und man kann über alles reden. Du willst nicht, dass deine Kinder mit Schuldgefühlen aufwachsen und selbst Depressionen bis hin zu Suizidgedanken entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit wäre dann nämlich sehr, sehr hoch.

Hast du schon mal Johanniskraut probiert? Es braucht ein bisschen, bis die Wirkung eintritt, aber ab 900 bis 1000 mg täglich ist es gut wirksam. Es gibt zum Beispiel in den Dro.gerien von tetesept ein Präparat, wovon zwei Kapseln täglich genügen. Es wirkt unterschwellig und ganz ähnlich wie Antidepressiva. Ich bemerkte da ehrlich gesagt null Unterschied. Falls du allerdings schon Antidepressiva nimmst, dann bitte nicht zusätzlich Johanniskraut nehmen.

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Heffalump
Zitat von Blindfisch:
nicht weit, einfach nur fahren und den airbag ausschalten...

Nie

Ich hänge am Leben.
Was bedrückt dich

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S
Zitat von Blindfisch:
Zum reden habe ich nicht wirklich jemanden. Die Lebensgeschichte meiner Mutter ist ein Alptraum. Ich kenne ihre Geschichte, ihre gestohlene Kindheit, mein Stiefvater weiß nichts davon. Als ältester von 3 Kindern habe ich früh Verantwortung übernehmen müssen. Habe meine Bedürfnisse immer zurück gestellt. Mein leiblicher Vater ist schon lange nicht mehr unter uns. Alles gut soweit. Hab mein Leben gemeistert. Habe eine wundervolle Frau an meiner Seite und 2 wundervolle Kinder. Und dennoch ist es grau im Kopf. Die Gedanken nie genug zu sein. Die Gedanken das alle besser dran wären, wenn ich nicht mehr im Wege stehe.

Lieber @Blindfisch, ich sehe da ein Kind, dass mit der Situation der Mutter überfordert war. Es hat Verantwortung übernommen, die ein Kind noch nicht tragen kann. Es hätte seinen eigenen Impulsen folgen können müssen in der Gewissheit, dass es immer zur Mutter zurück kann, die es hält und aufbaut. Kinder haben einen biologischen Auftrag: sich ausprobieren, sich kennenlernen, der Neugierde folgen, sich nach und nach zu lösen, an den gesetzten Grenzen rütteln, sich an den Eltern abarbeiten um die unsichtbaren Grenzen kennenzulernen die eigenen und die der anderen usw. Dabei passiert auch immer wieder etwas, weil Kinder eben nicht vernünftig sein können. Du musstest viel zu früh erwachsene Verantwortung übernehmen und hast deine Kinderbedürfnisse zurückgestellt. Und wenn dann ein Kind sich auslebt, dann stört es die depressive Mutter, weil sie nicht die nötige Energie hat. Aber das alles hat nichts mit dem Kind zu tun. Es war richtig, so wie es ursprünglich war. Es hatte etwas mit den Bezugspersonen zu tun. Dein jetziges Gefühl, nicht gut genug zu sein und dass alle besser dran wären ohne dich, ist ein uraltes Kindergefühl, was nie gehört wurde, von den anderen nicht und von dir auch nicht. Es sagt nicht die Wahrheit über dich, sondern über die falsche Situation, in der du als Kind warst. Die Verantwortung gehörte den Erwachsenen und nicht dir als Kind. Wie alt warst du, als du die schlimme Lebensgeschichte deiner Mutter erfahren hast? Es hätte der Stiefvater mit tragen müssen und nicht du als Kind oder als Jugendlicher. Du darfst ihr ihre schlimmen Erfahrungen wieder zurück geben. Es war ihr Schicksal und nicht deins. Du hast dein eigenes Schicksal. Manchmal glauben wir, der anderen Person zu helfen, wenn wir ihr Schicksal mittragen und erlauben uns nicht, trotzdem glücklich zu sein, sondern lassen es uns aus Solidarität auch schlecht gehen. Ich glaube, dass du dein Kinderverhalten, was damals absolut richtig war, um zu überleben, heute noch weiter so mit dir machst, in dem du deine eigenen Bedürfnisse zurückstellst und nur funktionierst. Bei dieser Art zu leben, zieht die Seele irgendwann die Reißleine, weil sie einfach nicht mehr weiter übersehen werden möchte. Depression ist eine Chance! Ich habe mir damals zu allen Themen, die in mir hoch kamen Bücher gekauft, bin dabei immer meinem Bauchgefühl nachgegangen.

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ruhe
@Blindfisch Ich verstehe deine Gedanken, habe ein solches Tal selbst durchschritten. Es ist so gut, dass du darüber sprichst, auch hier. Seele in Not ist kein Tabu, es kann jeden und jede treffen.

