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Wer kennt es , selbstmitleid, nichts wert sein

lejla1

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hallo,

kennt ihr diese tage/phasen?

ich habe gerade das gefühl, ich bin 50, dass ich einfach nciht gut genug für die welt bin.

ich hatte durchaus tolle jobs aber immer wackelig und immer eine der ersten die rationalisiert wurden. desweiteren habe ich einfach kein glück mit männern und trotz therapien scheine ich nichts "gelernt" zu haben.
ich dachte eine zeitlang, alles gut, es hat einfach nur noch nicht geklappt und ein bisschen glück gehört ja auch dazu, aber warum habe ich das nicht?
ich bin nunmal eher introvertiert, lerne nicht besonders viele menschn im alltag kennen. jetzt bin auch noch arbeitslos geworden durch corona. mein letzter freund hat sich getrennt, war auch ein idiot. mein exmann ist bedürftig und auch nciht normal und alles was davor war muss man gar nicht erst erwähnen.
ich weiß man sieht den menschen nur vor den kopf. aber ich versuche wirklich mit menschn umzugehen wie ich es selbst gerne hätte und ich bin eine ehrliche, authentische haut. dennoch bekomme ich es immer wieder knüppelhart. ich sage, dass betrug ein nogo ist. und was machen einige kerle dann? genau das? ich kann mich behaupten und vernünftig streiten, ich sehe gut aus und bin nicht dumm. aber glück in der liebe will ich einfach nicht haben.
ich hatte schon so viel selbstliebe und dann kommt so ein Ar. und macht alles wieder kaputt.

entschuldigt heute ist es ganz schlimm. ich bedauere mich und nerve mich selbst. weiß auch von nix kommt nix.
meine kinder halten mich am leben. wenn die mal nicht mehr da sind, weiß ich auch nicht weiter. was ist nur aus mir geworden.

habt einen schönen tag.

12.03.2021 11:56 • x 1 #1


Kerstin_2016


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Hallo,

ja, solche Tage gibt es schon mal. Auch die Tage wo es dann mal "dicker" kommt.
Letzten Endes liegt es in uns selbst am Ende des Tages sagen zu können: ich habe mich da rausgeholt.

Ich denke, dass alle Menschen diese Tage habe. Bei dem anderen fallen sie mehr ins Gewicht, bei anderen weniger und es gibt Menschen, bei denen ist es lediglich ein Gedanke, der so schnell verfliegt wie er gekommen ist und fast schon nicht wahrgenommen wird.

Ich glaube was den Unterschied ausmacht ist die adnn angewendete Strategie. Welche Bewältigungsmöglichkeiten liegen in einem selbst und werden diese angewendet? Sind diese auch "effektiv"? Und vor allem welche Muster verbergen sich dahinter und somit wären wir bei dem Punkt:

Was ist bei den Menschen "anders", die solche Tage nur im Vorbeilaufen bemerken und nicht sonderlich beeindruckt sind von solch einem Gedanken?

Ich denke, dass diese Menschen ein sehr(!) gesundes Verhältnis zu sich selbst haben. Sie haben Selbstwert, Selbstachtung und Selbstbewusstsein ect. . Sie haben ihre Wunden (negative Erfahrungen) heilen lassen und dafür gesorgt, dass diese nicht wieder entstehen können (Auf- und Verarbeitung), zumindest nicht in der Art, als das sie es grossartig beeinflussen würde.

Natürlich denke ich auch, dass wenn die Tage gut organisiert sind, Energiesäulen vorhanden sind, man beschäftigt ist, darin besten Falls auch noch einen Sinn sieht. . .solche Phasen kaum mehr Zeit finden, um sich in einem breit zu machen.

Solche Phasen nicht so zu haben, dass diese wirklich Einfluss nehmen könnten, ist m.M.n. eine Kombination aus:

- Selbst-Ich (Selbstachtung, Selbstverständnis, SelbstBEachtung, Selbstbewusstein, Selbstakzeptanz usw.)
- Bewältigungsstrategien
- Alltags-Organisation / Energiesäulen


Zitat:
ich habe gerade das gefühl, ich bin 50, dass ich einfach nciht gut genug für die welt bin

An diesem Satz könnte ich jetzt zwei Dinge heraus interpretieren.

