Zitat von Einfachatmen: Ich kenne tatsächlich einen Mann, ungefähr mein Alter, sehr christlich und sehr wertverhaftet.
Ein ganz lieber, ehrlicher Kerl - leider lebt er wirklich danach, kein Sex vor der Ehe.
Und er ist heute noch allein, hatte noch nie eine Freundin, lebt aktuell bei seiner Mutter.
Er ist ein super Onkel, hilfsbereit aber es fehlt im einfach eine Partnerschaft im Leben....
Er tut mir nicht leid, es ist selbstgewählt, aber dennoch steht er sich selbst im Weg.
Ich bin auch Christ und Sex, sogar Küssen (finde ich auch zu intim für einfach so), war erst nach der Ehe Thema. Dafür habe ich sehr schnell nach Kennenlernen geheiratet. Bin jetzt 14 Jahre verheiratet, wir haben viele Kinder und das ist das beste was mir beziehungstechnisch passieren konnte. Als prüde würde ich unser Intimleben nicht bezeichnen, eher im Gegenteil. Weder habe ich Sex als Belohnung bekommen noch hat mich meine Frau dadurch versucht zu binden.
Bevor ich gläubig wurde hab ich genau so Beziehungen angefangen, wie es hier empfohlen wird. Rein auf der Gefühlsebene und bin kläglich gescheitert. Das ganze Forum ist voll von Beiträgen, wo Menschen nicht an morgen denken und dann die Welt nicht mehr verstehen. Warum wird es hier so ins Lächerliche gezogen, wenn jemand Sex als etwas besonderes erachtet, was man mit einem besonderen Menschen teilen möchte, der einem mehr als nur den Kopf verdreht hat?
Zitat von Psalm20-8: Damit die gelingt, müssten wir doch vorab definieren, was mit "Sex" überhaupt gemeint ist.
Für mich stand fest, dass ich vor der Hochzeit meine Frau so behandeln möchte, wie ich mir gewünscht hätte, dass meine Frau von anderen vor mir behandelt wurde. Kategorischer Imperativ quasi. Man weiß ja nie, es könnte ja auch wieder auseinandergehen.
Sex wird hier mM einerseits zu etwas verklärt worüber man seine Freiheit und Unabhängigkeit definiert, andererseits wird die Bedeutung dessen unterschätzt, was es bedeutet die intimste Grenze eines Menschen zu überschreiten. Sex ist eben nicht nur Tennisspielen.