Ich möchte noch zu allen Empfehlungen hinzufügen, dir über den Hausarzt einen Dringlichkeitscode/eine Dringlichkeitsbescheinigung für Psychotherapie zu holen. Diese besagt, dass die Therapie zeitnah erforderlich ist und das sehe ich hier absolut gegeben.

Neben der Telefonseelsorge (0800-1110111 bzw. 0800-1110222) gibt es noch OBEON: obeon.de - die sind prima, vielleicht magst du da mal schauen und ggf. sogar Kontakt aufnehmen.

x 4 #33472


alleswirdbesser
Zitat von Blindfisch:
Macht man als Mann nicht.

Wenn ich an deine vielen Beiträge denke, liegt wohl hier der Hund begraben, du bist so in dieser Rolle „ein Mann hat so zu sein“ gefangen, dass du es dir selbst sehr schwer machst. Hätte ich jetzt wirklich nicht erwartet bei dir, also solche Gedanken, aber es ist nun mal alles menschlich. Ich hoffe du bekommst die nötige Hilfe und kannst dich früher oder später davon befreien. Verstecke dich nicht vor deiner Frau hinter dem Mannsbild, das du vor Augen hast. Du bist in erster Linie ein Mensch.

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alleswirdbesser
Zitat von Blindfisch:
Ich bin auf Wartelisten ....seit März...Ich habe die Aussicht im nächsten Frühjahr zum Gespräch beim Psychologen zu bekommen. Ich bin ein harter ...

Wende dich an eine Beratungsstelle, Diakonie oder Caritas, ich habe da sehr gute Erfahrung gemacht und mir wurde wirklich sehr geholfen in der akuten Trennungssituation. Da hat man auch mit Profis zu tun. Es hilft schon allein die Möglichkeit sich einer neutralen Person zu öffnen, man bekommt von ihr auch Sichtweisen aufgezeigt, die man selbst gar nicht im Blick hat. Aber einfach jemand zum reden ist allein sehr hilfreich. Bis du dann einen Therapieplatz hast.

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Stella31
Zitat von alleswirdbesser:
Wenn ich an deine vielen Beiträge denke, liegt wohl hier der Hund begraben, du bist so in dieser Rolle „ein Mann hat so zu sein“ gefangen, dass du es dir selbst sehr schwer machst

Das ist mir auch aufgefallen!
Diese, für mich, völlig überholte Denkweise, wie ein Mann zu sein hat.
Ich dachte, dass sich da schon viel mehr getan hätte mittlerweile, also allgemein bezogen.
Doch irgendwie sind diese alten Denkstrukturen so tief verankert, dass der Weg noch weit ist.
Vielleicht ist da zu viel Angst, als Weichei zu gelten, sobald zu viele Gefühle gezeigt werden. Oder stark sein müssen, um zu funktionieren.
Ich denke, das ist ein Irrglaube!

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mokka_23
Zitat von Blindfisch:
Und da ist mein Dilemma. Wie lange macht sie das mit? Wie bekomme ich das mental verarbeitet, das sie noch mehr Verantwortung übernehmen muss, weil ich versage?

De-pression heisst eigentlich Druckabbau. Ein depressiver Freund von mir schickte mir kürzlich ein Video von Jim Carey, der Depression als "deep rest" definiert, als Reaktion auf einen Riesenstress und Innendruck. Du versuchst alles zusammen zu halten und rutschst immer tiefer rein wie in einen Sog, der dich immer stärker in die Tiefe ziehst, je stärker du ihn bekämpfst. Gegen die Depression kommt man nicht mit dem Kopf an und mit noch mehr Anstrengung. Weihe deine Frau ein und schau, dass du eine Kur machen kannst. Wahrscheinlich musst du dein Leben und deine Glaubenssätze nun ordentlich umkrempeln. Lass deine Frau heute für euch beide stark sein.

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Harry_50
Die Angelegenheit mit dem geplatzten Treffen mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen hat sich eben geklärt. Wir hatten nicht gesagt, bei wem wir uns treffen. Er hatte bei mir geklingelt und ich bei ihm. 😂 . Das Treffen wird am Mo. nachgeholt. Bei ihm. Winkendes Gesicht

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Harry_50
Wie ich sehen kann, habe ich die Zwei kichernde Hyänen Lacher auf meiner Seite. Winkendes Gesicht

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M
Ich bin gut im Urlaub angekommen und würde dir das gerne schreiben, so wie du es vor 3 Wochen gemacht hast. Aber da du mir nur einen schönen Urlaub gewünscht hast, glaube ich dass du auf keine Nachricht von mir wartest.

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Pippa
@Hermine47
Wie geht es Dir inzwischen?
🍀

x 3 #33480


A


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