Was haltet ihr von Polyamorie?

Chiara

Hallo zusammen,

eine Freundin hat mich auf eine Sendung heute Abend aufmerksam gemacht (ZDF, 37 Grad, 22:15 Uhr: "Glücklich mit mehreren Partnern").

Was meint ihr zum Thema Polyamorie (also wenn Menschen überzeugt sind, mehrere Menschen nebeneinander seelisch/geistig/körperlich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen zu können und das in offener Absprache miteinander auch ausleben)? Das Besondere daran sei, dass eben aus Liebe (zur Partnerin/zum Partner) keine Besitzansprüche gestellt werden, sondern beide sich gemeinsam freuen über eine neue Beziehung/eine neue Liebe, die eine/r findet...

Neu ist das Ganze ja nicht... mir fallen spontan Schriftsteller- und Künstler-Beziehungen aus früheren Jahrhunderten ein, die das kurz- oder längerfristig verwirklicht haben.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, in einer polyamourösen Beziehung zu leben. Diese Argumente "Liebe sollte keine Besitzansprüche zeigen" und "Sich am Glück des/der anderen mitfreuen" haben freilich etwas Entwaffnendes. Hört sich irgendwie nachvollziehbar an.

Also: Wie steht ihr zur Polyamourie?
Und: Könnte eurer Ansicht nach die Polyamourie eine Lösung sein für manche Beziehungsprobleme? (Ähm, ich mein ja, sie schafft nur neue Probleme...)

Viele Grüße
Chiara

02.08.2011 12:03 • #1


ratlos2510


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also ich weis nicht finde das viel zu viel zu organisieren wenn du dir nen zeitplan machst wann de was mit wem machst
und nebenbei wäre das für mich gar nicht drin weil ich viel zu schnell eifersüchtig werde

also mit mehreren mädels vllt
aber das hört sich jetz schon wieder nach typisch Männerfantasien an

ne ich dnke eher nicht das das bei den meisten funtionieren würde

02.08.2011 15:25 • #2



Was haltet ihr von Polyamorie?

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Alena-52


hallo chiara

wenn wir alle bedingungslos lieben könnten - wäre das unser normaler zustand ... weil wir dann nicht objektbezogen sind - sondern uns mit allem was uns begegnet in liebe verbunden fühlen könnten - ohne erwartungen - einfach im geben und an-nehmen.

man hat viele menschen, die so leben wollten/konnten verteufelt - siehe poona ...

ich bin noch nicht soweit - kann es mir z.z. nicht vorstellen und geriet früher mal in einen konflikt - als ein anderer mann neben meiner beziehung auftauchte - ich habe ihm/uns deshalb keine chance eingeräumt.

auch heute würde wohl immer nur ein partner zur zeit für mich in frage kommen ... damit ich diese tiefe, die ich brauche, erfahren kann.

02.08.2011 15:43 • #3


Jenn


Hi Alena,

ich schau´s mir an. Danke für den TV-Tipp.

LG

02.08.2011 20:48 • #4


norwid68


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neee, geht garnicht. meine meinung....

03.08.2011 08:41 • #5


sanin

sanin


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Das kommt auf die Partner an. Alle Beteiligten müssen in der Lage sein so zu l(i)eben. Das Problem dabei ist, sobald einer etwas mehr liebt und sich darauf etwas mehr Bedürfnisse ergeben ist der dann auch in der Lage den Verzicht zu ertragen?

Wir neiden dem einen das Auto, dem anderen die Position, dem nächsten das Haus..... sind das vorraussetzungen gemeinsam Partner zu teilen? Ich bin mir da nicht sicher.

Natürlich funktioniert eine Mehrehe, aber nur deshalb weil (leider immer nur die Frauen) die mehr-Partner sich auch verbünden. Und vielleicht eher aus der not herraus (sonst wären sie vielleicht unverheiratet). Vielleicht findet man in so einer Konstellation den Soulmate unter den gleichgeschlechtlichen ehepartner.

In der Polyamorie wird es komplizierter. Unterschiedliche gleichwertige Partner teilen.

Vielleicht ist der der tatsächlich in der Lage ist, eine polyamore beziehung zu leben vielleicht tatsächlich der Glücklichere und ausgeglichenere. Ich kann es nicht.

Es gibt auch noch die Form einer festen Beziehung die Nebenschauplätze zulassen. Wenn die Partnerschaft der beiden in eher geistiger ebene stark und unberührbar ist, warum sollte es nicht möglich sein, Nebenschauplätze zu akzeptieren. Die Partnerschaft bleibt stark und unberührt. Interessant, aber leider auch nichts für mich.

lg sanin

03.08.2011 20:06 • #6


Julian01


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Klingt ja alles schön und gut. Und wenn die Menschen/unterschiedlichen Partner miteinander auskommen, ist es sicher auch irgendwo in Ordnung.

Für mich persönlich wäre es aber ein absolutes No Go. Dann sollte man keine Partnerschaft führen. Sondern sich einfach nur mit den "begehrten" Menschen treffen, so wie Partnerwechsler oder ähnliches.

Vieles was schon erwähnt wurde kann ich teilen. Zum Beispiel Sanin sein Aussage, was das Neiden angeht.

