sushiline
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mir hat eine Freundin von diesem Forum erzählt.
Ich habe mich deshalb hier angemeldet, um meine Geschichte zu erzählen, damit ich meine Trennung und die damit verbundene Trauer verarbeiten kann.
Mein Ex- Freund(45) und ich( 40) haben uns im Internet kennengelernt, in einem Forum, wo Mann und Frau noch keine bzw nur wenig Beziehungserfahrung haben/hatten.
Ich muss dazu sagen, ich hatte schon mänliche Bekanntschaften, aber noch nie eine Beziehung.
Er hatte bis dato keine Beziehung.
Wir haben uns erst ganz langsam über viele private Nachrichten kennengelernt und haben uns dann langsam an ein Treffen heran getraut. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, auch nicht auf den zweiten.
Aber je öfter wir uns getroffen haben, desto mehr wuchsen unsere Gefühle füreinander.
Ich war eigentlich immer diejenige, die ein Schritt weiter ging, weil ich die Mutigere von uns beiden war.
Es war nicht immer leicht, dass meistens(fast immer) die Initiative von mir ausging. Aber er ist und war nun mal sehr schüchtern und das hab ich aber auch so gemocht an ihm. Unsere Beziehungsunerfahrenheit stammt bei uns beiden aus mangelndem Selbstbewußtsein, Schüchternheit und bei ihm war es auch so, dass er die Signale, die von Frauen ausgesandt wurden, nicht wahr genommen hatte.
Jedenfalls mit der Zeit wuchs unsere Vertrautheit. Ich muss aber noch dazu erwähnen, dass wir nur eine Fernbeziehung,( naja 45km auseinander) geführt haben. Ich habe eine eigene Wohnung. Er ist nach seinem Studium wieder bei seinen Eltern eingezogen. Deshalb waren wir die Wochenenden bei mir.
Da er aber noch nie eine Frau hatte, war ich seine "Erste". Es war aber ein sehr langer Weg, bis er sich mir öffnen konnte.
Wir haben weiterhin viel unternommen, ins Kino, Essen gehen, waren auf der Hochzeit meiner Cousine, haben eine Woche Urlaub gemacht. Was ich dennoch erwähnen muss, ist dass er nach wievor sehr passiv war. Sei es in der Organisation vom Urlaub oder Buchung von Reisen ect,. Das alles kannte er nicht, weil er noch nicht sein Leben gelebt hatte. Es störte mich schon etwas, was ich ihm auch schon mal versucht hab zu erklären. Es war ja nicht so schlimm, aber schon manchmal nervig.
Alles lief doch nicht so rosig zwischen uns. Wir hatten auch mal Phasen, wo wir uns nichts mehr sagen hatten, haben uns dann aber immer zusammengerauft, weil wir wussten, was wir aneinander hatten.
Da er auch lange Zeit arbeitslos war und erst einen Job in einer Firma ( er ist Biologe) in seiner Stadt bekommen hat, wuchs auch sein Selbstbewusstsein. Er wurde wieder von anderen Menschen wahrgenommen unter anderem auch von Frauen.
Tja, und dann gab es da eine Kollegin, die wohl Interesse an ihm hatte. Und er auch an ihr. Das war damals der Grund warum er das erste mal mit mir Schluss gemacht hatte. Das war ungefähr vor einem Jahr Anfang Februar. Damals war ich am Boden zerstört und konnte es nicht begreifen.
Ich habe versucht mich abzulenken, hab viel unternommen hatte auch Unterstützung durch meine Schwester und Freunden, aber den Gedanken, ihn aufzugeben, konnte ich nicht.
Nach 6 Wochen Kontaktabbruch, schrieb ich ihm einen Brief. Ich hatte zuvor alle Nummern gelöscht ect...
Habe darin meine Gedanken und Gefühle für ihn dargelegt, dass er das Beste war, was mir im Leben passieren konnte. Habe ihm aber auch gleichzeitig für sein neugefundenes Glück alles Gute gewünscht. Ich konnte ihm einfach nicht böse sein.
Nach ca 2 Wochen, kam dann eine private Nachricht, wo wir noch beide angemeldet sind, dass er meinen Brief sehr herzzerreissend fand.. Mit der Kollegin lief übrigens nichts. Dann kamen wir wieder so langsam zusammen. Ich war so unendlich glücklich.
Wir haben wieder viel unternommen, hatten sehr viel Spaß zusammen, er hat einen unwahrscheinlich ansteckenden Humor, den ich jetzt schon vermisse, er ist so gebildet, und so eloquent, dass ich ihm immer gen beim Reden zugehört habe..
Reden konnte er, nur leider haben wir verpasst über uns zureden, welche Ziele wir haben, ob wir das Gleiche wollen, das war unser Fehler. Er hat sich viel mit seinen Arbeitskollegen über mich unterhalten sagte er.(Er hat auch nicht viele Freunde, genauso wenig wie ich) Weil er wieder Zweifel an unserer Beziehung hatte.
Bloß die Kollegen kennen nur seine Version und mich kennen sie überhaupt nicht.
Naja, es kam wie es kommen musste, eine neue Kollegin hatte ein Auge auf ihn geworfen und er auch auf sie.
Das erzählte er mir dann, als wir uns am Donnerstag vor 3 Wochen bei mir getroffen haben, wo er wieder mit mir Schluß machte. Er war sich unserer nicht sicher und hatte wieder seine Zweifel, ob unsere Beziehung bestehen könne.Er hat dann seine Sachen an dem gleichen Abend, (es waren nicht viele) eingepackt, er hat mir meinen Schlüßel für die Wohnung wieder gegeben und der Abschied war für uns beide herzzerreissend. Wir küssten uns und ich sagte ihm zum Abschied, dass ich ihn liebe. Er fing auch an zu weinen und er "wüßte ja auch nicht nicht, ob er ins Verderben laufen würde".
Dann war er fort.
Morgen ist die Trennung 3 Wochen her. Ich vermisse ihn so. Und es tut so weh.