Zweifel an der Beziehung

Mia80

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin in einer für mich schwierigen Situation, weil ich mir nach 6 Monaten Fernbeziehung nicht sicher bin, ob wir wirklich zusammenpassen oder ob es nicht doch wieder eine Frage der Zeit ist, bis ich merke, dass es nicht so ist.
Ihr hört sicherlich heraus, dass ich bereits schlechte Erfahrung in vorherigen Beziehungen gemacht habe.
Und diese endeten jeweils mit einer anderen Frau.
Für mich ist es sehr schwer Vertrauen aufzubauen und ich kam eben nicht vorbelastet in die Beziehung hinein. DAs macht niemand, ich weiß, aber bei mir spielen Verlustängste eine große Rolle.
Das hat es von Anfang an kompliziert gemacht, und für mich sehr anstrengend. Manchmal wollte ich es schon beenden, weil es mir einfach zu viel geworden ist, da ich noch am Studieren bin usw.
Nun, habe ich für die Zukunft auch schon eine bestimmt Vorstellung, und zwar innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Kind zu bekommen. Ich weiß, dass das noch ein Zeitraum ist, in dem viel passieren kann.
Aber es macht mich eben doch auch kritischer meinem Partner gegenüber, da ich mich frage, ob er dafür in Frage käme.

Das klingt jetzt sicherlich alles sehr pragmatisch, was ich eigentlich gar nicht bin. Jetzt zu meinen Bedenken, warum ich mir nicht sicher bin.
Nun, wir sind sehr unterschiedlich. Ich bin sehr sensibel, gefühlsbetont und habe auch das Bedürfnis über meine Gefühle zu sprechen und nach Äußerungen seinerseits, die seine Gefühle für mich ausdrücken.
So richtig, kommt da aber nichts von ihm. Er zeigt mir zwar schon, dass er mich mag und ich ihm wichtig bin, aber mit Worten ist er sehr sparsam.
Auch ist seine Art manchmal sehr direkt und nicht gerade feinfühlig, was mich oft verletzt. Wenn wir mit anderen Leuten zusammen sind, ist es oft angespannt, das liegt zum großen Teil auch an mir selbst, aber es ist manchmal so als wären wir gar nicht zusammen.
Ich habe meine Zweifel schon oft geäußert, was nicht der richtige Weg war, denn so begannen Zweifel seinerseits.
Wir mögen uns sehr, können auch Spaß miteinander haben, aber es gibt auch Momente, da gefällt mir seine Art nicht und die Art wie er mit mir umgeht. Alles in allem ist es wie eine Fahrt ins Blaue: ich weiß nicht wo es hingeht, meine Gefühle schwanken sehr, manchmal denke ich, ja er könnte es sein, im nächsten Moment möchte ich Schluss machen.
Sehr kompliziert, nervenaufreibend und ermüdend.
Ich wünsche mir doch eigentlich Stabilität, obwohl ich diese selbst überhaupt nicht geben kann. Diese Ungewissheit zehrt an mir.
Vielleicht kann der/die eine oder andere mir einen Rat geben, dafür wäre ich sehr dankbar.

Mia

30.11.2011 10:17 • #1


Pelops1


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Hallo Mia!

Herzlich Willkommen hier im Forum, fühl dich gedrückt.

Sicherlich empfindest du schon enormen Druck, sonst hättest du dich ja
Nicht hier angemeldet.
Man kann also davon ausgehen das es dir ernst ist.

Ich selbst hatte noch nie eine Fernbeziehung, weiß also gar nicht wie
Sich sowas anfühlt.

Grundsätzlich würde ich aber denken, das es schwierig ist wenn man
Das Ziel hat einen Partner zu finden mit dem man ein Kind bekommen möchte.
Möchtest du sowas wie eine intakte Familie oder willst du das Kind allein
Groß ziehen?
Ich glaube man sollte den Partner schon gut kennen bevor man ein Kind
In die Welt setzt.
Und dazu gehört für mich eben auch mit dem Partner eng zusammen zu leben.
So lernt man den Partner doch am besten kennen.
Und dann weiß man auch ob es der "richtige" ist.

