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Mutter vom Ex getroffen - soll ich sie mal besuchen?

Gesa

Gesa

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fast 3 Jahre ist es jetzt her, manche werden mich noch unter dem alten Namen kennen. gestern lief mir die Mutter des Ex zufällig über den Weg. gab kein Ausweichen. man nahm Blickkontakt auf. da wusste ich komme da nicht dran vorbei. war ok, Smaltalk, aber auch Konkret. es war ja alles vorbei nach dem Eklat. hatte mich schriftlich dazu geäußert. das ich sie vermisse, kam so spontan.

ich soll doch mal vorbeikommen. es ist jetzt erstmal eine Option, werd mir das in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. was sind meine Erwartungen, worauf sollte ich achten um mir selbst gerecht zu werden. auf was muss ich mich einstellen, ich vergesse leider viel zu schnell wenn mir jemand weh getan hat.

damit beschäftige ich mich jetzt erstmal und sehe dann wohin es führt. vielleicht zum besseren Verständnis, die Familie des Ex war für mich wie meine Familie, eine eigene habe ich nicht. sie wohnen gleich in der Nähe, haben ein eigenes Haus und ich wohne in einer nicht sehr guten Umgebung. mir hat es immer gut getan wenn ich da war, es gab mir das Gefühl von Geborgenheit das ich in meinem Umfeld nicht habe.

ab gesehen davon, denke viel über Vergebung usw. nach, anscheinend ist es jetzt an der Zeit der Vergangenheit ein neues Gesicht zu geben, oder täusche ich mich, da bin ich noch nicht ganz sicher. möchte das deshalb teilen und freue mich auf einen Gedankenaustausch.

08.11.2017 10:13 • #1


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von Gesa:
ich vergesse leider viel zu schnell wenn mir jemand wehgetan hat.


Hat dir seine Familie denn auch weh getan?

Zitat von Gesa:
ab gesehen davon, denke viel über Vergebung usw. nach, anscheinend ist es jetzt an der Zeit der Vergangenheit ein neues Gesicht zu geben, oder täusche ich mich, da bin ich noch nicht ganz sicher


Vergebung finde ich ein wichtiges Element im Verarbeitungsprozess. Mit einer solchen Haltung gelingt es versöhnlicher zu werden und die Vergangenheit loszulassen. Verletzungen aus der Vergangenheit festzuhalten blockiert Menschen sehr häufig und hindert sie daran, in der Gegenwart ein glückliches Leben anzustreben.

Es ist eine Frage der inneren Haltung, das Glas halbvoll oder halbleer zu betrachten.
Optimisten sind glücklicher.

08.11.2017 10:33 • #2


Gesa

Gesa


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Zitat von Selbstliebe:
Hat dir seine Familie denn auch weh getan?


Man hat sich gegenseitig wehgetan, da ist einiges aufeinandergeprallt an unterschiedlichen Ansichten.

Zitat von Selbstliebe:
Vergebung finde ich ein wichtiges Element im Verarbeitungsprozess. Mit einer solchen Haltung gelingt es versöhnlicher zu werden und die Vergangenheit loszulassen. Verletzungen aus der Vergangenheit festzuhalten blockiert Menschen sehr häufig und hindert sie daran, in der Gegenwart ein glückliches Leben anzustreben.

Es ist eine Frage der inneren Haltung, das Glas halbvoll oder halbleer zu betrachten.
Optimisten sind glücklicher.


Das sehe ich auch so. Aber nicht immer ist es hilfreich so zu denken. Manchmal muss man akzeptieren das es halbleer ist um dann wieder eine Situation zu schaffen wo's wieder halbvoll sein kann.

Optimismus ist eine schöne Sache, aber manchmal ist Pessimismus die gesündere Form. Meine Erfahrung. Und das muss nicht Dauerzustand sein, nur solange wie nötig.

09.11.2017 10:22 • x 1 #3


udi74


Hallo Gesa,

da ich die Vorgeschichte nicht kenne, kann ich Dir dazu schlecht einen Rat geben. Ich denke, es kommt auch darauf an, wie sehr diese Vorgeschichte seinen Anteil hatte, wie sehr diese nachwirkt usw.

Ich persönlich befürworte i.d.R. lieber einen klaren und sauberen Cut als irgendetwas anderes. Aber, wie gesagt, kommt auf dem Hintergrund an. Vielleicht kannst Du ja noch ein bisschen mehr diesbezüglich dazu schreiben?