Für mich persönlich wie gesagt: NO GO

03.08.2011 20:57 • #7


norwid68


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sanins schlussfolgerungen/thesen sind durchaus interessant, aber ich bin besitzergreifend. ich möchte eine frau nur für mich allein! dafür bin ich absolut treu und es liegt mit ferne eine affäre und/oder außenbeziehung zu führen. ich bin da strunzkonservativ, altmodisch und meine alten werten verpflichtet.

ich hatte irgendwann auf WDR eine story gesehen von einer 3er partnerschaft.
mein eindruck:die frau macht es sich bequem (nebenbei hatte sie irgendein unistipendiat), und die beiden typen müssen damit klarkommen und auch in einer kleinen wohnung zusammen zuwohnen, es waren auch kinder dabei. die kamen auch aus der lila latzhosen szene , so richtige softies/weicheier... ich habe damals gemeinsam mit meiner frau lang drüber diskutiert,weil wir uns tierisch drüber aufgeregt haben..

lg
kai

04.08.2011 09:17 • #8


sanin

sanin


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Hi Norwid,
auch mein naturell erlaubt mir keine polyamere Beziehung.
Die Dreiecks beziehung die du beschreibst, macht mir so den -Eindruck, "Ich will beide, entweder ich macht mit oder bekommt gar nichts!".
Auch wenn es sehr egoistisch und nicht gerade emphatisch ist, so spielen die anderen beiden mit.....

04.08.2011 11:42 • #9


sanin

sanin


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Hi Norwid,
auch mein naturell erlaubt mir keine polyamere Beziehung.
Die Dreiecks beziehung die du beschreibst, macht mir so den -Eindruck, "Ich will beide, entweder ich macht mit oder bekommt gar nichts!".
Auch wenn es sehr egoistisch und nicht gerade emphatisch ist, so spielen die anderen beiden mit.....

04.08.2011 11:43 • #10


norwid68


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ich hätte immer gerne auf die "dame" einschlagen wollen... *g*

04.08.2011 11:44 • #11


sanin

sanin


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Hi Norwid,
auch mein naturell erlaubt mir keine polyamere Beziehung.
Die Dreiecks beziehung die du beschreibst, macht mir so den -Eindruck, "Ich will beide, entweder ich macht mit oder bekommt gar nichts!".
Auch wenn es sehr egoistisch und nicht gerade emphatisch ist, so spielen die anderen beiden mit.....

04.08.2011 12:03 • #12


sanin

sanin


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Zitat von norwid68:
ich hätte immer gerne auf die "dame" einschlagen wollen... *g*

1. wäre schade um deinen Fernseher gewesen
2. Sei froh, dass es nicht deine war.
3. Läufst du eh nicht in Gefahr so einer Tante zu begegnen.

Also lehn dich entspannt zurück Der Norm entspricht das sowieso nicht. Es gibt so viel was andere Leute in ihrer Beziehung leben, was für mich nicht in Frage käme.

04.08.2011 12:35 • #13


norwid68


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1. stimmt. lieber in natura
2. richtig
3. richtig

04.08.2011 13:45 • #14


Chiara


Hallo zusammen,

vielen Dank für eure interessanten Beiträge zu meiner Frage!

Ich glaube, von der polyamourösen "Latzhosen-Gemeinschaft" (Frau mit zwei Männern) habe ich auch schon mal gelesen. Hat von euch nun auch jemand die ZDF-Sendung am Dienstag gesehen? Da ging es um zwei verschiedenen Beziehungen/Beziehungsnetze - einmal jüngere Leute, einmal ältere, jeweils bestehend aus einem Hauptpaar plus Nebenpartner/innen (die zum Teil in anderen "Hauptpartnerschaften" steckten oder auch nur lockere Beziehungen führen).

Auch wenn die Beteiligten sich anders äußerten, klang es doch so, als ob das Ganze gefühlsmäßig immer wieder belastend, kompliziert und (über)fordernd ist. (Aber das mag meine persönliche Interpretation sein.)

Sanin, du schreibst:
Zitat:
Das Problem dabei ist, sobald einer etwas mehr liebt und sich darauf etwas mehr Bedürfnisse ergeben ist der dann auch in der Lage den Verzicht zu ertragen?


Genau... und dann ist ja auch die Frage: Von WEM wird im jeweiligen Fall Verzicht verlangt? Von der Person, die den Partner eigentlich mehr für sich haben möchte (und also weniger teilen möchte)? Oder von der Person, die sich gerne mehr "aufteilen" möchte und somit weniger Zeit für einen bestehende Partnerschaft hätte?

Wahrscheinlich würden polyamouröse Menschen antworten, das müsse jeweils ausgehandelt werden... hmmm, anstrengend, oder?

Übrigens, der Vergleich mit dem Neid auf Auto, Haus oder andere materielle Dinge, den du anstellst, Sanin, erinnert mich irgendwie an die Zehn Gebote, wo ja auch in einem Atemzug einerseits materielle Güter und andererseits die Ehefrau des Nächsten genannt werden, die man (oder "Mann") nicht begehren soll. (Wobei die Frau ja in jener Zeit wohl tatsächlich ein Teil des Eigentums war.)

Für mich persönlich ist der Neid auf irgendeinen Besitz, den jemand hat (aber das ist mir sowieso ziemlich fremd), doch was ganz anderes als die Eifersucht in Bezug auf einen geliebten Menschen.

Zu deinem Kommentar, Julian
Zitat:
Dann sollte man keine Partnerschaft führen. Sondern sich einfach nur mit den "begehrten" Menschen treffen, so wie Partnerwechsler oder ähnliches.
,
möchte ich sagen, dass ich immer dachte, viele Gäste von Partnerwechsler seien Menschen, die in festen Partnerschaften leben, aber auf unaufwändige Weise s.uelle Abwechslung und "Abenteuer" verwirklichen möchten. Aber da ich selbst nie so einen Club besucht habe, kann ich mich natürlich täuschen.

Das, was du schreibst, Alena,
Zitat:
sondern uns mit allem was uns begegnet in liebe verbunden fühlen könnten - ohne erwartungen - einfach im geben und an-nehmen.

wäre wohl das Paradies...

Viele Grüße
Chiara[/quote]

04.08.2011 23:57 • #15



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