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Wie lange dauerte es und was hat euch geholfen?

_Kate_

Hallo zusammen,

da ich mich selbst gerade im Trennungsprozess befinde und es einfach nicht zuordnen was bei mir im Inneren gerade passiert, würden mich eure Erfahrungen interessieren.

Meine Trennung ist nun 5 Monate her, waren 1 1/2 Jahre zusammen, eigentlich ging's mir ganz gut damit, das Ego war natürlich stark angeknackst, vor allem weil ich ihn in vielen Bereichen wirklich sehr unterstützt habe und als Dank ein gebrochenes Herz geschenkt bekam.

"Gut, sowas passiert!" dachte ich mir, tut weh, aber es gibt wesentlich schlimmere Dinge im Leben, da man ja weiß, dass der seelische Schmerz irgendwann nachlässt, man ist gesund und irgendwann auch wieder bei vollem Verstand.

Nun frage ich mich aber immer wieder, wann das denn mit dem Verstand und freien Geist wieder einsetzt? Wie schon gesagt, eigentlich ging's mir schon recht gut, sogar besser wie momentan, es kommt auch immer wieder der Gedanke auf "so ich glaube jetzt habe ich es überwunden", dann Tage später wieder diese Zweifel. Oft denke ich auch tagelang nicht an ihn, aber wovor ich am meisten Angst habe ist ihm zu begegnen, weil ich einfach nicht einschätzen kann was das in mir bewirkt.

Ich weiß, dass es für den Trennungsprozess kein Zeitlimit oder Vorgaben gibt, aber was hat euch gefördert und woran habt ihr gemerkt, dass das Kapitel, Trennung und Beziehung, nun endgültig abgeschlossen ist?

16.06.2016 09:53 • #1


DerTypderwo40is.


Zitat von _Kate_:
Ich weiß, dass es für den Trennungsprozess kein Zeitlimit oder Vorgaben gibt, aber was hat euch gefördert und woran habt ihr gemerkt, dass das Kapitel, Trennung und Beziehung, nun endgültig abgeschlossen ist?


Um ehrlich zu sein - an nichts.

Wie Du schon sagst, es gibt Phasen in denen es einem gut geht. Es passiert was und alte, eigentlich verblasste Zweifel nagen wieder an einem. Es geht einem eine Weile gut. Es passiert was und man denkt, man kommt nie drüber weg. Und wieder kommt eine Phase in der alles wie von selbst läuft.

Irgendwann kommt der Punkt an dem es nicht mehr wichtig ist. An dem es auch nicht mehr wichtig ist - ob man drüber weg ist. Dann ist man drüber weg.

Drüber weg bist Du, wenn Dir klar ist, dass es kein Zurück gibt. Warum auch immer. Alles was dann kommt ist schon das - Danach!

16.06.2016 10:11 • x 2 #2



Wie lange dauerte es und was hat euch geholfen?

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Blunda

Blunda


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ich würd es mal so als schleichenden prozess beschreiben. so wirklich festmachen kann man es tatsächlcih an keinen einzelnen dingen.

man fällt immer wieder in die löcher, die abstände werden aber größer und die löcher sind nicht mehr so tief. man wird schneller wieder raus kommen. auch wenn selbst die kleiner werdenden löcher noch recht schmerzhaft sein können

16.06.2016 10:26 • x 1 #3


Doing

Doing


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Wann es für mich endgültig abgeschlossen war(so richtig endgültig geht glaub wirklich nicht, aber sagen wir ich war wieder der alte )?
Die Frage ist was dir am meisten weh tat an der Trennung. Das gilt es hinter dich zu bringen. Bei mir war es
1) Das nicht mehr vorhandene Selbstwertgefühl (eben weil verlassen worden)
2) Warum ich mich so in diesem Menschen täuschen konnte.
3) Natürlich den Verlust eines geliebten Menschen

1) Als mich das erte mal eine Frau wieder angelächtelt hat, mein Herz einen kleinen Hüpfer gemacht hat, und wir uns einfach nur super unterhalten haben. Ich weiß ich beziehe mein Selbstwertgefühl zu sehr aus dem was andere über mich denken. Ich arbeite dran

2) Die Erkenntnis das nicht der andere Mensch das Problem ist, sondern meine eigene Erwartungshaltung. Und darüber habe ich die Kontrolle

3) So unromantisch das klingt, aber damit hatte ich schon immer am wenigsten Probleme. Ich will doch das die geliebte glücklich ist, wenn das nur ohne mich geht ... dann muss ich das akzeptieren.

Oder in tltr-Fassung
Draus lernen und verstehen half mir enorm

16.06.2016 14:06 • #4


_Kate_


Ach, das ist einfach ein Mist!

Ist ja nicht so, dass das meine erste Trennung ist, nur sehe ich das wie mit einer Krankheit: Im aktuellen Zustand sitzt man in einer Achterbahn der Gefühle, übergibt sich ständig und irgendwann fällt einem nicht mehr ein wie das so war, als man diese unerträgliche Übelkeit hatte.

