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Zu emotional für eine Beziehung

C

Crazeyy
Gast

hallo Leute, ich bin jetzt über die erste verliebtheitsphase hinaus und jetzt verändert sich meine Beziehung gerade. Ich frage mich: hat das eine Zukunft, wenn der eine viel mehr fühlt als der andere?

Liebe ist natürlich von beiden Seiten da, aber ich bin (typisch Frau) total Gefühlsmensch, viel emotionaler, viel überschwänglicher, im guten wie im schlechten, freu mich wie ein kleines Kind über süße Geschenke, leide aber auch extrem unter Streit, bin eifersüchtig, mach mir viele Gedanken, steigere mich rein, die Beziehung ist mir einfach sehr wichtig.

Er hat nicht (mehr) die ganz grossen Verliebtheitsgefühle, es ist einfach Alltag geworden (nicht im negativen Sinn), er ist total cool und relaxed, Streit nervt ihn mehr als dass es ihn verletzt, eifersüchtig ist er nie und kann oft nicht verstehen wieso mir etwas so nahe geht

Meine (übertriebene) Emotionalität macht ernste Probleme. Ich bin richtig anstrengend, unsicher, nehm vieles persönlich, brauch viel Nähe und liebesbeweise, ihn nervt sein grosser Einfluss auf mein Gefühlsleben, wünscht sich dass ich unabhängiger wäre, abgegrenzter, ein bisschen rationaler. Ich wünsche mir das auch, habe Angst dass ich alles kaputt mach, aber kann aus meiner Haut nicht raus.

Habt ihr mir einen Rat? Es ist übrigens meine 3. richtig ernsthafte Beziehung, die vorherigen sind irgendwann an emotionsdrama gescheitert. Bitte helft mir dass das nicht wieder passiert!

x 1 #1


T
Du musst an deiner Unsicherheit arbeiten und an deinem Selbstwert, dann kannst du besser Vertrauen aufbauen. Deine Eifersucht zeigt ein Misstrauen und das ist nicht wirklich ein Liebesbeweis. In deiner Unsicherheit drehst du dich vor allem um dich selber und deine Gefühle. Ich denke, so ist es schwer das Gegenüber wirklich wahrzunehmen und die Beziehung nicht zu sabotieren. Wenn du nicht weisst, wie weiter tun, kann eine Therapie helfen.

x 2 #2


A


Zu emotional für eine Beziehung

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Gwenwhyfar
Wenn es Dir jetzt schon vorkommt, dass Du wiederholst, wirf bitte unbedingt einen Blick in Deine Kindheit.

In der Regel wird das Erlebte mit der Hoffnung auf einen guten Ausgang kopiert.

Generell zu Bindungstypen:

https://www.sein.de/beziehungstypen-die...forschung/

x 4 #3


Verloren1974
Du solltest unbedingt versuchen, etwas zu ändern ( Therapie), für DICH selbst und für diese Beziehung. Das ist nicht böse gemeint!

#4


_Tara_
Ich kann mir vorstellen, dass Du so bist, weil der Mann im Gegensatz zu Dir nach der Verliebtheitsphase auf dem emotionalen Rückzug ist. Das spürst Du einfach und willst mit aller Macht (Liebesbeweise einfordern, Drama initiieren) die Gefühle, die Du vorher gesehen hast, bei ihm wieder provozieren. Das wird aber nicht gelingen. Das wird ihn nur noch schneller aus der Beziehung treiben. Man kann nichts erzwingen.

Zitat von Crazeyy:
ihn nervt sein grosser Einfluss auf mein Gefühlsleben, wünscht sich dass ich unabhängiger wäre, abgegrenzter, ein bisschen rationaler.

Wenn ein Mann sowas in einer noch frischen Beziehung äußert, dann ist die Richtung, wie ich finde, schon absehbar.

