catwoman2
Zitat:Würde sich mein Partner eines Tages anders entscheiden, müsste ich es akzeptieren.
Ich würde es ablehnen, nur geliebt zu werden, wenn ich es erzwingen oder einfordern müsste.
Doch viele Menschen glauben, wenn sie in einer Beziehung sind, sie können "besitzen" und hätten lebenslang einen Anspruch.
:kuss:
MmB
Zitat:Das ewige Paninirennen der Singlebörsen
:mrgreen:
Hinrich
Zitat: Es ist paradox, denn man müsste ja eigentlich davon ausgehen, dass gerade diese Menschen ein Bedürfnis nach sicherer Bindung haben.
Ja, so ist es auch.
Zitat:Aber da spielen eben andere Mechanismen eine Rolle.
So wird zum Beispiel die Sexualität mit Liebe und Zuneigung verwechselt. Lässt diese dann nach, wie es ganz normal ist, brechen solche Menschen aus der Beziehung aus oder beginnen Affären, weil eben ihr Bedürfnis nach Nähe und scheinbarer Liebe nicht mehr ausreichend befriedigt wird und sie plötzlich das Gefühl haben, etwas zu verpassen. "The grass is always greener on the otherside."
Nicht ganz. Eher wird Aufmerksamkeit und Resonanz mit Liebe und Zuneigung verwechselt und wenns hart auf hart kommt :D ja, dann wird diese Resonanz nur über Sexualität wahrgenommen, was aber nicht immer der Fall ist. Die Hauptsehnsucht ist Spiegelung, die in der Kindheit nie erlebt wurde und Geborgenheit durch eine stabile Beziehung bedeutet nicht unbedingt Spiegelung. Selbstwahrnehmung ist nur über Resonanz möglich. Wo sie fehlte, erkennt man sich nicht selbst im Spiegel :wink: und sobald der Partnerspiegel trüb wird, wird er ausgewechselt weil die existenzielle Bedürftigkeit noch größer ist als die eigene Bindungsfähigkeit.
Die Entwicklungsfrage ist vielleicht: will jemand ein Idealselbstbild gespiegelt bekommen 8) oder möchte er sich selbst im anderen erkennen. Wenn letzteres der Fall ist, kann von beiden Seiten so etwas wie Liebe entstehen :D
Aber alles hat zwei Seiten....Menschen ohne
Zitat:dauerhafte Bindungsvorliebe
(MmB) sind nicht nur Gefangene ihrer eigenen Bedürftigkeit, sondern oft auch freier in der Wahrnehmung ihres Gegenübers, freier in der schonungslosen Betrachtung der vorhandenen Beziehung.
Zitat:Das Problem ist, dass sie immer wieder auf die gleiche Hürde treffen werden und so nie eine stabile Beziehung auf die Beine stellen können. Ihre Unfähigkeit für die Liebe erklären sie sich dann selbst gern mit "Unkonventionalität" und einer gewissen Art von "Freiheit", die auch gern esoterisch-spinnert untermauert wird.
Ja fast :D Man könnte aber auch sagen, dass sie sich nach einer lebendigen, tiefen Liebe sehnen und die ist in der Tat etwas unkonventionelles bzw. seltenes. Geborgenheit und Verlässlichkeit kann das nicht wett machen.
Zitat: Wirklich glücklich bzw. zufrieden werden sie damit nicht, weil die innere Baustelle oder Fehlstelle unbearbeitet bleibt.
Jedem sein Unglück :mrgreen:
Zitat: Oft folgt irgendwann der Zusammenbruch, der sie auf sich zurückwirft.
Jedem seinen Zusammenbruch :mrgreen: Dann kann man die ganzen Bausteine mal in Ruhe sortieren und nur die Sinnsteine auflesen und ein schönes neues Gebäude aufbauen. Das sei jedem mal angeraten :wink:
Zitat: Und dann merken sie, dass diese ganze Ego-Show, die sie lange Zeit gespielt haben, eine einzige Selbstverleugnung war. Im Grunde sind solche Menschen nämlich zutiefst einsam mit sich selbst. Sie lieben sich nicht und das Selbstwertgefühl beziehen sie nur von anderen. Es sind kleine Vampire.
Ja aber wenn sie nur einmal ein "Opfer" :wink: gefunden haben, das nicht nur aus seinem eigenen ungelösten Schmerz heraus agiert, sondern etwas "unkonventionelles" im Blut hat, dann kann das zu einem angenehmen Selbsterkenntnisschock führen 8) und alsbald endet die Einsamkeit und die Liebe hat freie Bahn :mrgreen:
liebe Grüße