Carries
Mitglied
- Beiträge:
- 6
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 3
- Mitglied seit:
ich habe mich in diesem Forum angemeldet um mich mit Menschen austauschen zu können, denen es ähnlich geht.
Kurz zu mir: ich bin 41, wohne in Österreich und war 24 Jahre mit meinem mittlerweile Ex Freund zusammen. Seit Ende 2010 wohnen wir zusammen (mit Unterbrechung) und haben 2 Katzen.
Bis zum Jahr 2014 hatten wir eigentlich eine gute Beziehung. In diesem Jahr fing ich ein Studium (2ter Bildungsweg) an. Nachdem ich so schnell wie möglich fertig sein wollte, hab ich mich so richtig reingehängt. An der Uni habe ich neue Leute kennengelernt und das Leben hat richtig Spaß gemacht, weit weg von den To Do‘s, die zu Hause auf mich warteten. Durch die Uni und die Leute die ich dort kennengelernt habe, hab ich mich weiterentwickelt und das führte dazu, dass wir uns für kurze Zeit trennten und ich ausgezogen bin. Wir haben uns dennoch regelmäßig gesehen und nach 2 Jahren bin ich wieder eingezogen. Mein Studium war fertig und das Leben ging weiter wie davor.
Statt es besser als beim ersten Mal zu machen, haben wir irgendwann nur noch nebeneinander her gelebt. Er saß in seiner freien Zeit vorm PC und ich hab gelesen etc. 2022 lernte ich auf der Arbeit meine beste Freundin kennen. Wir haben zusammen immer mal wieder was unternommen. Dadurch habe ich gemerkt, wie viel ich eigentlich vom Leben versäume. Mein (Ex) Freund war nie jemand, der gerne etwas unternommen hat, daher blieb er immer allein daheim.
Wir haben immer weniger miteinander geredet, weshalb wir uns im April dieses Jahres trennten. Er wollte nicht, dass ich ausziehe und ich wollte nicht gehen. Darum blieb alles so wie es ist. Er hat sein Ding gemacht, ich meines. Geredet haben wir in der Zeit immer weniger miteinander. Er war zu der Zeit auch arbeitslos, für ihn also eine schwere Zeit.
Vor 2 Wochen war es dann soweit. Er hat mir gesagt, dass er mich und meine gesundheitlichen Probleme letztes Jahr nicht ernst genommen hat (4 mal Notaufnahme, einmal stationärer Aufenthalt). Das war für mich das Zeichen, das es besser wäre zu gehen.
Als das ausgesprochen war, hat sich unser Miteinander verändert. Wir reden wieder mehr miteinander, es ist entspannter. Ich finde es so schade, dass es so weit kommen musste, damit wir wieder normal miteinander umgehen können. Jetzt bin ich mir unsicher, ob ich wirklich gehen soll (hab eine Wohnung gefunden, deshalb hab ich eigentlich keine „Wahl“) oder ob es nur deshalb so ist, weil die Entscheidung getrennt zu wohnen, Druck rausgenommen hat und dadurch das Miteinander frei von jeglicher Erwartung ist.
War jemand von euch schon einmal in so einer Situation? Wie habt ihr das gehandhabt?