L.G.

Udi

09.11.2017 10:30 • x 1 #4


_Konstantin


Hi Gesa,

sicherlich schön, dass es doch ein offensichtlich entspannter Smalltalk war. Aber die Tatsache, dass Du dieser Begegnung eigentlich ausweichen bzw. sie verhindern wolltest, zeigt eben doch ein klares gewolltes Distanzverhalten deinerseits. Aus den bisherigen Beiträgen ist zu erkennen, dass es auch mit der Familie wegen der Trennung sehr wohl unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen gab, die dein bis dahin gegebenes Geborgenheitsgefühl und Angenommensein bei seiner Familie wohl weggefegt haben.

Ich denke es ist klug, wenn Du einer solchen Einladung nicht folgst. Auch wenn ein solches Treffen alles Mögliche an Gesprächsstoff bietet, so wird ein Blick in die Vergangenheit zwischen Dir und ihrem Sohn - deinem Ex - nicht ausbleiben. Ob Du dich in derartige Diskussion verstricken willst, altes wieder aufwärmen willst, das sollte gut überlegt sein.

Für mich ist dein Vermeidungsverhalten der Begegnung der ausschlaggebende Punkt, dass Du eigentlich nichts mehr mit der Familie bzw. dergleichen zulassen möchtest. Der Kontakt mit seinen Eltern ist Dir nicht mehr wichtig, wie dein Begegnungsverhalten zeigte, deshalb würde ich es lassen.

09.11.2017 10:58 • x 6 #5


KBR


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Mir stellt sich da nur eine Frage (was aber sicher an meiner oft mangelnden Bereitschaft liegt, mich sozial kompetent zu zeigen): WOZU?

Vergeben kannst Du auch ohne eine Kaffeetasse in der Hand auf ihrem Sofa.

09.11.2017 11:26 • x 2 #6


Tempi


Zitat von KBR:
WOZU?
Neugierde befriedigen, mehr nicht.

09.11.2017 11:44 • x 1 #7


KBR


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@Tempi

Worauf? Finde ich nicht plausibel. Wäre ja vielleicht auch gut, wenn die TE (sich) die Frage ehrlich und auf der Suche nach Motiven beantwortet.

Egal wie Beziehungen und Trennungen waren und egal, wie gut ich mich mit denen verstand, ich bin nicht neugierig darauf, auf den Sofas der Ex-Schwiegermütter in spe zu sitzen und auf diesem Weg etwas über die oder ihre Söhne zu erfahren.

09.11.2017 11:52 • x 1 #8


Tempi


Ich vermute ja auch, dass die Ex-Schwm. etwas aus Gesa's Leben erfahren möchte, damit sie ihren Sohn damit anfüttern kann.

09.11.2017 12:09 • #9


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von Gesa:
Optimismus ist eine schöne Sache, aber manchmal ist Pessimismus die gesündere Form.


Mir fällt keine, wirklich keine einzige Situation ein, wo eine pessimistische Haltung zielführend ist, außer in einer Opferdenke. Ob die als gesund wahrgenommen werden kann ist wohl eine Persönlichkeitsfrage . Jeder wie er mag.

09.11.2017 12:23 • #10


Esrali


Nein. Es sei denn sie ist einsam und bietet dir das ausdrücklich an. Es wird oder gibt eine neue schwieger Tochter und diese hat den Hauptplatz.

09.11.2017 12:28 • #11


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von Tempi:
Ich vermute ja auch, dass die Ex-Schwm. etwas aus Gesa's Leben erfahren möchte, damit sie ihren Sohn damit anfüttern kann.


Oder sie wollte einfach nett und höflich sein.

09.11.2017 13:21 • #12


_Konstantin


Zitat von Selbstliebe:
Oder sie wollte einfach nett und höflich sein.

Das würde ich mir allerdings ersparen. Dafür gibt es keine Notwendigkeit.

09.11.2017 13:24 • x 1 #13


Selbstliebe

Selbstliebe


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Zitat von _Konstantin:
Das würde ich mir allerdings ersparen. Dafür gibt es keine Notwendigkeit.


In manchen Kreisen und Kulturen gehört aber genau das dazu.

09.11.2017 13:30 • #14


Waldfee47

Waldfee47


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Liebe Gesa
was sagt Dein Bauchgefühl dazu?
LG

09.11.2017 13:33 • #15




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