Und ganz ehrlich - wenn er Dich nicht genauso will, wie Du bist - mit all Deiner Emotionalität, Deinen Gefühlsausbrüchen, Deinen Unsicherheiten - dann ist er nicht der Richtige für Dich. Für den richtigen Partner muss sich keiner verbiegen.

x 5 #5


T
An den eigenen Unsicherheiten arbeiten, den Selbstwert stärken und näher zu sich kommen ist kein Verbiegen sondern sich selber finden.

x 1 #6


_Tara_
Zu spüren, dass der andere sich emotional von einem entfernt, hat nichts mit mangelndem Selbstwert zu tun. Und bei einer Frau, deren Partner ihr Sicherheit und Loyalität vermittelt, treten überwiegend auch gar keine Unsicherheiten auf.
Unsicherheit zu spüren ist nicht pauschal immer in fehlendem eigenen Selbstwert begründet. Oft entsteht sie einfach durch das, was der andere einem entgegenbringt oder eben auch nicht.
Vermutlich sucht die TE sich einfach die falschen Partner aus.

x 2 #7


T
Ich sehe das anders. Der Selbstwert entwickelt sich seit der Kindheit über die Lebensspanne und beeinflusst die Beziehungsgestaltung. Die TE hatte schon mehrere nicht funktionierende Beziehungen hinter sich und will an sich arbeiten. Sie sollte dabei nach außen aber auch nach innen schauen.
Wichtig ist auch miteinander reden und auch mal die Perspektive des anderen übernehmen.

#8


_Tara_
Zitat von ttttt:
Ich sehe das anders.

Das respektiere ich. Und ich sehe es eben, wie oben beschrieben.

#9


M
Ich bin ein Mann, und kann das Verhalten des Mannes nicht nachvollziehen.
Hallo ! Es gibt auch Männer , wie ich auch einer bin, die sind auch nach der Verliebtheitsphase auf Nähe und Emotionalität aus ( nicht auf krankhafte Eifersucht ). Mich würde dein Verhalten nicht abschrecken...ich und andere Männer suchen das gleiche.

Nur Frauen suchen leider eher die rationalen Alphas.

x 2 #10


Joshu
Zitat von Crazeyy:
iebe ist natürlich von beiden Seiten da, aber ich bin (typisch Frau) total Gefühlsmensch, viel emotionaler, viel überschwänglicher, im guten wie im schlechten, freu mich wie ein kleines Kind über süße Geschenke, l


@TTTT und @_Tara_ : Also meiner Meinung nach habt ihr beide recht.
Denn erstens sind das, was Du, Crazeyy, beschreibst, alles andere als negative Eigenschaften: Es ist ganz wunderbar, dass Du zu solch emotionalen Reaktionen fähig bist, Dir das innere Kind bewahrt hast. Und ja, leider ist es so, dass die Kehrseite davon ist, dass Du auch unangenehme Gefühle intensiver erleben wirst, Ärger, vielleicht Wut, Trauer.
Das alles macht Dich zu einem wertvollen Menschen. Lass Dir das von niemandem ausreden. Und lerne dazu, dass nichts an Deinen Gefühlen falsch oder übertrieben ist. Steh zu dem, zu der Art wie Du bist, nimm es einfach wahr, die dunklen traurigen wie auch die schönen hellen Gefühle, die ein Geschenk sind.
Was Dich daran verunsichert, dass Du nicht dazu stehen kannst, Dich vielleicht schuldig deswegen führst und vielleicht Deinen "Grund" etwas allzu sehr in dem anderen suchst und deswegen etwas zum Klammer suchst, statt die Kraft und Sicherheit in Dir selbst zu finden - das ist vielleicht wirklich etwas, womit Du Dich mal näher befassen kannst.
Aber die Eigenschaften, die Du beschreibst, daran ist nichts Falsches oder Schlechtes, im Gegenteil - und "Crazyy" ist es schon mal gar nicht zwinkern wirft höchstens nicht das beste Licht auf die Welt, in der solche Eigenschaften manchmal zugunsten eines völlig übertriebenen reinen Rationalismus als hinderlich bezeichnet werden.

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A
Zitat von Crazeyy:
die vorherigen sind irgendwann an emotionsdrama gescheitert


Wie darf man sich das vorstellen?
Magst Du mal ein Beispiel beschreiben, wenn es "Emotionsdrama" von Dir gibt?!

#12


A
Zitat von Gwenwhyfar:


Guten Morgen

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag.
Das hat mir gerade einiges gelehrt.

Dickes Dankeschön dafür

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Simone1978
Zitat von AllesGegeben30:

Guten Morgen

Vielen lieben Dank für diesen Beitrag.
Das hat mir gerade einiges gelehrt.

Dickes Dankeschön dafür


Ich hab's mir auch gerade durchgelesen.
Dieser Beitrag ist der verständlichste, den ich je gelesen habe. Er bringt es auf den Punkt. Hab mich und ihn eindeutig darin gefunden...
Dickes Danke

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A


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