Aber das ist dir sicher alles durchaus klar.
Die Frage ist, warum hast du diese Verlustängste?
Suchst du dir gerade deshalb Partner die weit weg wohnen?
Gerade um sie nicht so dicht an dich heran zu lassen?
Damit sie dich nicht verletzen können?
Ist das nicht gerade der Punkt?

Alles nur Vermutungen, vielleicht macht das für dich ja gar keinen Sinn.
Aber vielleicht geht es gerade darum.
Möchtest du Antworten?
Würde mich schon interessieren was du dazu sagst.

Liebe Grüße Pelops.

30.11.2011 10:40 • #2



Zweifel an der Beziehung

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Mia80


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Hallo Pelops,

nein, um an ein Kind zu denken, soweit sind wir noch lange nicht, das ist auch gar nicht gewollt. Das ist mein persönlicher langfristiger Wunsch, da ich nun schon 31 Jahre bin.
Ich fühle mich aus mehreren Gründen unter Druck gesetzt. Bin sozusagen ein Spätzünder bei einigen Dingen, beruflich gesehen und eben die Sache mit dem Kind. Die Verlustängste habe ich seit geraumer Zeit. Habe mir leider auch unbewusst Partner gesucht, die diese Ängste aus unterschiedlichen Gründen noch verstärkt haben. Ein Muster? Vielleicht wäre das ein Ansatz, welcher aber mein Problem noch nicht löst. Ich selbst bin leider nicht in einer intakten Familie aufgewachsen, aber ich denke eben bevor man ein Kind in die Welt setzt, sollte man mit sich einigermaßen im Reinen sein und natürlich auch eine gesunde, stabile Beziehung anstreben. Soweit ist es noch nicht.
Um deine Frage zu beantworten: nein ich strebe nicht an ein Kind alleine groß zu ziehen, aber sollte es dennoch so kommen, würde ich das natürlich auch tun.
Aber in erster Linie möchte ich herausfinden, ob diese Beziehung zu diesem Mann mich glücklich machen kann, Fragen wie, was will ich, was will er, was können wir davon realisieren? Warum diese Zweifel?
Das kann mir natürlich niemand beantworten.
Ein kleines Dilemma. Ich danke dir für deine Antwort und hoffe dir auch deine Fragen beantwortet zu haben.

Mia

30.11.2011 11:41 • #3


ReCharge


Hey Mia, sieh Dich mal hier im Forum um und zähle die Threads in denen die Partner Kinder hatten, Häuser, verheiratet waren... das ist ne Menge. Was ich damit sagen will: Du kannst die Zukunft nicht erzwingen. Selbst wenn Du Dir jetzt zu 100% sicher wärst, könnte es sein dass Du 10 Jahre später hier im Forum mit einer tragischen Geschichte auftauchst.

Ich würde an Deiner Stelle eher bewerten ob Du die Situation JETZT überhaupt noch so toll findest, es hört sich ehrlich gesagt nicht so an. Gegen Deine Verlustängste kannst Du natürlich etwas machen, ich kenne diese Ängste auch und habe rückblickend das Gefühl dass ich teilweise soviel Angst vor bestimmten Dingen hatte dass sie dann auch eingetroffen sind. Diese Ängste anzugehen bringt Dir weit mehr als nur stabilere Beziehungen, das wirkt sich auf Dein gesamtes Leben aus.

Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von Deinen Plänen

30.11.2011 12:41 • #4


Mia80


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Hallo,

ich weiß, dass es am keine Sicherheit gibt. Ich habe mir jetzt die Zeit für mich genommen, um etwas Abstand zu bekommen und über alles nachdenken zu können. Ich bin gerade nicht fair, und habe viel kritisiert bis wir zu dem Entschluss kamen, dass es besser wäre, wenn wir uns eine Weile nicht sehen.
Ich bin der Meinung an dem Problem Verlustangst kann man auch und gerade während der Beziehung arbeiten, denn da ist sie präsent.
Aber im Moment war alles zu viel und deshalb ist es gerade besser mal aus dem fahrenden Karussel auszusteigen.
Danke für eure Meinungen,

Lg,
Mia

01.12.2011 09:30 • #5




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