poison89
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Ich habe bis märz eine 6,5 Jahre lange Beziehung mit meinem expartner geführt (ich bin gleichgeschlechtlich).
Die Beziehung habe ich beendet, weil ein neuer Kerl in mein Leben getreten ist und man sich in einander verguckt hat. Die letzte Beziehung war zum Schluss hin nicht mehr schön. Ich könnte nicht mehr treu sein, wir haben nicht viel miteinander geredet, weil wir Menschen waren, die sich zurück ziehen und vieles in sich hinein gefressen haben. Es waren viele Kleinigkeiten, die mich an meinem expartner aufgeregt haben, unter anderem seine grenzenlose Zeit am PC, der für mich stetig anwachsende Alk. und die Tatsache, dass ich ihn zu nicht wirklich vielen Aktivitäten bewegen konnte. durch die neue Beziehung würde mir gezeigt, was das Leben noch so zu bieten hat. Mein neuer Freund war genau in der selben Situation und hatte auch noch einen Partner.
Ich habe mich öfters mit meinem expartner über die Vergangenheit unterhalten. Egal, ob per Brief, Telefon oder whatsapp und einmal auch noch persönlich. Anfangs war es sehr vorwurfsvoll von ihm und er sah nicht viele Fehler bei sich. Allerdings hat er mir gesagt, wieso er die letzte Zeit so gewesen ist: weil er unzufrieden war, er nicht die Liebe von mir bekommen hat, die er brauchte. Und aus Angst, er könnte mich damit so vor den Kopf stoßen, wenn er den Mund aufmacht, hat er es in sich herein gefressen. Er sagt, er hätte mir viele Hinweise gegeben, mich aus meinem inneren zu wecken und darauf aufmerksam zu machen. Aber eben würde zu wenig geredet.
Das war vor rund einem halben Jahr. Ich selber mache mir auch viele Vorwürfe und bekomme ihn nicht aus meinem Kopf. Ich denke sehr viel darüber nach über die Vergangenheit. Das allem ist meinem neuen Partner natürlich nicht entgangen. Anfangs haben wir noch viel darüber geredet, mittlerweile ist es eher in die Situation umgeschlagen, dass er mir sagt, ich muss abschliessen damit und wenn ich meinen neuen Partner wirklich lieben würde, dann weiß ich, was ich zu tun habe. Leider wird er in Gesprächen dann auch oft laut, was in mir die Wut, und das Unverständnis schürt und ich dann schlicht weg ein wenig verstumme, weil ich dann auch nicht mehr weiß, wie ich mich verhalten soll.
Aber genau das ist es ja. Mein neuer Partner ist mir wichtig geworden, aber an mein expartner liegt mir auch noch was. Ich kann irgendwie nicht von der Vergangenheit los lassen.
Mein expartner ist fest von einem Neuanfang überzeugt, mein neuer Partner versucht auch alles, um mich zu halten. Ich kann mir irgendwie nicht meinen Gefühlen bewusst werden. Deswegen habe ich meinem jetzigen Partner vorgeschlagen, dass ich erst einmal eine Woche zu meiner Mutter ziehe, damit ich mir für mich klar werde, was ich wirklich will. Er, also mein neuer, ist aber der Meinung, dass solche Pausen zu 99% in einer Trennung enden und ich dabei nur an mich denken würde, wie es ihm geht, würde mich dabei nicht interessieren.
Wie seht ihr das? Oder welche Erfahrungen habt ihr in solchen Situationen gemacht?
Ich danke euch schon einmal für eure Antworten.