Zum einen:
Gefühle sind Emotionen und Emotionen kommen aus Deinen Gedanken.
Eines meiner Leitsätze: Meine Gedanken machen meine Emotionen.

Und zum anderen:
Glaubenssätze ("ich bin nicht gut genug") die wir verinnerlichen, werden solange aktiv Ihren Sinn und Unsinn in uns verbreiten, bis wir sie verstehen und umpolen. Dazu ist viel Bewältigung in und aus der Vergangenheit nötig.

Ich empfehle da Stefanie Stahl. Da gibt eines ihrer Bücher: "Das Kind in dir muss Heimat finden".
Das ist ein tolles Werk um zu schauen, was einen triggert und dazu enregt, sich das näher anzusehen.

Das ersetzt natürlich alles keinen Gang zum Therapeuten, wenn der Alltag nur schwer zu bewerkstelligen ist und die Phasen zu oft / zu intensiv präsent sind. Auch das wäre eine Möglichkeit mit fachlicher Hilfe hinter die Fassade zu schauen.

Alles Gute für Dich! Lass den Kopf nicht hängen. Du bist handlungsfähig und die Lösung liegt in Dir selbst und das ist doch sehr positiv

12.03.2021 12:40 • x 2 #2



Wer kennt es , selbstmitleid, nichts wert sein

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Bumich

Bumich


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Zitat von lejla1:
aber glück in der liebe will ich einfach nicht haben.
ich hatte schon so viel selbstliebe und dann kommt so ein Ar. und macht alles wieder kaputt.


Zitat von lejla1:
ich dachte eine zeitlang, alles gut, es hat einfach nur noch nicht geklappt und ein bisschen glück gehört ja auch dazu, aber warum habe ich das nicht?


Dann bist du eindeutug auf dem Holzweg, würde ich sagen. Man macht sich da auch gerne selbst etwas vor. Denn wenn jemand meine "Selbstliebe" mit ein Paar Worten zerstören kann, wars wohl nicht weit her damit.
Ich glaube du verwechselst da ein Paar wichtige Sachen. Und nur auf Grund deines Missverständnisses gehts dir so schlecht. Das sind freudige Nachrichten. Dir fehlt nichts zum Glücklichsein. So wie du in diesem Augenblick bist, bist du genau richtig. Dir kann weder etwas hinzugefügt noch abgezogen werden. Das "Problem", du hast es nur noch nicht erkannt. Es besteht also berechtigte Hoffung aus diesem Jammertal hinauszugelangen.

14.03.2021 21:38 • x 3 #3


alleswirdbesser


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Und deine Kinder, sie werden immer da sein! Selbst als Erwachsene bleiben sie deine Kinder und sie werden dich brauchen, egal wie alt sie sind und umgekehrt werden sie für dich da sein. Dafür müssen sie nicht mit dir in einem Haus leben.
Ich erlebe das jetzt sehr intensiv wieder mal. Meine Eltern sind für mich da, unterstützen und helfen mir so gut sie können wie schon immer. Mein erwachsener Sohn findet auch immer ein tröstendes Wort für mich und ist immer für mich da. Meine zwei Kücken sowieso. Das sind Menschen, die ich am meisten brauche und umgekehrt. Ihnen kann ich vertrauen und mich 100%-ig auf sie verlassen. Sie sind da und ich bin Ihnen sehr dankbar dafür. Und eines Tages kann ich hoffentlich auch diejenige sein, die zur Hilfe eilt, beschützt und tröstet, jeden, der das gerade braucht. Ich muss stark werden für meine Familie, nie aufgeben.

14.03.2021 22:53 • x 1 #4


Kispy


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Zitat von lejla1:
hallo, kennt ihr diese tage/phasen? ich habe gerade das gefühl, ich bin 50, dass ich einfach nciht gut genug für die welt bin. ich hatte durchaus tolle jobs aber immer wackelig und immer eine der ersten die rationalisiert wurden. desweiteren habe ich einfach kein glück ...


Es gibt ganz viel, was man tun kann, um wieder Auftrieb zu kriegen - ganz unabhängig von Job, Kindern, Geld, oder sonst was.

Das Doofe ist nur, dass man in dieser Stimmung einfach nur auf dem Sofa bleiben will

Da muss man sich erstmal ein paar mal aufraffen und was tun.

19.03.2021 02:11 • #5




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