Nur kann ich mich leider auch nicht mehr wirklich erinnern, ob ich als Single glücklich war, war auch keine sonderlich lange Zeit und davor habe ich am meisten Angst, trotz toller Familie/Freunde!

16.06.2016 15:03 • #5


Doing

Doing


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Genau das meine ich.
Warum hast du Angst vorm allein sein? (musst hier nicht antworten, aber für dich wäre es gut mal drüber nachzudenken) Wenn du das weißt kennst du dich etwas besser. Und vlt verstehst du dann manche Dinge besser.

Die Angst hatte ich übrigens auch. In meinem Weltbild sind nur die Versager alleine. Die nerds. Und der wollte ich natürlich nicht sein. Und schon war ich wieder an meinem nicht vorhandenen Selbstwertgefühl angelangt. Brauche ich etwa einen Mensch um mich herum der mich toll findet? Warum kann ich mich nicht auch einfach aus mir selbst heraus toll finden. Im Wort steckt doch eigentlich schon die Antwort:
SELBST-WERT-GEFÜHL
Und überhaupt, sollen die anderen doch denken was sie wollen!. Und so lern ich mich immer mehr kennen, und dadurch geht dann auch die eine oder andere Angst einfach weg.

ps.:
Ach ja und das mit deinem Achterbahnvergleich kenne ich auch. Irgendwie ist in dem Zustand alles so nebelig und man kann die Gedanken nicht so richtig greifen...

16.06.2016 15:54 • x 2 #6


_Kate_


Das ist es ja, ich weiß es nicht?! Ich verstehe die Menschen, die keine oder wenige Freunde haben, mit der Familie nicht zurecht kommen, aber gerade dann finde ich wichtig alleine zu sein und ein eigenes Umfeld aufzubauen, da man sich anderenfalls immer und ausschließlich über den Partner definiert und das ist meiner Meinung nicht richtig.

Am Selbstwertgefühl liegt es auch nicht, aber es herrscht im Moment phasenweise ein Gefühl der Leere und meine Angst dabei ist, dass dieses Gefühl erst komplett weggeht, wenn jemand Neues in mein Leben tritt.

Ich bin irgendwie glücklich, aber irgendwie auch nicht, ich fühle mich einfach, als wäre ich nicht ich?!

16.06.2016 16:12 • #7


Seh


Dass es abgeschlossen ist, merkst du daran, wenn du ihm begegnest und nichts mehr fühlst.
Und eine Stunde nach der Begegnung plötzlich feststellst, dass Du seit achtundfünfzig Minuten schon nicht mehr an ihn gedacht hast.

16.06.2016 16:20 • x 1 #8


Sway82

Sway82


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Zitat von _Kate_:
Das ist es ja, ich weiß es nicht?! Ich verstehe die Menschen, die keine oder wenige Freunde haben, mit der Familie nicht zurecht kommen, aber gerade dann finde ich wichtig alleine zu sein und ein eigenes Umfeld aufzubauen, da man sich anderenfalls immer und ausschließlich über den Partner definiert und das ist meiner Meinung nicht richtig.

Am Selbstwertgefühl liegt es auch nicht, aber es herrscht im Moment phasenweise ein Gefühl der Leere und meine Angst dabei ist, dass dieses Gefühl erst komplett weggeht, wenn jemand Neues in mein Leben tritt.

Ich bin irgendwie glücklich, aber irgendwie auch nicht, ich fühle mich einfach, als wäre ich nicht ich?!


So fühle ich mich auch!

16.06.2016 16:25 • #9


kaja1971

kaja1971


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Gerade wünsche ich mir,es würde aufhören zu schlagen.Nicht's mehr fühlen.Ich bin den Dingen so müde.Ewig meine Schultgefühle.Hab ich allein SCHULD? In ich einfach nicht in der lage, eine Beziehung einzugehen?Es macht mich fertig!Ich komme nicht raus,aus dem Selbstmitleid....
Ich bin doch wie immer schuld.

16.06.2016 16:52 • #10


Doing

Doing


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Schuld ist ja immer sowas ... im nachhinein kann man sich immer sagen:
"hätte ich das gewusst/wäre ich reifer gewesen, tja dann hätte ich dies und jenes anders machen können."

Solange du nicht mit vorsatz negativ gehandelt hast kann man doch nicht von Schuld reden. Meine Meinung!

16.06.2016 18:12 • #11


Blunda

Blunda


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wie jemand hier mal gesagt hat.....jeder hat in der situation zu dem zeitpunkt so gehandelt, wie er/sie es für richtig gehalten hat.
somit gibt es kein richtig, kein falsch und keine schuld.

natürlich is man hinterher immer schlauer, aber das ist das gute daran. daran wächst man und lernt neues, auch über die eigenen verhaltensweisen.
hab über die letzte situation in der ich in der hinsicht war, vieles für mich mitgenommen. auch wenns lange dauert, mir persönlich zu lange
aber wer weiß wozu es nützt

16.06.2016 18:22 • #12



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