Zitat von Shum:Kannst du zu deinem Heilfastenplan mehr berichten? ich finde das ganz spannend und es ist ja auch fundiert, dass es bei Entzündungen und noch so vielem mehr hilft.
Ich hatte damals eigentlich keinen Plan. Interessanterweise war 2016 als ich krank wurde das Jahr, als erstmals ein Italiener den Nobelpreis bekam für die Erkenntnis, dass beim Fasten Autophagie Ablagerungen, entzündliche Prozesse und Tumorzellen stoppt bzw. entfernt. Ich wurde damals operiert, nach einem halben Jahr kam der bösartige Tumor wieder und weil ich keine chemo wollte, hab ich es einfach versucht: Fastenbuch gekauft gelesen, und dann auf eigene Faust 4 Wochen nur Brühe (wegen Basen, Salz und zum Aufwärmen wichtig) und zwei Gläser Karottensaft am Tag. Meine Hausärztin hat mich in der Zeit krank geschrieben, weil ich tatsächlich dauernd geschlafen habe. 4 Weitere Wochen später war der Herd im MRT weg.
Danach habe ich ein Jahr noch zur Sicherheit vegan und zuckerarm gelebt. Inzwischen bin ich safe was einen möglichen Rückfall angeht nach sovielen Jahren.
Aber um weitere Krankheiten zu vermeiden, hab ich das Herbst- und Frühjahrsritual: zwei Tage leichte Kost, dann 5-10 Tage nur frische Gemüsebrühe und bei Schwäche ein Glas Gemüsesaft oder auch mal ein kleiner Löffel Honig und dann langsam wieder aufbauen.
Abführen tu ich nicht, der Einlauf reicht am Anfang.
Wer neu mit sowas anfängt sollte vielleicht in ein Fastenreatreat gehen oder sich ein Buch mit Anleitung kaufen. Mein Körper kennt das inzwischen, das einzige ist manchmal noch der Koffeinentzug, der mich stört. Aber ich kann meistens sogar noch nebenher arbeiten gehen. Da sind die Leute aber auch unterschiedlich.
Die psychischen Effekte sind übrigens auch enorm. Es ist immer auch ein seelisches "entrümpeln" finde ich.