Hallo
ZukunftsAngst,
herzlich willkommen !
Zitat von ZukunftsAngst:Hallo,
nachdem mein Ex mich verlassen hat, leide ich unter Zukunftsängsten:
- Angst davor, nie wieder jemanden zu finden, der mich liebt
- Angst davor, alleine keinen Sinn mehr im Leben zu finden
- eine generelle diffuse Angst vor der Zukunft verknüpft mit negativen Erwartungen.
Man könnte vielleicht sagen, mir fehlt das Urvertrauen in mich, in das Leben an sich. Das hat die Beziehung schön überdecken können, aber jetzt nach der Trennung ist die Angst umso stärker.
Kennt jemand diese Ängste? Was tut ihr dagegen? Was hilft euch?
Wie kann ich zumindest ein gewisses Maß an Vertrauen in das Leben, in die Zukunft zurück gewinnen?
Vielen Dank für eure Hilfe!
Die Ängste, die gerade deine Gedanken- und Gefühlswelt bestimmen, hat wohl fast jeder nach einer Trennung.
Man fühlt sich wie im dunklen Wald ausgesetzt und findet den Weg zur Lichtung nicht. Du kämpfst dich durch´s Unterholz, stolperst über Wurzeln, bleibst an Ästen hängen, holst dir Schrammen und blaue Flecke und könntest vor Verzweiflung einfach nur laut schreien und weißt doch gleichzeitig, dass dich niemand hört.
Der Fehler, den wir begehen, ist, den Sinn es Lebens in einer Partnerschaft zu suchen. Mit diesem "Auftrag" ist diese dann schwer beladen und belastet und bricht unter der Last irgendwann zusammen.
Wer sich ewig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens begibt, verbringt sein Leben unter Umständen
sinnlos. Gleichzeitig könntest du dir die Frage stellen, ob das Leben an sich einen Sinn macht.

Viel eher könnte die Frage lauten: Wie kann ICH mein Leben sinnvoll und erfüllt gestalten?
Viele suchen das Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopfe tragen. (Nikolaus Lenau)
Was Du in anderen Menschen entzünden willst muss erst in Dir selbst brennen. (Dale Carnegie)
Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig. (Albert Einstein)
Aber ich verstehe, was du meinst und wie du fühlst, denn mir ging es ja auch mal so.
Ich habe aber erfahren, dass Ängste sich mitunter ins Nichts auflösen, dass sich Problem aufdröseln lassen und sich vieles von selbst ergibt.
So war es bei mir. Ich hatte Angst, allein mit den Kindern nicht alles bewältigt zu bekommen, obwohl es Schwachsinn war, weil ich vorher auch alles allein gemanagt habe. Ich hatte Angst, finanziell in Engpässe zu geraten. Auch diese Angst war unbegründet, schließlich gehe ich einer geregelten Arbeit nach. Ich hatte Angst, dass mir das Haus über den Kopf wächst. Jetzt wohne ich mit meinem (mittlerweile) geschiedenen Mann unter einem Dach, jeder hat seine Wohneinheit und wir laufen uns selten über den Weg. Allerdings können wir auch normal miteinander umgehen.
Und die Angst, allein zu bleiben, hatte ich auch.
Wobei sich im Singleleben dann auch Vorteile herausstellten.
Aber auch diese Angst hat sich in Luft aufgelöst bzw. gelegt.
Hab Vertrauen in dich! Dann bekommst du dein Leben auch so geregelt, wie du es dir vorstellst.
Alles Gute!
